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 Betreff des Beitrags: Re: Effektive Servicetechniken
BeitragVerfasst: Mittwoch 6. September 2017, 15:36 
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Registriert: Freitag 29. Mai 2009, 10:39
Beiträge: 543
Spielklasse: Bezirksoberliga
Na gut, dann versuch ichs mal konstruktiver :peace:

Ach wenn ich mir sicher bin es irgendwo so ähnlich schonmal gepostet zu haben (notfalls doppelt):
Ich halte den Aufschlag für extrem wichtig. Ich selbst habe öfters reines Aufschlagtraining gemacht und denke, daß mindestens die "obersten" 100 TTR Punkte rein darauf basieren. Weiterhin sind gute Aufschläge etwas, was im Alter oder mit Gewichtszunehme im Gegensatz zum restlichen Spiel nicht abbaut und damit eine gute, langfristige Trainingsinvestition.

Den Aufschlag zu verbessern halte ich auf Kreis und Bezirksebene für viel einfacher als irgendwelche "gefinkelte Techniken" oder maximalen Schnitt:
* Der Hauptfehler der meisten Spieler mit schwachem Aufschlag ist, daß man schon vor dem Schlag sieht welcher Aufschlag kommt. Meist stellen sich die Spieler individuell besonders für den jeweiligen Aufschlag hin und man könnte noch bevor der Ball hochgeworfen wird ein Din A4 Blatt auch den Tisch legen auf das der Aufschlag mit hoher Wahrscheinlichkeit landen wird. Das ist ganz, ganz schlecht,besonders wenn mit halbhoch, halblang und wenig Schnitt kombiniert.
Auch machen viele vor dem eigentlichen Aufschlag einen Trockenschlag oder biegen schonmal das Handgelenk um um sich "warmzumachen" oder warum auch immer. Das ist ein cooler Trick wenn man dann einen total anderen Aufschlag macht aber nicht klug, wenn man dann den bereits "angekündigten" Aufschlag macht.
* Ein weiterer Fehler ist es meiner Meinung nach, wenn der Aufschlag exakt in der Rückhand oder Vorhand Topspinbewegung landet. Solange ich mich nicht bewegen muß und der Aufschlag halbwegs lang und nicht total überraschend auf die Vorhand kommt, werde ich diesen mit hoher Trefferwahrscheinlichkeit durchziehen, egal was für ein Schnitt drin ist. Da ist jeder schnittlose Einwurf der fast oder geradeso 2 mal aufspringt auf jeden Fall besser.

Insofern wäre mein Tipp zum Trainieren:
* Bei jedem Aufschlag gleich hinstellen, Ball und Schläger gleich halten, den Ball gleich hochwerfen und mit dem Schläger gleich aushohlen. Gleich schauen (nicht das Ziel anvisieren mit den Augen) erst beim Zuschlagen variieren.
* Plazierung üben. Geradeso 2mal aufspringen parallel auf die Vorhand, halblang aufs Dreieck, schnell seitlich hinaus, etc. Nie in die Schlagbewegung des Gegners.
* Für Materialspieler einfach und wirkungsvoll: Den exakt gleichen Aufschlag mit dem Material beherrschen und ab und zu einstreuen.

_________________
Hz: Spinlord Ultra Carbon DEF (davor Stiga Cl. All Carb, Andro Kin. Sup. Carb OFF, Spinlord Defender, Andro Kin. CF OFF + Carbon, BTY Boll ALC, Joola Chen Def)
VH: Spinlord Irbis 2,1 rot (davor Donic Acuda S1, S2, S3 und S1 turbo in 2,0, Tibhar Aurus 2,1, Donic Desto F2 2,0)
RH: Spinlord Blitzschlag ox (Testritis: Hellfire ox, Mo Wang II 0,6, Neptune 1,0, Dawei Saviga V 1,0, Bomb Talent ox, Giant Dragon Giant Long Soft 1,2, Tibhar Grass D´Tecs (1,2), davor lange Tibhar Grass OFF (1,0 + 1,5))
TTR: ~1800


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 Betreff des Beitrags: Re: Effektive Servicetechniken
BeitragVerfasst: Mittwoch 6. September 2017, 20:39 
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Beiträge: 1278
Verein: TSV Willsbach
Spielklasse: - Moderner Allrounder - Reaktivierter Edelreservist :-)
destruktivsatan hat geschrieben:
Für mich ist ein guter Service das A und O beim TT.
Daher lohnt es sich durchaus diverse Servicetechniken zu üben. Ein guter Service ist nicht nur gut, wenn er viel Rotation hat sondern auch Platzierung und Tempo spielen eine wichtige Rolle. Daher solltest Du variantenreich aufschlagen können um dein Spiel zu verbessern.

Sehe ich genauso. Jeder oft gespielte Service wird irgendwann "entschärft". Variabilität, Platzierung und Überraschung sind entscheidend. Das gilt genauso für den P wie für den Z-Ball. Lieber nur 5-6 Services sicher beherrschen, aber diese Variantenreich setzen können, that´s it.

Nur mal so, weil´s oft vergessen wird: Rückschlagtraining ist genauso wichtig !

_________________
Greets N.

Holz: Donic Appelgren AR (3x)
1. Seite: Koku 119II, Summer 3C, Diamant
2. Seite: Spinlord Adler II, Target AirTec


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 Betreff des Beitrags: Re: Effektive Servicetechniken
BeitragVerfasst: Donnerstag 7. September 2017, 06:54 
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Beiträge: 300
Vorab 1x vielen Dank an euch f. die wirklich höchst interessanten u. aufschlussreichen Beiträge. Man kann daraus nur lernen u. sich sein eigenes maßgeschneidertes Konzept zimmern.
Speziell @destruktivsatan,
destruktivsatan hat geschrieben:
... Jedoch gibt es sicher Spielzüge welche gut funktionieren können (aber nicht müssen)...
... Eine Variante im Spielverlauf ist, den selben Aufschlag wie eben beschrieben (mit viel US) zu machen. Diesen Aufschlag Wechsel ich gerne ab mit einem Aufschlag der ähnlich aussieht aber viel weniger US hat...

wie du in deinem taktischen Konzept erläuterst, variierst du ähnliche Aufschläge mit viel bzw. weniger US (so ungefähr mach ich's auch).
In einem Youtube-Vid erklärt jedoch Xiao Zhan (persönlicher Trainer v. Zhang Jike u. anerkannter Technikexperte in China), daß man zumindest bei kurzen Aufschlägen ohne US sondern mit SS servieren sollte. Wie läßt sich sowas als taktische Maßnahme einschätzen , wobei, wie man ja sieht, gerade in höheren Ligen (wie bereits erwähnt v. Amir A., aber auch v. Österreicher Simoner) Sidespinaufschläge (entweder offensichtlich als auch als Pendulum-bzw Ghostserves kaschiert) vermehrt eingebaut werden.
Funktioniert sowas generell od. nur in bestimmten Situationen, was ist eure Meinung dazu ?
https://www.youtube.com/watch?v=cICVjxzBlCY

_________________
P-Ball
vorne: Waran 2.0
hinten: Three Sword Zeus OX
Hölzer: Sword Subdue bzw. KTL 368


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 Betreff des Beitrags: Re: Effektive Servicetechniken
BeitragVerfasst: Donnerstag 7. September 2017, 07:13 
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Registriert: Donnerstag 10. November 2016, 09:59
Beiträge: 517
TTR-Wert: 1933
Kurze Aufschläge welche dennoch viel SS haben mache ich gerne als Tomahawk-Aufschlag. Auch lässt sich hier der Schnitt sehr gut variieren, mit einer sehr ähnlichen Aufschlagbewegung.

_________________
MSP Invictus
VH: Tenergy 05 2,1mm
RH: Diabolic 1,0mm

Für den Butterfly G40+:
Xiom Amadeus
VH: Rasanter R47 2,0mm
RH: Diabolic 1,6mm


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 Betreff des Beitrags: Re: Effektive Servicetechniken
BeitragVerfasst: Donnerstag 7. September 2017, 12:34 
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Registriert: Freitag 27. März 2009, 15:06
Beiträge: 209
Der Hauptvorteil von Seitenschnitt bei Aufschlägen ist es, dass ich es dem Gegner schwerer mache, den Rückschlag frei zu platzieren.
Es ist also deutlich vorhersehbarer, wohin der Rückschlag gespielt wird und man kann sich besser auf den dritten Ball einstellen.

Im übrigen kann es durchaus auch einen riesen Unterschied machen, in welche Richtung Seitenschnitt am Ball ist.
Weil der Rückschläger meistens gegen den Schnitt an den Ball geht, zwinge ich ihn durch die andere Richtung zu einem anderen Rückschlag, welcher im evtl nicht liegt.
Deswegen sollte man mindestens zwei komplementäre Aufschlagbewegungen beherrschen. Also Pendulum und zusätzlich Tomahawk/ 2te Phase/ RH


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 Betreff des Beitrags: Re: Effektive Servicetechniken
BeitragVerfasst: Donnerstag 7. September 2017, 12:49 
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Registriert: Donnerstag 21. Mai 2009, 22:48
Beiträge: 688
Ein Aufschlag der in meinem Umfeld erstaunlich gut funktioneriert ist der Aufschlag RH mit US oder OS(fingiert als US) auf die VH Seite halblang. So gut im fingieren bin ich meiner Meinung nach nicht. Man sollte meinen die Leute können den Schnitt lesen und mit der VH flippen/legen können. Weit gefehlt. Da landen viele Bälle schon im Netz oder werden zu Türmen. Die moderne Spielergeneration umläuft die VH und setzt die RH Banane auf die Mitte/VH = Topspin longline von mir. Auf der RH lauert der KN Block in die RH. Ich variere den US max/normal. Beim OS gibts keine kompromisse. SS mache ich beim OS zwangsweise ein bisschen rein.

_________________
Andro Treiber G - Butterfly Tenergy 80 Max - Spectol Red Max
G40+ Schläger: Andro Treiber G - Spinlord Waran - Victas 102 Max


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 Betreff des Beitrags: Re: Effektive Servicetechniken
BeitragVerfasst: Freitag 8. September 2017, 11:35 
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Beiträge: 61
Fällt zwar eher in den Taktik-Bereich, aber immerhin: Früher habe ich mir keine Gedanken darüber gemacht, welchen Aufschlag ich im nächsten Ballwechsel spiele. Oft habe ich mich nach dem Match gefragt, warum ich denn nicht einmal diesen oder jenen Aufschlag wenigstens probiert habe.

Nun habe ich mir eine Abfolge von Aufschlägen ausgedacht, die ich im Spiel einfach nur durchlaufe. Seither stelle ich fest, dass ich bei eigenem Aufschlag deutlich erfolgreicher geworden bin. Die Abfolge beinhaltete eine ungerade Anzahl von Aufschlägen, jedesmal mit anderer Rotationsrichtung und -stärke sowie vorher festgelegter Platzierung. Ich mische dabei VH- mit RH-Aufschlägen, ein Tomahawk- und ein Pendulum-AS ist dabei, sowie Schnitt-Variation bei gleicher Bewegung.

Allerdings haben mich Gegner bereits angesprochen, warum ich so lange brauche, bis ich aufschlage... Es ist in meinem Alter gar nicht mehr so einfach, sich an die Abfolge und den nächsten zu machenden Aufschlag zu erinnern :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Effektive Servicetechniken
BeitragVerfasst: Freitag 8. September 2017, 12:04 
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Beiträge: 1472
Verein: Torpedo Göttingen
Spielklasse: Oberliga
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Das Thema ist viel zu komplex als das man es hier mal so eben wirklich durcharbeiten kann.
Es gibt unendlich viele Varianten und dutzende Herangehensweisen.

Für mich gibt es aber ein paar Grundlagen:
- Aufschläge kann man üben. Besser als jeden anderen Schlag im TT.
- Aufschläge sollen/müssen einen Zweck erfüllen. Klar nimt man auch mal/oft ditrekte Punkte mit, aber generell sollte man Aufschläge machen, die einen danach in eine gute Position bringen
- neue Aufschläge muss zumindest ich immer erst wirklich ein paar Stunden völlig isoliert üben.
Dann versuche ich sie langsam in Trainingsspiele einzubauen, erst in einfachen, dann in engen Trainingssituationen. Erst dann kann ich sie auch im Spiel einsetzen.
- Über Platzietrung in Kombination mit bestimmten Schnitt kann man bestimmte Returns mit hoher Wahrscheinlichkeit "erzwingen". Beispiele sind z.B. erste Phase Aufschläge kurz diagonal, die seitlich rauslaufen. So ein Aufschlag kann nur extrem schwer qualitativ gut (also weit in die eigene Vorhand u. lang u. schnell) parallel beantwortet werden.
Oder ein "tomahawk" serve aus der eigenen Mitte in die gegnerische Vorhand. Durch den extremen Seitschnitt und Winkel ist ein fester, tiefer, paralleler Return ebenfalls sehr schwer.
- "Verschleierung" im Service kann durch viele Methoden erreicht werden:
- Unterschiedliche Treffpunkte am Schläger (nah am Griff oder nah am Schlägerkopf)
- Sichelförmige Bewegungen die sowohl US als auch OS ermöglichen bei Treffpunkten in den unterschiedlcihen Phasen,
- unterschiedliche Treffpunkte am Ball (z.B. eine Aufwärtsbewegung mit dem Schläger, aber einmal wird der Ball vorne, also tischnah, einmal hinten, also tischfern, getroffen
- Täuschbewegungen nach dem Balltreffpunkt

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 Betreff des Beitrags: Re: Effektive Servicetechniken
BeitragVerfasst: Freitag 8. September 2017, 12:38 
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Registriert: Montag 3. November 2008, 23:34
Beiträge: 1880
@Maik: wie sieht es denn bei den Bällen der neuen Generation aus, kann man damit auch noch gut zum Bsp Seitaufschläge machen??? Ich hatte zum Bsp Probleme mit den Premium Bällen, meine RH-Seitaufschläge wurden mir allesamt um die Ohren gehauen, obwohl die normalerweise den Gegnern Probleme bereiten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Effektive Servicetechniken
BeitragVerfasst: Freitag 8. September 2017, 12:53 
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Master
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Registriert: Samstag 29. April 2006, 10:22
Beiträge: 1472
Verein: Torpedo Göttingen
Spielklasse: Oberliga
TTR-Wert: 2030
Ich finde kurze Aufschläge in die RH des Gegners nicht mehr so ideal.
Das Flippen ist mit den Plastikbällen um ein vielfaches einfacher geworden.
Einen wirklich guten VH Flip haben dagegen immer noch die wenigsten.

Die Konsequenz ist für mich, mehr lang oder halb lang aufzuschlagen, und je nach Gegner mehr in die VH (wobei ich beim letztgenannten Punkt auch selber lieber aus der Mitte aufschlage).

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