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BeitragVerfasst: Montag 15. Januar 2018, 15:14 
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Registriert: Mittwoch 30. April 2008, 14:57
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Eine Option um mit Langnoppen bei Plastikbällen nicht abgeschossen zu werden, ist das Drehen des Schlägers.

Welche Tipps könnt Ihr zum Erlernen geben ?

Hier meine eigenen Erfahrungen. Ich bin 52 Jahre alt und habe bisher nie Schläger gedreht und habe hierzu auch kein wirkliches Talent. Dennoch, seit einigen Monaten versuche ich im Training (einmal die Woche) mir das Drehen selber zu erlernen und habe jetzt damit angefangen dies auch in den Punktspielen zu realisieren. Zum Abgucken empfiehlt es sich die Videos von Daniel Kleinert verlangsamt zu analysieren.

Aufschlagannahme:
Bei der Aufschlagannahme gehe ich einen Schritt zurück. Dies gibt mir mehr Zeit den Schnittbelag auf die RH zu drehen und die Aufschläge, die in meine RH oder Tischmitte kommen, mit eigenen Schnitt zurückzugeben und nehme mit der VH und Schnittbelag nur die Aufschläge an, die auch in meine VH kommen. Rollaufschläge lassen sich so auch viel besser zurückgeben. Der Schritt zurück gibt mir zudem die Möglichkeit den Ball möglichst tief anzunehmen um diesen wesentlich sicherer zurück zu bringen, zu diesem Zeitpunkt hat die Rotation des gegnerischen Aufschlages auch schon etwas nachgelassen.

Drehen während des Ballwechsels:
Im Spiel versuche ich, nachdem mein Abwehrschlag auf gegnerischen Top-Spin nur in meine Noppenseite abgelegt wird, wieder zu drehen und mit eigenem Schnitt zurück zu geben, den Schritt zurück nicht vegessen, wenn man direkt an der Platte ist !!! Die eigene Fehlerquote ist zwar recht hoch und ich drehe auch nur in 20 Prozent der Ballwechsel, aber der Gegner wird aus dem Spielrhythmus gebracht. Das ist erstaunlich zu beobachten, wenn der Gegner nicht mehr nur angreift, sondern zunehmend erst einmal beobachtet mit welchem Belag ich annehme. Dies gibt mir selber die Möglichkeit auch mal offensive Bälle einzustreuen, auch ruhig mal trauen mit gedrehtem Schläger anzugreifen, auch wenn die Quote nicht gut ist. Ziel ist es dem Gegner den Offensivschwung zu nehmen, daß er aus seinem flow raus kommt.

Zusätzliche Taktik im Spiel:
Bin ich in einem Satz hoch im Rückstand, dann versuche ich das Drehen permanent bis zum Satzende um den sowieso verlorenen Satz noch etwas mehr eigene Sicherheit zum Schlägerdrehen für den nächsten Satz zu geben.
Im Entscheidungssatz kann dann evtl. auch wieder in die alte Spielweise zurück gewechselt werden, ohne den Schläger zu drehen, um selber keine Fehler mehr zu machen. Bis zu diesem Zeitpunkt merkt der Gegner es hoffentlich nicht mehr, dass ich nicht mehr vorhabe zu drehen.


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BeitragVerfasst: Dienstag 16. Januar 2018, 10:58 
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Schlägerdrehen war auch schon vor dem Plastikball eine hilfreiche Sache. Mittlerweile sieht man es auch bei den Profis immer häufiger (z.B. neuere Videos von Gionis). Meiner Ansicht nach reicht der Schnitt auf eine Ablage bei den Plastikbällen, egal von welcher Noppe, nicht mehr aus, um einen harten nächsten Topspin zu vermeiden.
Ich habe mir das Drehen selbst auf die harte Tour beigebracht. Von beidseitig NI kommend, konnte ich anfangs mit der Noppenseite keine Aufschläge annehmen. Jemand, der mir die Technik zeigen konnte hatte ich auch nicht. Daher habe ich von Anfang an ständig gedreht und später auch im Ballwechsel damit ständig den Schnitt variiert. Wenn mann nicht schnell genug drehen kann, wird man halt manchmal auf der falschen Seite erwischt. Da muss man durch, aber nach einer Halbrunde geht das Drehen aus der Spielsituation dann schon intuitiv.
Bei den Abwehrspielern in den höheren Spielklassen sieht man auch oft (auch bei Daniel Kleinert), dass sie auf der VH-seite mit den Noppen abwehren. Auch dafür muss man sehr schnell drehen können. Neben viel Übung kann ich auch einen geraden Schlägergriff empfehlen, da nur damit wirklich schnell gedreht werden kann.
Als Trainingstipp hätte ich noch den Vorschlag, Sätze zu spielen in denen nur geschupft werden darf. Der Punkt muss dann über Schnittwechsel (Schlägerdrehen!) und Platzierung erzielt werden. Das kann dann sehr zäh und bisweilen langweilig werden, ist aber eine sehr gute Übung für defensive Spieler.

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Tibhar Evolution EL-S 1,8|Butterfly Primorac|Butterfly Feint Long II 1,1


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BeitragVerfasst: Dienstag 16. Januar 2018, 11:30 
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Beiträge: 2006
Falls du Englisch verstehst kannst du das mal durchlesen :)

http://ooakforum.com/viewtopic.php?f=16&t=16873


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BeitragVerfasst: Dienstag 16. Januar 2018, 11:32 
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Fang beim Aufschlag an.

Mach einen VH-Aufschlag mit Noppen auf der VH.
Danach gleich in die gewohnte Position drehen und normal weiter spielen.

Da hast du anfangs genug Zeit und wenns flutscht geht das während dem Ballwechsel auch immer besser.

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BeitragVerfasst: Dienstag 16. Januar 2018, 11:53 
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Registriert: Dienstag 17. Februar 2015, 10:38
Beiträge: 82
Sehe ich absolut auch so. Das Spiel mit gedrehtem Schläger ist gar nicht so schwer, solange das passiert, was man selbst erwartet. Blöd nur, wenn der Gegner einen selbst verlädt, dann wird es doppelt schwer. Die meisten Gegner machen aber unglaublich viele Fehler bzw. legen hoch vor, wenn man zwischen LN- und NI-Bällen wechselt.

Auf etwas zu hoch geratene Ablagen schiesse ich übrigens inzwischen gerne mit der LN, auch in der VH. Ein dickerer Schwamm unter der LN erhöht dabei deutlich die Kontrolle und es kommt auch etwas Tempo herum. Aber wehe, man achtet selber nicht auf die Rotation und macht das auf Oberschnitt, womöglich bereits in der fallenden Phase des Balles - so weit kann die Bande gar nicht hinter dem Tisch stehen, dass man sie verfehlt :lol:

Zum Training: Direkte Übungen zum Drehen spiele ich nicht. Ich nehme mir das Drehen in Trainingsspielen dafür bewusst vor. Gelegentlich spiele ich aber ganze Übungen/Sätze/Spiele komplett "falsch" herum, d.h. VH LN und RH NI - neben der Gewöhnung an das Material führt das oft zur beidseitigen Belustigung.

_________________
Rozena 1,9 - Stratus Powerdefense - Grass D'Tecs 1,2


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BeitragVerfasst: Dienstag 16. Januar 2018, 13:40 
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Beiträge: 55
Verein: SV Ettingshausen
Spielklasse: BK
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Ich habe mich vor etwa 2 Monaten auch herangewagt, da wir Materialspieler uns mit dem Plastik-Gedöns ja schon umstellen müssen. Ich gehe es aber langsam an, da ich auch zu Beginn überhaupt kein Händchen mehr für den NI-Belag hatte.
Ich hatte mir zu der Zeit viele Spiele von Gustav Ericson angesehen, der wirklich ein wunderbares LN-Spiel hat. Da ist mir aufgefallen, dass er meist nur in bestimmten Situationen den Schläger dreht. z.B. greift er bei ganz bestimmten eigenen Aufschlägen den Return direkt an oder er spielt einen langen Ball mit der LN in die RH des Gegners, dreht und spielt dann Topspin. In der Abwehr dreht er zwar auch öfters, aber für mich kommt alles Stück für Stück.
So habe ich mich auch herangewagt und mir 2-3 Spielsituationen überlegt, die ein Drehen sinnvoll machen. z.B. auf einen ankommenden Unterschnittball einen langen, festen Druckschupf in die Rückhand des Gegners, und den nächsten Ball gedreht mit einem schnellen Topspin gespielt. So kann sich mein Hirn langsam an einzelne Spielzüge gewöhnen und die dann nach und nach im Spiel einbauen. Was mittlerweile auch gut geht ist einen Rollaufschlag gedreht anzugreifen. Im Spiel dann natürlich nur, wenn man mit hinreichender Sicherheit an der Bewegung oder Schlägerhaltung erkannt hat, wann ein Rolli kommt. Mit dem glatten Belag einkontern habe ich ganz stumpf gemacht und geht mittlerweile auch sehr gut. So muss ich mich auch beim Rückhand einkontern nicht mehr mit meiner Vorhand hinstellen.

Wie gesagt, ich fahre mit dem langsamen Einstieg über bestimmte Spielsituationen und das besser werdende Gefühl durch einkontern gut. Ein "ich spiele einfach mal drauf los" oder "ich spiele einfach Sätze so oder so" ist für mich nichts, bewundere aber diejenigen, die das hinbekommen.

_________________
Arbalest Bogen
Xiom Omega V Tour
Three Sword Zeus ox


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BeitragVerfasst: Mittwoch 17. Januar 2018, 13:29 
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Beiträge: 547
Spielklasse: Bezirksoberliga
Das Drehen des Schlägers kann man prima im Schattentraining oder abends vorm Fernseher üben. Das muß einfach schnell und sicher gehen. Eine exakte halbe Drehung und danach muß der Schläger beim Zugreifen sofort wieder richtig in der Hand liegen.

Die Spieltaktik ist komplizierter, da ein anderer Belag andere Schläge/Techniken bedeutet. Ich empfehle sich dabei auf einen Standardschlag pro Seite festzulegen und proaktiv in Spielsituationen in denen ein geeigneter Return erwartet wird zu drehen. Ich selbst kann mit NI auf der Rückhand nur einen Topspin. Block, Schupf, Schuß, etc versuche ich unbedingt zu vermeiden weil die Fehlerquote gedreht extrem hoch ist. Der Topspin ist mittlerweile sicher, ich kann sowohl die hohe, langsame Spinvariante als auch einen festen Topspin. Die Ballwechsel sind meiner Meinung nach (außer vielleicht Ballonabwehr) zu schnell um reaktiv zu drehen, ich drehe direkt nach meinem Schlag. Ein Beispiel: Nachdem ich in der Sense einen Topspin richtig schön flach abgehackt habe, drehe ich und laufe vor um den meist auf meine Rückhand abgelegten Ball anzuziehen. Egal wie flach oder auf dem Bauch, ich ziehe auf jeden Fall. Wenn ich schlecht stehe hoch mit Spin ansonsten fester.
Auf der Vorhand habe ich auch genau einen Rüberschaufelheber geübt. Das ist ein Notschlag, ich will den Ball nicht mit LN auf der Vorhand annehmen. Muß ich diesen spielen, versuche ich sofort wieder zurückzudrehen, um wieder meine gewohnten Schläge machen zu können.

Was ich unbedingt empfehle ist den Aufschlag ab und zu mit der anderen Seite zu machen und sofort zu drehen. Das gibt gegen viele Spieler auch in höheren Klassen im Satz 2 direkte Punkte.

In Summe halte ich das Drehen, zumindest alle paar Ballwechsel, für extrem wichtig. Der gegner muß immer das gefühl haben genau auf meinen schläger schaun zu müssen, das bindet Aufmerksamkeit und verunsichert. Dem Gegner fällt es meist deutlich schwerer in einen Rhythmus zu kommen und einen mit Schema F spiel wegzuhauen.

_________________
Hz: Spinlord Ultra Carbon DEF (davor Stiga Cl. All Carb, Andro Kin. Sup. Carb OFF, Spinlord Defender, Andro Kin. CF OFF + Carbon, BTY Boll ALC, Joola Chen Def)
VH: Spinlord Irbis 2,1 rot (davor Donic Acuda S1, S2, S3 und S1 turbo in 2,0, Tibhar Aurus 2,1, Donic Desto F2 2,0)
RH: Spinlord Blitzschlag ox (Testritis: Hellfire ox, Mo Wang II 0,6, Neptune 1,0, Dawei Saviga V 1,0, Bomb Talent ox, Giant Dragon Giant Long Soft 1,2, Tibhar Grass D´Tecs (1,2), davor lange Tibhar Grass OFF (1,0 + 1,5))
TTR: ~1800


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BeitragVerfasst: Mittwoch 17. Januar 2018, 17:16 
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Registriert: Sonntag 22. August 2010, 12:36
Beiträge: 1036
Verein: TTC Alstom Baden (CH)
Spielklasse: 2016/17 3. Liga NWTTV
Ich habe damals nach einem Tip von Seb Sauer auf das Drehen verzichtet, aber merke und lese hier, dass diese Option wohl wichtiger wird. Also habe ich mich gestern auch mal wieder ausführlich im Training herangewagt (damals habe ich auf weitere Tests verzichtet)

Ich habe es so wie Mathduck gemacht und sofort nach meinem Schlag gedreht, ich konnte mich also schon auf meinen Schlag geistig vorbereiten. Ich denke auch, dass man es auf wenige Schläge (zumidnest anfangs) reduzieren sollte.

Ich habe KN-Block/Schuss auf TS und Schuss auf zu hoch abgelegten Schupf und auch KN-Schupf aus der RH und logischerweise VH-"TS" und Schupf mit LN geübt. Es ging im Training ganz gut und werde wohl mal in Punktspielen gegen übermächtige (wenn ich im Spielverlauf merke, dass ich normal verlieren werde) oder schwache Gegner (wo genug Luft ist) das ganze mal austesten :)

Ich denke, da schlummern locker 100+ TTR/ELO...

_________________
Test:
VH: Raystorm 1,7 || XIOM V1 || RH: Killer 1,5


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BeitragVerfasst: Freitag 26. Januar 2018, 16:16 
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Registriert: Sonntag 31. Dezember 2017, 16:27
Beiträge: 3
Noppi08 hat geschrieben:
Falls du Englisch verstehst kannst เกมส์ยิงปลา du das mal durchlesen :)

http://ooakforum.com/viewtopic.php?f=16&t=16873


Ich kann ein wenig Englisch lesen.

Vielen Dank für die Informationen. :mrgreen:


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BeitragVerfasst: Montag 29. Januar 2018, 08:02 
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Registriert: Dienstag 17. Februar 2015, 10:38
Beiträge: 82
Damit es nicht nur theoretisch bleibt, schaue dir doch Videos folgender Spieler an (auf youtube und bei der ittf wirst du fündig):
  • Daniel Kleinert dreht beidseitig auf LN zur langen Abwehr, die Schupfs macht er regelmäßig mit NI. Seinen Stil finde ich bewundernswert.
  • Gleiches gilt für Adam Pattantyus
  • Seltener findet man "gewollte" LN-Abwehr in der VH bei Masato Shiono, aber dieser dreht häufig bei der Aufschlagannahme, um in Kick-Aufschläge mit NI Schnitt bekommen. Ab und zu muss er daher mit LN auf VH spielen.
  • Und vergiss nicht den Meister Koji Matsushita, der kann es auch

_________________
Rozena 1,9 - Stratus Powerdefense - Grass D'Tecs 1,2


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