Spinfire SOFT

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Holg
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Re: Spinfire SOFT

Beitrag von Holg »

So, erstes Training mit dem Spinfire SOFT in 1,8 auf den Bogen. Andere Seite schmückt ein Sternenfall Pro OX.
Er ist ja ziemlich weich und fühlt sich auch beim Spielen so an.
Ich fand ihn aber nicht zu schwammig oder matschig und er hat auch keinen nervigen Katapult (ohne super langsam zu sein)
Er ist schon ein gutes Stück langsamer als der normale Spinfire, aber das war ja zu erwarten und wäre sonst auch irgendwie physikalisch unlogisch.
Wenn man fest schlägt, kommt immer noch ganz gut was raus. Sieht man ja auch im Video von Andrea.
Ich empfand ihn tatsächlich super kontrolliert und konnte ohne irgendwas bewußt anders zu machen direkt gut damit spielen.
Block und Schuss klappen immer noch sehr gut und ich fand ihn auch überraschenderweise nicht schnittanfälliger, als den normalen.
Blocks bleiben flach und tatsächlich lässt sich passiv etwas Tempo rausnehmen. Die von Rapo gewünschte Dämpfung würde ich also bestätigen.
Was mit dem Softi wirklich viel einfacher geht sind Topspins. Es ist natürlich nicht super viel drin, aber man kann easy eröffnen und auch von etwas weiter weg noch mit etwas Bogen ziehen. Ich kenne noch nicht ganz so viele KN, aber das ging bisher mit keiner anderen, die ich gespielt habe, so kinderleicht.
Unser Abwehrer war heute leider nicht da, so das ich noch nicht weiß, wie es gegen stärkeren Unterschnitt aussieht.
Die Schattenseiten:
Die Bälle sind für die Gegner nochmal Noppen innen ähnlicher und langsamer und daher auch leichter zu retournieren. Auch Schupf Bälle hatten gefühlt etwas weniger Schnitt.
Insgesamt ist der normale in allem giftiger (aber auch deutlich schwerer zu bändigen).
Ich habe lange keinen so weichen Belag gespielt, weshalb ich mir nicht 100% sicher, wie es sich anfühlt, wenn der Ball auf das Holz durch schlägt. Bei ein paar harten Schlägen fiel mir der Ball aber unerwartet ins Netz. Vielleicht müsste ich den sogar dann in 2,1 spielen
Ich habe noch keinen Waran 1 gespielt, aber könnte mir vorstellen das der SFs, so ähnlich ist, wie ein Waran in super griffig. Ich hoffe, der Schwamm hält eine Weile und er hat nicht männliche Haltbarkeitsproblemchen, wie der weiche W1.

Fazit: interessante Leichtspiel KN mit hohem Spinpotenzial und toller Kontrolle
Wird erstmal weiter getestet.

PS: Nur zur Sicherheit: Ich kriege nix vom Materialspezialisten und kenne auch nur sehr wenige seiner Beläge.
Wenn ich den Belag scheiße fände würde ich es hier auch schreiben!
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nordnoppe
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Re: Spinfire SOFT

Beitrag von nordnoppe »

Hab mir das Teil auch mal besorgt. Test in der freien Wildbahn erst nächste Woche. Was auffällt: Beim rübersteichen zischt das Teil wie eine Giftschlange, Indiz für hohen FKE, auf jeden deutlich lauter als ein Waran1. Ich schätze 1.5mm ist nicht im Programm, da es hier sonst häufiger zum Durchschlagen gekommen wäre. Langsamer? Eigentlich soll der Waran II schneler sein als der Waran 1, ebenso soll der Spinfire schneller sein als der Softe, habe ich noch nie so empfunden, da beim W1 und SFSoft ein massiver FKE im Spiel ist, d.h. für mich sind die FKE-Boliden schneller als SF & W2.....
Haupt-Schläger
BTY VL // VH Waran 1.5mm // Keiler II 1.5mm
Schläger Doppel
BTY VL // VH Waran 1.5mm // RH 388C1 1.0mm
Gegen LN/Antis
BTY Keyshot light //Palio Flying Dragon 1.0 // Nashorn 1.0

Schon mal gespielt:
Pluto, Degu 1 & 2, 889, 889-2,Uranus, MilliTal II, 888, Burnout, FS802-1, FS 802, FS 802-40, FS799, Diamant, KingRoc, KoKu 119II , 8228A, KoKu 110, Greenstorm, Firestorm....
Holg
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Re: Spinfire SOFT

Beitrag von Holg »

nordnoppe hat geschrieben: Sonntag 16. Juni 2024, 21:43 Hab mir das Teil auch mal besorgt. Test in der freien Wildbahn erst nächste Woche. Was auffällt: Beim rübersteichen zischt das Teil wie eine Giftschlange, Indiz für hohen FKE, auf jeden deutlich lauter als ein Waran1. Ich schätze 1.5mm ist nicht im Programm, da es hier sonst häufiger zum Durchschlagen gekommen wäre. Langsamer? Eigentlich soll der Waran II schneler sein als der Waran 1, ebenso soll der Spinfire schneller sein als der Softe, habe ich noch nie so empfunden, da beim W1 und SFSoft ein massiver FKE im Spiel ist, d.h. für mich sind die FKE-Boliden schneller als SF & W2.....
Bin sehr gespannt auf Deine Eindrücke, wenn Du ihn gespielt hast! Hast Du auch 1,8?
Wenn du mit dem Zischen dieses Quietschen meinst, was er macht wenn man mit Hand oder Ball über die Noppen streifst, dann liegt das mMn nur an der hohen Griffigkeit des OG (machen der normale Spinfire und die Firestorms auch). Einen starken FKE (oder gar massiven) hat er beim Spielen wirklich nicht und macht da auch keinerlei Sound, wie ein weicher Tensor. Ich denke, ein Waran 1 ist da sicher lauter (kenn ich nur von Gegnern) und vermutlich auch katapultiger.
Der harte Spinfire ist bei harten Schlägen wirklich deutlich schneller als der Softe. Beim Versuch mit besonders harten Schlägen, ihm das Max Tempo zu entlocken, bin ich mit dem Softi (wahrscheinlich) teils auch auf‘s Holz durchgekommen. Muss das Dienstag nochmal genauer untersuchen.
LG
Holger
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pelski
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Re: Spinfire SOFT

Beitrag von pelski »

Der Belag ist echt gut nur ist er mir auf meinem weichen Holz das ich spielen will dann insgesamt nur einfach etwas zu weich.
Gebe ich also nach Neukauf und nur einer Spielstunde wieder ab.

viewtopic.php?t=44283
Holg
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Re: Spinfire SOFT

Beitrag von Holg »

Heute (bzw. gestern) zweites Training damit. Durchschlagen auf den Schwamm eher kein Problem, ist mir zumindest heute nicht mehr aufgefallen.
Gefällt mir weiterhin gut. Test gegen Abwehr lief ebenfalls positiv (3:1 gewonnen gegen 1700)
Ich denke, der bleibt noch ne Weile drauf.
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Stefan W.
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Re: Spinfire SOFT

Beitrag von Stefan W. »

Vorab kurz zu mir zum einordnen meiner Eindrücke:
Wiedereinsteiger nach ca. 4-5 Jahren Pause (damaliger TTR 1603 - Höchstwert 1674)
Bisheriger RH-Belag: MSP Hellcat 2,0mm auf einem Donic Epox Topspeed

Vergangene Woche meine erste Einheit mit dem Spinfire Soft (1,8mm) absolviert.
Ich hatte eigentlich keinerlei Erwartungen an dem Belag.

Erste Überraschung bereits beim Einkontern.
Abtauchende Bälle wie beim Hellcat. Das war für mich sehr überraschend und kommt mir natürlich entgegen, da ich diesen Effekt zum provozieren von Fehlern gerne nutze.
Außerdem ist er äußerst kontrolliert und läd ein, den Ball munter hin und her zu spielen ohne dabei auf die Schlägerhaltung achten zu müssen. (NI ähnlich zu spielen)

Block:
Geht einfach und kontrolliert von der Hand. Auch hier muss man nicht wirklich aufpassen was von der anderen Seite kommt. Schnelle Tops, Tops mit viel Spin geht alles recht einfach.
Was für mich neu war, dass der Belag Geschwindigkeit aus den Bällen nimmt, und somit muss sich der Angreifer immer wieder etwas umstellen. Nachteil, dadurch wird das eigene Spiel ausrechenbarer.

Eröffnung:
Lange Bälle: Auf Unterschnitt für mich noch etwas gewöhnungbedürftig. Ich hatte das Gefühl, dass der Belag etwas härter ist als der Hellcat und somit tat ich mich anfangs etwas schwer. Nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, gings jedoch ganz ok. Noch etwas unplatziert aber ok.
Kurze Bälle: Aufmachen ging sehr einfach. Kurz legen ging immer in die Hose. (zu lang, runtergefallen...)
(Anmerkung: Hier suche ich die Fehler bei mir. Im Prinzip kann man festhalten, man hätte mir auch eine Pfanne geben können, dass Ballgefühl fehlt noch.)

Schuss im offenen Ballwechsel:
Schau mer mal ob das nur eine Eintagsfliege war, aber ich habe noch nie so sicher Bälle abgeschossen wie mit diesen Belag.
Aber ich muss aufpassen nicht zu hart zu spielen, da der Belag auf dem Holz sehr schnell ist und somit sind Fehler nicht ausgeschlossen.

Offenes Spiel:
Hier komme ich an dem Punkt bei dem mich der Hellcat immer genervt hat und der Spinfire mich wirklich überzeugte.
Bälle lassen sich mit einer Topspinbewegung sehr gut spielen und das "nachgehen" mit tempoverschärfung klappte kontrolliert bei gutem Gefühl und provozierte viele leichte Fehler.
Besonders interessant empfand ich, dass dies auch gilt, wenn man mal nicht optimal zum Ball steht.
Wird man von der Platte gedrängt ist es ebenfalls möglich den Schläger einfach mal hinzuhalten. Diese beiden Dinge waren immer ein Problem beim Hellcat. Da ging nichts ohne aktive Bewegung bzw. sauberen Stand.

Schupf ist selbe Thema wie bei der Eröffnung. Ohne großes Gefühl geht da leider wenig. Einmal zu lang, einmal zu kurz (denke das klammer ich mal vorerst aus)
Auffällig war auch, dass eine gute Portion Spin in den Bällen ist.
Das hat meinen Trainingspartner ebenfalls überrascht. Einfaches "abschießen" oder "schnelle Tops" sind somit schwieriger gewesen. Nach ein paar Fehlern verzichtete er auf diese Varianten.

Erstes Fazit:
Von keiner Erwartung zu jetzt bin ich gespannt wo die Reise hingeht.
Wirklich ein interessanter Belag für mich.
Hoffe das ich den fehlenden Touch bald wieder finden werde und freue mich auf weitere Einheiten
H: Epox Topspeed
V: BlueGrip S2
R: Spinfire Soft
Holg
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Re: Spinfire SOFT

Beitrag von Holg »

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
nachdem ich den Soft nun eine Weile probiert habe, werde ich mich leider wieder davon trennen und weiterhin mit dem normalen Spinfire ins Rennen gehen.
Gegen schwächere Gegner und passive Spieler hat der Soft durchaus Vorteile (leichte Eröffnung auf Bälle mit wenig Schnitt usw.).
Gegen stärkere und Leute, die feste und variabel angreifen, sind meine Blocks mit dem Soft nicht stabil genug.
Auch Schupf auf stärkeren US geht mir öfter mal ins Netz.
Das mag durchaus ein Skill- und kein Equipmentproblem sein, aber ich mach mit dem harten Spinfire einfach weniger Fehler bei gleichzeitig höherer Durchschlagskraft.
Ich vermute, eine kN mit so weichem Schwamm müsste für mich weniger griffig sein.
Eventuell wäre ein Spinfire Medium in ca 45* perfekt für mich.
Bogen - Spinfire Soft 1,8 - Sternenfall pro OX
nordnoppe
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Re: Spinfire SOFT

Beitrag von nordnoppe »

hab den SFS jetzt ein paar mal gespielt. Holz Viscaria light.Auf dem Viscaria light klebt normalerweise ein WARAN I in 1,5mm. Wahrscheinlich bin ich nicht sensibel genug...habe jedenfalls keinen grossen Unterschiede zwischen den beiden Belägen feststellen können. Der SFS ist ein ticken weicher, einen ticken schneller und macht genau so viel Krach wir der Waran I, Daher die Gretchenfrage: Wie lange hält der Schwamm des SFS, wenn deutlich länger als der WARAN I, dann wäre der SFS eine gleichwertige Alternative für mich, wenn gleich lange dann ist der WARAN I im Rennen, weil dann deutlich günstiger----bin mal gespannt was die Zeit bringen wird....
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Schon mal gespielt:
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Stefan W.
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Re: Spinfire SOFT

Beitrag von Stefan W. »

Review nach 5 Einheiten:

Pro:
- Blocks empfinde ich bei allen ankommenden Bällen als sehr angenehm und sicher.
- Konter+Platzierung: Das Abtauchen des Balles sorgt für viele einfache Punkte. Platzierungen lassen sich im Großen und Ganzen gut umsetzen.
- Schuss: bleib dabei, ging mit keinem Belag so gut wie mit diesem.
- Eröffnung auf kurze Bälle: für mich der Paradeschlag, dass klappt wirklich sehr gut.
- Geschwindigkeit: im Großen und Ganzen eine ausgewogene Mitte. Hier und da würde ich mir etwas mehr Kontrolle wünschen (Schupf)

Contra:
- Eröffnung auf halb- oder lange US: Habe hier immer mehr das Gefühl, dass der Stand zur Platte als auch der Stand zum Ball enorm wichtig ist. Stimmt die Gleichung nicht, dann fallen mir die Bälle ins Netz oder hinten raus.
- Halbdistanz: wie bei vielen NA eher als Notlösung gedacht. Aber Rettungsbälle lassen sich zumindest zurückspielen ohne den Ball innerlich bereits abzuhaken.
- Schupf: wirklich sehr gewöhnungsbedürftig. Bin im letzten Training dazu übergegangen mit längeren Armbewegungen zu agieren und weniger aus dem Handgelenk. Für mich eher schwierig, da ich immer mehr Handgelenk eingesetzt habe.
- Kurzlegen: s. Schupf; dadurch das man kurzlegen möchte fallen die Bälle entweder runter oder werden zu lang.

Ohne Bewertung:
- Schnitt rausnehmen beim Schupf: der Grad zwischen zu hoch/zu kurz und dem Ball mit dem richtigen Trefferfenster ist sehr schmal. Kann ich nach wie vor mit einem normalen NI immer noch am besten.
- Wischen ist jetzt eine Technik die ich nie wirklich trainiert habe. Mal als Notschlag ging das schon, aber kann man schon mal einstreuen. Hier sind sicher andere besser als ich.
- Chop Block hatte ich mir zu Zeiten des Hellcats angewöhnt und war auch immer für einen Punkt gut. Bisher hatte ich noch nicht wirklich die Möglichkeit das mal ausgiebig zu testen. Gefühl: eher schwierig mit dem SFS.
- Man hat die Möglichkeit einigermaßen Spin die Bälle zu bekommen. Dadurch sind Variationen möglich. (Bisher auch nicht mehr Fachgebiet - scheppern muss es :lol: )

Fazit:
Werde erst mal weiterhin an den Basics arbeiten. Schupf und Eröffnung. Wie bereits angemerkt, habe ich oft das Gefühl, dass ich leichte Fehler mache wenn nicht richtig zur Platte und zum Ball stehe.
Ich habe über die Jahre einige Nöpplis in die Finger bekommen und neben dem Hellcat gefällt mir der Spinfire Soft bisher am besten vom "Spezialisten".
Der Firestorm war mir zu schnell und zu harmlos. Der Legendfire ist für mich vergleichbar mit dem Spinfire. Vllt. etwas kontrollierter aber dafür ohne das berühmte Abtauchen.
H: Epox Topspeed
V: BlueGrip S2
R: Spinfire Soft
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