VH Topspin immer zu spät getroffen, etc.

Du hast deinen optimalen Schläger gefunden und möchtest dich nun auch spielerisch verbessern. Hier entsteht eine Sammlung von praktischen Tipps, Hinweisen, Übungen und Trainingsanleitungen zum Spiel mit Material.

Moderator: Noppen-Test-Team

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Erik07
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VH Topspin immer zu spät getroffen, etc.

Beitrag von Erik07 »

Hallo,
ich (56) habe TT Ende der 70er erlernt, mein Trainer, ein Defensivspieler mit Sriver-Killer ! Ich habe gelernt den VH Topspin von unten anzuziehen, den Aufschlag lange springen zu lassen, um dann mit langem Arm anzuziehen. Nun gut, funktionierte auch eine gewisse Zeit. Heutzutage wird der Ball früh angenommen, deutlich über Tischhöhe getroffen. Meine aktuelle Bewegung beginnt wieder zu weit unten, während der Bewegung geht der Ellenbogen hoch und die Hand mit dem Schläger geht nach unten, der Ellenbogen und die Schlaghand machen quasi im Nachobengehen einen 90 bis 120 Grad Drehung.
Wie kann ich es schaffen, den VH TS so zu spielen, dass ich "Druck, Drall und Geschwindigkeit" reinkriege. Von irgendwelchen Spekulationen, es könnte am Material (Yasaka Sweden Extra mit VH Ventus Spin in 1,8mm) liegen habe ich mich fast zu 100% verabschiedet.
Es liegt einzig und allein an mir. Was noch hinzukommt, ich neige zum RH Griff.
Danke schon jetzt für Eure Hilfe.
Neppomuk
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Re: VH Topspin immer zu spät getroffen, etc.

Beitrag von Neppomuk »

Hi Leidensgenosse, das Problem kenne ich sowohl vom Alter als auch von der Technik des langen Armzugs. Als Sportpädagoge kann ich dir sagen, daß eine Technik die 40 Jahre praktiziert worden ist eigentlich kaum mehr veränderbar ist. Es sei denn durch einen völlig neuen Lernprozeß von Grund auf. Mit dem entsprechenden Trainingsaufwand. Du müsstest dir also einen Trainer nehmen und die aktuelle TS Technik inkl. VH oder Neutralgriff von null auf lernen. Mit dem neuen Griff killst du natürlich deine RH. In unserem Alter läßt nätürlich auch die Schnelligkeit nach, das kann man kaum trainieren.
Notmaßnahmen:
- Du stehst etwas weiter weg vom Tisch, das verschafft dir Zeit
- oft stehen RH orientierte Spieler eher parallel zum Tisch. Das macht die VH schwer. Trainiere zur VH das re. Bein zurück zu nehmen - Beinarbeitstraining !
- Du kannst das Material etwas langsamer wählen, auch das verschafft Zeit
- Aufschlagtraining, damit du den 3. Ball für deine VH optimal zurückkriegst

Leider gibt es keinen leichten Weg.
Ich stelle gerade meine VH komplett auf GrKN um. Seit Monaten im Keller am Robby. Eben mit einem komplett neuen Lernprozess. Das wird sicher dauern aber am Ende ist die Technik gut, Schulterschonened, kraftsparend und die Ballwechsel sind altersentsprechend kurz. Aufschlagtraining findet seit 2 Jahren statt. Viel Erfolg !
Greets N.

Holz: Donic Appelgren AR V2 (3x)
NI: Yasaka Mark-V - FS 729 div. Typen
KN: Summer 3c - FS 802-40
bacchus6
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Re: VH Topspin immer zu spät getroffen, etc.

Beitrag von bacchus6 »

Hört sich aus meiner Sicht plausibel an was Neppo schreibt. Auch ich stelle gerade auf der VH auf KN Technik um wegen altersbedingten Schulterproblemen. Trotz intensiven Trainings am Robo lasse ich im Spiel immer noch den Arm fallen und ziehe nach oben. Ist einfach drin und unter "Druck" ruft der Körper seine Routinen ab....also entweder hart arbeiten, um die Routinen zu ändern oder das beste aus der Routine rausholen.
Xiom Vega Pro 1,8
Killer Soft 1,5
Xiom Novus Extrem S
Stefan77
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Re: VH Topspin immer zu spät getroffen, etc.

Beitrag von Stefan77 »

Wie Du und auch ich haben viele etwas ältere Spieler den Topspin so gelernt. Ball fallen lassen und dann von unten schön rausziehen. Wenn du das noch drauf hast, spiel das doch weiter. ist ja nicht verkehrt und wenn die Dinger kommen, sind die ja nicht schlecht. Lieber eine alte Technik gut spielen als eine neue schlecht. Und durch das Fallen lassen hast du etwas mehr Zeit, man wird ja nicht schneller. Auch kannst du den Tick mehr Zeit nutzen, um auf VH griff oder neutral Griff zu wechseln.
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achim
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Re: VH Topspin immer zu spät getroffen, etc.

Beitrag von achim »

@Erik07
ich denke, das Problem ist ein Anderes! Du hast den 38 mm Zelluloidball damals aus einer klassischen Seitwärtslage gespielt. Man musste nämlich dem schnellen Ball das Tempo nehmen und aus einer Rückenlage auf den Ball spielen, um dem genügend Spin mitgeben zu können. Einfach mal nachdenken, wo war da denn Deine Balancehand, die den TT-Ball vor Angaben gefühlvoll hochwirft. Diese andere Hand, die den Schläger nicht hält ist gemeint. In einer Rückenlage gespielt befindet sich diese Balancehand dann immer oberhalb der Hüfte oder in Schulterhöhe. Sonst wären wir nämlich umgefallen oder wir hätten die Bälle reihenweise in die Decke geschossen!

Wo ist denn Deine Balancehand heute, wenn Du die Angabe gespielt hast. Steckst Du diese Hand dann in die Gesäßtasche oder lässt Du diese einfach spannungslos am Körper runterhängen?

Ein anderes Problem ist ja auch, dass sich die Spielbedingungen seit dem 39,8 mm Zelluloidball für TV-Rechte 2004 schon geändert hatten, denn der neue Ball musste da schon im Treibballeffekt gespielt werden. Das geht aber aus der Seitwärtslage anziehen nicht, weil wir den Druckpunkt des Balles schon verloren haben, wenn wir zu weit hinter dem Körper die Bälle anziehen wollen. Wir bekommen dann bei der klassischen Spielweise nur noch den Block Konter Schlag hin, aber keinen optimalen Topspin Ball, weil die Treibwirkung des Balles aus einer Seitwärtsspielführung dann keinen Druck mehr nach vorn erzeugen kann. Zum anderen muss auch das benutzte Schläger Material auch eine lange Bewegung führen können.

Wenn Du diese Balancehand also nach oben oberhalb der Hüfte führst, wirst Du feststellen, dass Dein Körper dann keine Rückenlage mehr in der Vorwärtsschlagbewegung haben wird und der Spielwinkel optimaler fällt, um die Bälle nicht zu spät anzunehmen und dann beidseitig gut stehend optimaler spielen zu können, ohne sich mehr in die Rückhand stellen zu müssen und dabei dann logischerweise die Vorhandspannung, einen spannungslosen Vorarm spielen zu können, aufgeben zu müssen.

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Neppomuk hat geschrieben:Hi Leidensgenosse, das Problem kenne ich sowohl vom Alter als auch von der Technik des langen Armzugs. Als Sportpädagoge kann ich dir sagen, daß eine Technik die 40 Jahre praktiziert worden ist eigentlich kaum mehr veränderbar ist. Es sei denn durch einen völlig neuen Lernprozeß von Grund auf. Mit dem entsprechenden Trainingsaufwand. Du müsstest dir also einen Trainer nehmen und die aktuelle TS Technik inkl. VH oder Neutralgriff von null auf lernen. Mit dem neuen Griff killst du natürlich deine RH. In unserem Alter läßt nätürlich auch die Schnelligkeit nach, das kann man kaum trainieren.
Notmaßnahmen:
- Du stehst etwas weiter weg vom Tisch, das verschafft dir Zeit
- oft stehen RH orientierte Spieler eher parallel zum Tisch. Das macht die VH schwer. Trainiere zur VH das re. Bein zurück zu nehmen - Beinarbeitstraining !
- Du kannst das Material etwas langsamer wählen, auch das verschafft Zeit
- Aufschlagtraining, damit du den 3. Ball für deine VH optimal zurückkriegst

Leider gibt es keinen leichten Weg.
Ich stelle gerade meine VH komplett auf GrKN um. Seit Monaten im Keller am Robby. Eben mit einem komplett neuen Lernprozess. Das wird sicher dauern aber am Ende ist die Technik gut, Schulterschonened, kraftsparend und die Ballwechsel sind altersentsprechend kurz. Aufschlagtraining findet seit 2 Jahren statt. Viel Erfolg !
doch wie oben schon beschrieben, die Balancehand oberhalb der Hüfte setzen und wie eine Zieleinrichtung vorm Ball her führen. Dann geht alles wie von selbst, weil wir dann gleichmäßig in Vorhand und Rückhand stehen, ohne die vielleicht eine für uns günstigere Rückenlage in Tischnähe oder in der Distanz aufgeben zu müssen!
de optimale Setzung der Balancehand regelt dann auch die jeweils gewählte optimale Körperstellung zum Ball selbst nach.

Eine ganz einfache Übung zum Selbstdemonstrieren ist, dass wir den gesamten Arm in Schulterhöhe lang ausstrecken und mit der Handinnenfläche ganz offen in Richtung des Raumes vor uns zeigen lassen
und dann einfach mal den Arm beobachten, was der macht, wenn wir diesen Arm dann ohne Schläger ausgestreckt nach vorne schwingen lassen, bis die Handkante bei uns am Ende der gesamten Armführung im Gesicht landen wird.
Ihr werdet dann feststellen, dass der Winkel des Oberarmes sich bereits nach 20 cm in den Unterarm schließen wird und der Unterarm erst dann die gesamte Handkante in unser Gesicht weiterführen und genau dort etwa in Augenhöhe auftreffen lassen wird.


Fazit:
Unsere körperbedingte Armfreiheit schließt also von ganz alleine in einer optimalen Vorwärtsbewegung auf den Ball gerichtet.

Je weiter wir uns von Tisch entfernen, desto günstiger wird sich eine optimale Rückenlage des Körpers auf den Ball auswirken, um so unsere gesamte Körper Reichweite optimaler zum Ball ausrichten und erhöhen zu können.

Je näher wir jedoch am Tisch spielen, um so weniger Rückenlage ist erforderlich, damit die Spielbälle am Tisch nicht ungünstig für uns ansteigen können. Für eine optimale Topspinlage ist diese Körperausrichtung jedoch sehr gewünscht, um die Spielbälle körperbedingt zum optimalen Topspin mit höchster Drall Wirkung verlängern zu können. Dann ist aber die richtige Höhe der gesetzten Balancehand wichtig, um den Ball optimal aus unserem Gleichgewicht heraus annehmen und spielen zu können.
bacchus6 hat geschrieben:Hört sich aus meiner Sicht plausibel an was Neppo schreibt. Auch ich stelle gerade auf der VH auf KN Technik um wegen altersbedingten Schulterproblemen. Trotz intensiven Trainings am Robo lasse ich im Spiel immer noch den Arm fallen und ziehe nach oben. Ist einfach drin und unter "Druck" ruft der Körper seine Routinen ab....also entweder hart arbeiten, um die Routinen zu ändern oder das beste aus der Routine rausholen.
@bacchus6
oder einfach mal einen Re-Impact Schläger versuchen, der Arm und Schultergelenke optimal entlasten kann. Deine altersbedingten Schulterprobleme werden dann schnell der Vergangenheit angehören und sich wieder optimal regenerieren können. Und wenn Probleme mit der richtigen Schlägerhaltung in der Vorhand da sind, eine sogenannte Re-Impact Schiffsschraube mal zu probieren. Da wird man in die optimale Vorhandstellung gezwungen, um sauber spielen zu können, während die Rückhand sofort optimaler schließen wird, als wenn wir das selber versuchen, diese optimal für uns schließen zu lassen.

Wenn wir erstmal falsch zum Ball stehen, ist es für den Trainer oder auch besseren Spielertrainer sehr schwierig, die richtigen Trainings Maßnahmen einzuleiten, um die fehlstehende Körperhaltung des betreffenden Spielers wieder so korrigieren zu können, so dass der Betreffende beidseitig gleichmäßig den Spielball annehmen, optimal vorbereiten und spielen kann. Gerade der neue Kunststoff ist ja viel spinärmer anzusehen als der zuvor gespielte Zelluloidball es je war.

Jedoch hatte der seit 2004 eingeführte TV Ball dort schon seine Spuren in der Technik der Spieler hinterlassen, die seit 2004 weiterhin aus einer Seitwärts Spielführung auf den Tischtennisball gespielt hatten. Es war vor allen Dingen die Zeit, wo die Noppen Außen Beläge mehr Beliebtheit erlangten, damit häufig in vielen Fällen Spieler so versuchten, Ihre für sie schwächere Rückhand spinunanfälliger zu machen, weil man in Rückhand als Rechtshänder ja vor dem Körper in Linkshand genau anders herum spielen muss. Meistens scheiterte dieses Unterfangen an dem falschen Stellungspiel des Spielers selbst, die für Ihn und für sein Spiel richtige optimale Körperhaltung einnehmen zu können.

Mit der von mir schon 2002 entwickelten und in einem deutschen Verfahrenspatent angemeldete Schiffsschraube konnte aber jeder Spieler selbst seine Körperhaltung optimal anpassen, weil jeder Spieler schnell mit einem Ballverlust bestraft wurde, wenn dieser eine falsche Körperhaltung beim Spielen einnehmen würde. Da der Tischtennisball wegen unserer Handhaltung (Greifstellung durch Daumen und Zeigefinger beeinflusst) jedoch immer diagonal zur Schlagfläche des Schlägers auftrifft,
können wir unsere Handgelenke gar nicht schmerzfrei über den eigens gewählten Spielwinkel der Hand gegen die falsch ausgerichtete Körperhaltung drehen.

Die Korrekturphase kann also vom Spieler selbst für seinen Körper über den in der Innenhand liegenden um 45 ° größer öffnenden Griff korrigiert werden, weil die Rückhand des gleichen Griffes jene Rückhand um 45 ° in der Spielbewegung optimaler schließen wird, als dieses mit einem normalen Griff möglich wäre.

Eine passende und schlankere Griffrundung dieses um 45 ° ergonomisch gedrehten Griffansatzes = sogenannten Schiffsschraube lässt selbst ein optimales und schnelles Drehen des Holzes zu jedem Moment zu.
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