Erwäge Umstieg von LN auf KN: Fragen

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Störnoppenfan
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Re: Erwäge Umstieg von LN auf KN: Fragen

Beitrag von Störnoppenfan »

TT-Schlumpf hat geschrieben: Mittwoch 12. Oktober 2022, 16:07 Der Sternenfall ist offenbar nichts für mich. Hatte vergessen zu erwähnen, dass ich den "Sternenfall pro" bestellt hatte, weil der jetzige Sternenfall ausläuft.
Kannst du kurz erläutern was für dich nicht passt :?: Der Pro ist vermutlich nicht wesentlich anders als der bisherige Sternenfall den ich habe.
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TT-Schlumpf
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Re: Erwäge Umstieg von LN auf KN: Fragen

Beitrag von TT-Schlumpf »

Moin,

du scheinst ja ein richtiger Sternenfall-Fan zu sein :ok: .

Hm, nicht ganz leicht zu beschreiben. Kann sein, dass der Sternenfall mit dem Holz oder mit meiner Hand nicht harmoniert.
Ich hatte nicht so die gewünschte Ballrückmeldung. Angriffe klappten überhaupt nicht - paradoxerweise gelangen sie mit dem Hellfire X besser.

Hatte mit dem Sternenfall von meinem Noppenzerstörer-Gegner sowas hinter die Ohren bekommen.
Mit dem Hellfire war das anders; ich konnte am Dienstag sogar richtig bös stören damit. Ich glaube, es ist Typsache, welcher Belag zu wem passt.

Ansonsten werde ich wohl nur noch mit dem Burnout, dem Spinpips und ggf. mit dem Hellfire mit 0.5mm-Schwamm (für bessere Abwehr) testen und bin mit meinem jetzigen Belag dabei, mein Spielsystem zu erweitern: Von Tischnah auf Abwehr mit Wechsel zu Tischnah und viel Drehen. Klingt chaotisch, aber der rote Faden ist, dass ich verdammt nochmal meine schwache Rückhand hinbekommen möchte und mir dadurch eine Steigerung von ca. 70-100 TTR-Punkten erhoffe, welche ich zu Z-Ballzeiten hatte.

Wenn du im Raum Köln spielst, würd ich gucken wollen, wie du mit dem Sternenfall spielst - er scheint ja DER Belag für dich zu sein, oder? Welche Spielstärke hast du denn?

Störnoppenfan hat geschrieben: Mittwoch 12. Oktober 2022, 16:37
TT-Schlumpf hat geschrieben: Mittwoch 12. Oktober 2022, 16:07 Der Sternenfall ist offenbar nichts für mich. Hatte vergessen zu erwähnen, dass ich den "Sternenfall pro" bestellt hatte, weil der jetzige Sternenfall ausläuft.
Kannst du kurz erläutern was für dich nicht passt :?: Der Pro ist vermutlich nicht wesentlich anders als der bisherige Sternenfall den ich habe.
Zuletzt geändert von TT-Schlumpf am Freitag 14. Oktober 2022, 08:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Störnoppenfan
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Re: Erwäge Umstieg von LN auf KN: Fragen

Beitrag von Störnoppenfan »

Ich bin weder ein Fan des Sternenfall,noch ist er für mich " Der Belag ". Habe lange den BT gespielt,aber damit im Ergebnis zu viele eigene Fehler,insbesondere gegen Lullis,gemacht. Auf der Suche nach einer Alternative bin ich dann auf den Sternenfall gekommen. Im Vergleich zum BT ist meine Fehlerquote signifikant gesunken und offensive Schläge funktionieren besser. Dafür ist der Störeffekt aber leider geringer. Naja, man kann nicht alles haben.Ich spiele den Sternenfall auf dem Clipper aber noch nicht lange und erwarte noch Verbesserung. :mrgreen:
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TT-Schlumpf
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Re: Erwäge Umstieg von LN auf KN: Fragen

Beitrag von TT-Schlumpf »

@Störnoppenfan: Wie sieht es denn jetzt mit dem Sternenfall für dich aus?

Hab den Burnout in 1.8 mm getestet und gemerkt, dass dieser Belag nix ist für mich. Trotz seiner Qualitäten wie z.B. präzise Platzierung. Was mir besonders gut gefallen hat ist, dass ich den Schnitt variieren konnte - das ging toll.
Folglich werde ich wohl den langsamen Victas Spinpips D3 in 1.0 mm testen - in der Hoffnung, sicher spielen zu können, bei leeren Bällen Druck auszuüben und insbesondere bei Aufschlagannahme, Abwehr und Schupf den Schnitt variieren zu können.

Aber den BTY Ilius B 0.5 mm habe ich auch im Auge: Die tolle Ballrückmeldung liegt mir in guter Erinnerung.

Ich überlege noch...
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Störnoppenfan
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Re: Erwäge Umstieg von LN auf KN: Fragen

Beitrag von Störnoppenfan »

TT-Schlumpf hat geschrieben: Freitag 28. Oktober 2022, 21:22 @Störnoppenfan: Wie sieht es denn jetzt mit dem Sternenfall für dich aus?
Meine 1.Wahl ist aktuell der Blitzschlag,ox,rot (siehe Signatur).Meine Kombi mit dem Sternenfall (siehe Signatur) bleibt in Reserve.Die Kombi mit dem Blitzschlag ist deutlich langsamer.Deshalb für mich kontrollierter und somit erfolgreicher bei Punktspielen zu spielen.Der Störeffekt ist bei beiden Belägen etwa gleich.Beim Training werde ich je nach Gegner die eine oder andere Kombi einsetzen.
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Noeppchen
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Re: Erwäge Umstieg von LN auf KN: Fragen

Beitrag von Noeppchen »

Hallo Herr Schlumpf,

ich bin etwas spaet zur Party, aber moechte gerne Dir antworten, da vielleicht meine 50Cents Dir und sonst anderen zukuenftigen Mitlesern die auf KN umsteigen wollen helfen koennte.

Der Beitrag ist leider sehr lang geworden. Habe ihn auch so geschrieben, das man nicht alles lesen muss, sondern direkt bei der Quote einsteigen kann (daher eben teilweise wiederholend).
Ich hoffe jedoch, meine langatmigen Ausfuehrungen in der Endbilanz mehr helfen als dass sie langweilen :D

Ist jemand von LN auf KN umgestiegen? Falls ja: Wie war die Umstellung und was musste dabei insbesondere beachtet werden?
Ja, das bin ich.

Mein Hintergrund: Mit 13 Jahren begonnen mit LN auf der RH am Tisch, dann LN in der Abwehr in der Pubertaet, dann GLN ab so 16 Jahren (Dr. Neubauer SuperBlock, SwingBack Special IF) und dann wieder GrLN mit der ich dann auch begann gegnerische TS zu 'kontern'. Dann habe ich mit 20 Jahren aufgehoert, 10 Jahre nicht gespielt und habe vor etwas mehr als 1 Jahr wieder angefangen und habe jetzt wieder richtig Spass und Ambition mit 4-5 Training die Woche.

Mein Spielsystem ist Deinem praktisch gleich so wie Du es beschreibst, d.h. VH ist die Staerke, die RH muss die VH vorbereiten und darf nicht durch den Gegner ausgenutzt werden koennen. Ich war damals sehr VH-lastig unterwegs und habe mit der RH nur geblockt und den DS gespielt, um dann eben die VH einsetzen zu koennen. Das ging auch wunderbar bis auf Landesliga Niveau, aber danach war dann Schluss, weil ich immer mehr auf meiner RH festgenagelt wurde, d.h. schnelle oder halblange leere Aufschlaege und dann harter TS oder gar Schuss. Und schon war meine so starke Vorhand komplett ausgeschaltet. Ich habe damals dann mir geschworen ‚richtig TT‘ zu spielen und meine RH auszubilden in dem ich direkt auf NI wechsele, anstatt auf KN oder MLN.
Mein Motto war: ‚Wenn ich fast eh nur VH spiele, warum 1-2 Jahre verschwenden mit MLN und KN, wenn das Endziel doch sowieso richtiger Angriff mit NI ist?‘. Das war aber eine Milchmaedchenrechnung. Sehr aehnlich der Erfahrungen die bereits genannt wurden von pelskis anderer Kollegen die umsteigen wollten. Mit der RH habe ich eben nicht nur ein bisschen DS gemacht, sondern den kompletten Spielaufbau aufgezogen. Wenn die Noppe nicht vorbereitet hat, stand der Rest auf keinem stabilen Fundament. Habe dann 6 Monate NI gespielt und war mega frustriert weil ich richtig Spielstaerke eingebuesst hatte (denke so 100TTR) und die NI-Technik nicht so einfach klappen wollte. Was ich mega unterschaetzt hatte war, dass wenn man seinel Leben lang nie einen RH TS aus dem Spiel heraus gezogen hat (sondern nur mal geblockt oder geschupft) dann weiss dein Kopf zwar was es eigentlich tun sollte, aber der Rest des Koepers nicht. Deine Armbewegung ist unkoordiniert (wie viel macht Unterarm, wie viel Handgelenk, wie viel Koerperspannung etc) und deine (also meine) Beinarbeit nicht vorhanden – den VH TS kann ich aus fast jeder Position ziehen und mich dorthin bewegen, den RH TS nur wenn der Ball GENAU in meinen Schlaeger kommt und nicht zu hoch und nicht zu tief, und nicht zu schnell, und nicht zu viel und nicht zu wenig US . Es ist als haette ich mit der anderen Hand gespielt: ‚Man weiss wie es geht‘ aber nichts kommt und man steht immer schlecht. Habe dann eben mit TT aufgehoert aus Frust.

Was ich anstattdessen haette machen sollen: Ego ausschalten. Geht nicht um Liga, geht nicht um TTR Punkte, geht NUR um Spass und die Entdeckungsreise wohin es geht. Anfangen mit aggressiver LN mit Schwamm, e.g. Wobbler/Tokkan und co, dann MLN mit dickerem Schwamm sobald ich die LN ‚gemeistert hatte‘, und dann KN. Und mit jeder Iteration weniger sich auf den Stoereffekt verlassen, sondern ‚selber spielen‘, d.h. wenn der Ball zurueck kommt wieder richtig stehen und weiter machen, nicht hoffen, dass der Punkt durch den Fehler des anderen kommt der den Ball nicht lesen und retournieren kann.

Also was sollte man beachten in kurz:

1. Kein Ego, keine TTR Punkte, sondern Spass muss im Vordergrund stehen
2. Material vielleicht langsamer umstellen. Ich haette es damals machen sollen wie ich es jetzt gemacht habe: Erst LN bis ich merke ich brauche ‚mehr Angriffsoptionen‘. Dann MLN und dann KN. Meine Iterationen waren: Predator --> Keiler --> Gipfelsturm --> Speedy Soft D.Tecs --> Waran --> Greenstorm --> (und jetzt hoffentlich ab kommendem Montag) SpinFire. Man beachte dass der Stoereffekt mit jeder Noppen abnahm und man selber mehr machen muss, hat aber auch mehr Optionen wie ich finde.
3. Eine Engeldsgeduld mitbringen. Wenn man mal aelter als 20 ahre ist, ist meine Erfahrung lernt man SEHR langsam. Ich kann jetzt mit 30 Jahren gerne 5 Tage die Woche trainieren inkl. Privattraining nehmen bei einer (Ex-)Bundesligaspielerin, aber die Fortschritte sind klein und nicht immer stetig. Man ist so auf alte Bewegungsmuster festgefahren, dass man wirklich 100.000 Baelle braucht bis es langsam verinnerlicht ist.

Welche KN wäre der am besten geeignete Testkandidat
Das kommt total drauf an was Du brauchst bzw. was Du schon kannst.
Ich wollte damals eben eine MLN die noch genug Stoereffekt hatte, dass ich nicht voellig ungefaehrlich bin bis ich dann so viel RH Gefuehl aufgebaut habe, dass ich den Schritt auf eine ungefaehrliche(re) Noppen wagen kann. Stoereffektnoppen laenger zu spielen als ‚noetig‘ hindert in meiner persoenlichen Erfahrung nach die Technikentwicklung, weil die den Ball oft nicht so gut ‚greifen‘ und man den Ball vor allem auf flache und leere Belle nicht so gut trifft bzw. diese im Netz landen oder zu hoch oder lang geraten. Aber jeder ist das anders, manche Leute koennen mit ihrer Technik auch mit Stoereffektnoppen gut angreifen, siehe Gentlemac. Alfredas Udra spielt den Speedy Soft D.Tecs in max Schwamm und greift damit sehr sicher an. Ist auch fuer mich so der ‚sauberste‘ KN-Spieler den ich kenne in DE.

Den Beschreibungen nach scheint der Spinlord Nashorn die optimale Einstiegsnoppe
Siehe auch mein Kommentar oben. Wichtig ist, dass DU Kontrolle damit hast. Manche Leute finden dass eine schnittunempfindliche Noppen (e.g. Giant Dragon 612) ihnen Kontrolle gibt, weil der Ball nicht einfach wegspringt. Ich persoenlich habe genau das Gegenteil: Ich brauche griffigere Noppen, damit ich den Ball spueren und fuehren kann, weil die schnittunempfindlichen auch eben den Ball nicht so sauber greifen und platzieren koennen. Vor allem gegen US-Aufschlaege kann ich mit einer glatteren Noppen den Ball selten kurz UND flach legen, sodass ich ihn nicht reingeflippt oder gezogen bekomme. Aber da ist jeder anders. Daher fand ich persoenlich das Nashorn super ungeeignet und unkontrolliert. Das Teil war glatt und hart und damit spiele ich genau das was ich frueher mit den GLN gespielt habe.
Womit man sicher viel Kontrolle hat, aber eben ohne ausreichende Technik mega ungefaehrlich ist, sind die NI-aehnlichen KNs, wie die guenstige FS 802-1 oder eben sowas wie Ilius, BTY Raystorm, Rakza PO, Victas KNs oder Moristo SP etc. Du musst halt gucken ob Du mit wenig bis keinem Stoereffekt schon zurecht kommst oder nicht. Und ob Du vielleicht niemals weg moechtest vom Stoereffekt. Bei mir ist es noch immer ein Prozess und ich werde den Stoereffekt jetzt komplett aufgeben, aber dafuer dann sehr aktiv spielen. Der ‚Stoereffekt‘ ist dann hier der schnelle Spinlose return/Konter/Schuss.
Mit der Rückhand möchte ich vorbereiten und leere oder halbhohe Bälle schießen oder hart spielen können, um direkt punkten oder eine Vorlage für meine VH zu schaffen
[…]
Gute Platzierung
[…]
Mit der KN würde mir vorschweben, leere Bälle kurz zu beantworten oder in diese reinzuschießen, Bälle anzuheben, gegnerischen Schupf anzukontern oder platziert zu schupfen und eben auch zu Überraschungszwecken aktiv zu blocken oder platziert zu schießen - der Schuss muss kein Endschlag sein. Oder insbesondere einen Seit-/Überschnittaufschlag scharf zu beantworten. Im Ergebnis wünsche ich mir eine hohe Sicherheit mit der RH mit der Möglichkeit, „zustechen“ zu können für Endschlag bzw. Vorbereitungsschlag für NI-Angriff.
Absolut. Die staerke in den KN liegt genau dort. Ich persoenlich konnte dies aber noch immer nicht so gut mit Stoereffektnoppen wegen des fehlenden ‚greifens‘, inkl. Bei D.Tecs. Das ist beim Greenstorm schon viel besser, aber noch ausbaufaehig.
Ich wuerde hier dann eher zu den nicht so stoerigen KNs raten. Aber wie gesagt, Du musst erstmal Gefuehl aufbauen, ansonsten brichst Du das Experiment sofort wieder ab.
Hm, nicht ganz leicht zu beschreiben. Kann sein, dass der Sternenfall mit dem Holz oder mit meiner Hand nicht harmoniert.
Ich hatte nicht so die gewünschte Ballrückmeldung. Angriffe klappten überhaupt nicht
Holz und Belagskombis sind absolut NICHT zu unterschaetzen. Manche Belaege brauchen ein anderes Holz (weich, steifer, haerter, schneller etc), damit sie zur Geltung kommen. Ist vielleicht einen Test mit einem anderen Holz wert? Wenn Dein Holz aber gesetzt ist, muesstest Du eben dann anders ausweichen.
Ansonsten werde ich wohl nur noch mit dem Burnout, dem Spinpips und ggf. mit dem Hellfire mit 0.5mm-Schwamm (für bessere Abwehr) testen
Also ich denke der Spinpips wird eben der ungefaehrlichste sein und Dir schnell zeigen, ob Dir das liegt bzw. Du offen waerst hiermit zu beginnen. Wenn Du es bist, super cool. Braucht viel Training, ist aber auch high reward.

Das bedeutet aber vermutlich auch, dass Du ERSTMAL Spielstaerke verlierst bevor Du sie aufbaust. Als ich aufhoerte hatte ich so ungefaehr 1750 TTR, bin dann auf NI und habe bestimmt so 100-150 Punkte verloren erstmal. Und bin jetzt 1 Jahr spaeter aber ueber den 1750. Das braucht also Zeit und Commitment.
[…] und bin mit meinem jetzigen Belag dabei, mein Spielsystem zu erweitern: Von Tischnah auf Abwehr mit Wechsel zu Tischnah und viel Drehen. Klingt chaotisch, aber der rote Faden ist, dass ich verdammt nochmal meine schwache Rückhand hinbekommen möchte und mir
Also, durch variables Spiel dein Gefuehl fuer die RH zu gewinnen ist super, kein Ding. Oft ist ja dann rumgurken und nur ganz leicht Baelle anlupfen gut, um ueberhaupt ein Gefuehl zu erhalten. Bei mir musste ich vor allem erstmal ueberhaupt die richtige Muskulatur aufbauen. Ich hatte zu Beginn keine Kraft, meine Sehnen ware schnell ueberlastet und keinen Handgelenkeinsatz weil ich das eben von den GLN gar nicht konnte. Aber Du musst schon sukzessive auf das hinarbeiten, wo Du hin willst. Wenn Du drehst, und Abwehr spielst und dann wieder zum Tisch, dann wirst Du vermutlich nicht genug Baelle trainieren, die Dich dann so richtig weiter bringen fuer das Spiel was Du fuer deine VH brauchst, i.e. US ankontern oder TS, mit RH flippen, Schuss auf leere Baelle und auf TS.
[…]dadurch eine Steigerung von ca. 70-100 TTR-Punkten erhoffe, welche ich zu Z-Ballzeiten hatte.
Siehe oben. Staerker zu werden auf LANGE Sicht ist eine gute Ambition. Aber Das wird vermutlich eher so 6 – 12 Monate dauern. Wie gesagt, Spielstaerke bricht vermutlich erst ein bevor sie auf das alte Level zurueck kommt und dann waechst. Wenn Du jetzt dich auf diese 70 TTR fixierst, wirst Du vermutlich nur frustriert sein und dein Experiment bald beenden.

Ein letzter Input: Nicht alle Leute die eine LN spielen muessen auf eine MLN oder KN wechseln damit sie den schnellen und leeren Aufschlaegen nicht komplett ausgeliefert sind.
Drehen ist sehr anspruchsvoll aber machbar (siehe z.B. Luca Mladenovic der sowohl dreht als auch schnelle Aufschlaege ziemlich flach und lang zurueckspielen kann sodass der Gegner nicht direkt draufpreschen kann) und auch sonst den Ball stoerend und flach retournieren mit den LN (Ammirezza Abbasi).

Wenn Du noch ein bisschen mehr Lesen willst, wie Die Reise fuer mich bisher war, kannst Du gerne hier nachlesen oder mir eine PM schicken.

viewtopic.php?t=40496

Und letztes Wort:
70-100 TTR kann man oft viel schneller herausholen, wenn man so richtig seinen Spielaufbau verbessert, und hier ist eben Aufschlag & Rueckschlagtraining wichtig – das macht eh fast immer 70% des Spiels aus, weil es entscheidet, was Du ueberhaupt einsetzen kannst. Hier empfehle ich die Videos und Tipps von Philipp Floritz.

https://www.youtube.com/watch?v=Hdu-brNM8Tk
DefensivNeuling
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Re: Erwäge Umstieg von LN auf KN: Fragen

Beitrag von DefensivNeuling »

Hallo TT Schlumpf

interessanterweise hatten wir gestern Abend ein Spiel gegen eine sehr Kurznoppen-lastige Mannschaft und einer meiner Gegner im Doppel hatte einen Spinlord Degu montiert, den ich als sehr unangenehm wahrgenommen habe. Die Noppe erschien sehr schnittunempfindlich, bremste den Ball deutlich ein beim Blocken und erlaubte dem Spieler aber auch flach wegtauchende Offensivbälle. Nach dem ersten Satz hab ich extra nochmal nachgefragt, ob das wirklich eine KN ist, weil ich das Verhalten sehr komisch fand. Vielleicht könnte das eine Option für den Umstieg sein.

Viele Grüße
DN
Noeppchen
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Re: Erwäge Umstieg von LN auf KN: Fragen

Beitrag von Noeppchen »

Guter Vorschlag! Der Degu ist eine sehr gutmuetige und sehr weiche Noppe mit der man variabel spielen kann. Das waere vielleicht wirklich was, wenn Dir der weiche Schwamm zusagt. Ich persoenlich finde ihn zu weich und schwammig, aber damit kann man leicht eroeffnen und auch sehr gut des Tempo rausnehmen.
TT-Schlumpf
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Re: Erwäge Umstieg von LN auf KN: Fragen

Beitrag von TT-Schlumpf »

Vielen Dank für eure Antworten, gerade auch an dich Noeppchen für deine ausführliche, differenzierte und wirklich klasse Antwort! Ich nehme da wirklich was mit.

Was ich auf alle Fälle mitnehme und wo ich auch wirklich dabei bin: Nicht auf den TTR-Wert schauen, sondern darauf, weswegen ich/wir eigentlich Tischtennis spielen: Weil es Spaß macht :ok: .
Und Geduld ist in der Tat vonnöten - insbesondere, weil sich nicht nur die Techniken, sondern auch die Spielweise stark verändert. Ich habe von jemand anderen den Tipp bekommen, mit den langen Noppen die Punktspiele zu spielen und mit den kurzen Noppen zu üben - was er auch tat und Erfolg nach ca. einem halben Jahr dabei hatte. Ich bevorzuge doch diesen Weg statt mich sukzessive von Belag zu Belag vorzuarbeiten.
Und ja, Kontrolle ist da A und O - sehe ich genauso wie du. Mit meinen LN habe ich nur begrenzte Kontrolle. Zudem sehe ich es exakt wie du, dass viel Spieleröffnung trainiert werden sollte.

Jedenfalls testete ich zwischendurch den Spinpips. Dieser Belag ist nix für mich - offenbar passt er nicht zu meinem Holz.

Dann gab mir einer aus dem Verein der mein Spiel ziemlich gut kennt, den Tipp, den Tibhar Super Defense mit 0.5 mm Schwamm zu testen. Ich klebte diesen Belag drauf und spielte ca. eine Stunde damit. Eine sehr interessante Option: Man kann damit blocken, abwehren, Schnitt variieren, aber auch gedrückte unangenehme Blocks durchführen.

Dann aber sah ich beim Punktspiel einen gegnerischen KN-Spieler, der mit seiner Rückhand (Neubauer Killer, max) fast alles machen konnte: Eklig blocken, Spiel eröffnen, Aufschläge mit unangenehmen Treibschlägen eröffnen. Der Gegner erzählte, dass er seine LN entfernte und diesen Belag drauf klebte und "sofort" loslegen konnte. So ließ ich mir seinen Belag zeigen und machte ein paar Bälle damit. Fühlte sich richtig gut und kontrolliert an. Diesen Belag bestellte ich, ersetzte den Tibhar-Belag durch den Killer und testete ihn gestern ausführlich. Mein Spiel ändert sich dadurch komplett, Störeffekt ist natürlich verschwunden, aber ich habe vielmehr Möglichkeiten! Spielte im Training damit gegen einen, der knapp 100 Punkte mehr als ich hat und mit langen Noppen spielt. Toll war, dass ich tatsächlich in seine leeren NA-Bälle rein kontern und so Druck erzeugen konnte. Ich verlor im 5. Satz 9:11 - er spielte richtig gut. Bisher verlor ich sonst immer 1:3. Danach gegen einen, der ca. 100 Punkte weniger als ich hat und den ich im 5. Satz besiegte. Es gelangen mir richtig gute Bälle dabei (z.B. kurze Blocks, Schüsse direkt aus dem gegnerischen Schupf, wenn der US nicht so stark war oder die giftigen KN-Konterschläge). Somit werde ich damit trainieren zumal ich da Potenzial sehe und besagter Killer die für mich - mit Abstand - kontrollierteste KN bisher ist.

Ist die Halbserie vorbei, werde ich gleichzeitig den Tibhar Defense auf dem anderen Schläger testen. Macht halt Spaß und ist interessant.

Mal schauen - ich werde weiter berichten.
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