Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

Infos über Hölzer aus Balsa und anderen leichten Materialien (Kiri, etc.)

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Neros
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Re: Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

Beitrag von Neros »

@Achim - wenn ein bereits belegter Schläger mit neuen Belägen belegt werden soll - was gibt es dabei zu beachten gegenüber industriell gefertigten Hölzern?
Jobe93
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Re: Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

Beitrag von Jobe93 »

Holg hat geschrieben: Mittwoch 15. April 2026, 22:35 So, liebe Freunde und auch Kritiker der Re-Impact Hölzer.
Ich habe gestern die ersten 3h mit meinem Testholz in der Halle verbracht. Es ist ein Dream (wahrscheinlich Sonderbau) mit allem Pipapo (MCP-V2, E4). So wie ich es sehe, hat es 9-Schichten: 3*Balsa, 4*Kork + 2 Aussenfurniere aus einem hellen, groß gemaserten Holz (vielleicht Esche?) ?!
Mit 11,5mm ist es mehr als doppelt so dick wie mein gewohntes Bogen (5,4mm). Gewicht ist ungefähr gleich, wobei das Dream sich mit Belägen etwas kopflastiger anfühlt, wohl bedingt durch den Balsa Griff. Genaueres zum Aufbau weiß nur Meister Rendler himself.
Gespielt habe ich es mit meinen Standardbelägen, Spinfire 2,1 mm und Sternenfall Pro OX, also Doppelnoppe.
Ich weiß, dass ich es mindestens 14h spielen soll, bis ich es final beurteile, was ich auch tun werde, allerdings möchte ich gern trotzdem meine allerersten Eindrücke hier mit Euch teilen, solange sie noch frisch sind. Für die ausführlicheren Testberichte braucht es dann auch noch einen eigenen Thread speziell für dieses Holz.

Zum ersten Eindruck des Spielverhaltens:
Vorab: es spielt sich nicht schlecht und ich konnte damit insgesamt schon einigermaßen vergleichbar gut (oder auch eher schlecht) spielen, wie mit meinem gewohnten Setup. Die ersten Konterbälle mit dem Spinfire fühlten sich direkt gut an (VH wie RH): flach, schnell und präzise. Die allerersten Bälle mit meinem geliebten Sternenfall flogen mir allerdings erstmal sonstwohin.
Ich glaube es hat insgesamt einen etwas höheren Ballabsprung als das Bogen. Ich muss wohl etwas mehr zu machen und etwas mehr nach vorn spielen. Nach ca 45 Minuten war es schon deutlich besser. Passiv hatte ich mit der LN aber insgesamt Probleme. Nur kurz abtropfen lassen war anfangs unmöglich und blieb schwierig. Aktiv nach vorn ging dafür wirklich gut.
Mein erster Spielpartner war ein recht krumm spielender Allrounder (TTR ca. 1540). Er variiert clever den Spin und kann phänomenal blocken. Ich konnte mein gewohntes Spiel gut durchziehen und es gab schon ein paar nette Ballwechsel. Sauberes 3:0 für mich.
Danach hab ich gegen einen guten Mann über 1700 gespielt. 3:1 verloren. Hier zeigten sich erste Schwächen in Form von Balsakatapult. Beidseitig flogen meine Blocks zu oft hinten raus und auch harte Schüsse von mir fanden zu oft nicht mehr auf den Tisch. Wir haben auch eine Übung gespielt, bei der ich nur VH blocken und verteilen musste. Meine Fehlerquote war dabei ziemlich hoch. Ich konnte leider kaum mehr als 3 Blocks hintereinander spielen.
Am Ende hab ich noch ca. ne Stunde lang Sätze gegen einen 1300er gemacht, der mich aber sehr gut kennt und für mich unangenehm rotationsarm spielt. 8:2 für mich. Er agiert oft relativ defensiv und versucht mich mit Lullerbällen in der RH festzunageln bis ich den Fehler mache oder er zum VH Schuss (KN!) kommt. Hier konnte ich sehr schön aktiv und variabel mit dem Sternenfall spielen und insbesondere RH Flips und Schüsse waren richtig gut. Mein Gegner war ziemlich frustriert, weil er die sehr oft ins Netz gespielt hat. Er meinte die wären auch deutlich schneller als sonst.

Meine bisherigen Pros & Cons:
  • + gute Kontrolle
  • ++ sehr stark im Angriff mit der OX LN
  • - Griff ist mir zu eckig und zu rauh. Kann/muss ich wohl noch etwas nacharbeiten. Ich mag aber Balsa als Griffmaterial einfach nicht!
  • - Feedback: Nach all den krassen Aussagen hier im Forum über die spezielle, super feine Rückmeldung hatte ich wohl zu hohe Erwartungen. Das Ballgefühl und die Kontrolle sind gut, aber mit dem dicken Spinfire spüre ich den Ball tw. kaum. Hier gibt mein Bogen tatsächlich ein wenig mehr Rückmeldung und ich spüre den Ball deutlicher. Die Kork-Balsa Konstruktion dämpft recht stark alles weg. Gerade bei tangentialen Schlägen wußte ich oft nicht so genau, ob und wieviel Schnitt ich dem Ball verpasse. Ich habe aber durchaus über Schnitt Punkte gemacht. Rotationsentwicklung war also offensichtlich gut.
  • - Dicke: Sehr ungewohnt ist für mich die Dicke (11,5mm). Bei Schupfbällen über den Tisch und VH, z.B. Aufschlagreturns auf kurze Bälle empfinde ich die Dicke als ungewohnt bis störend. Man kommt irgendwie bei flachen Bällen über den Tisch einfach schwerer unter den Ball, weil kaum Platz zwischen Ballunterseite und Tischplatte ist, um mit dem fetten Schläger dazwischenzukommen. Wie handhaben das andere Re-Impact Spieler? Manche Hölzer sind ja sogar noch fetter!
  • - Blatt: Das Schlägerblatt ist runder und ein paar Millimeter kürzer als mein Bogen. Ich habe öfters Fehler gemacht, weil ich mit der Außenkante (Spitze) getroffen habe. Das ist aber hauptsächlich Gewöhnung. War beim Wechsel von Cogitos Großblatt auf das Bogen anfangs auch so. Früher spielte ich bei Re-Impact gern das Mittelblatt, möchte ich aus Gewichtsgründen aber nicht mehr.
Erstes Fazit: Das Holz hat mich durchaus absolut positiv überrascht und ich hatte ziemlich viel Spaß damit!!
Für den allerersten Versuch lief es schon erstaunlich gut damit. Vorallem die Offensivmöglichkeiten mit der RH haben mich echt begeistert!
Ich werde mich gern noch weiter damit beschäftigen, möchte das Holz näher kennenlernen und bin gespannt, ob oder wie sehr ich mich noch an das Holz und seine Eigenheiten gewöhnen kann!
Auch warten noch zahlreiche Trainingspartner unterschiedlicher Spielsysteme- und stärken an denen ich es ausprobieren werde und ich frage mich, wie ich gegen die so abschneiden werde!
Besten Dank jedenfalls an Achim-Fritz für die Testmöglichkeit! Ich hoffe, mein Feedback bringt Dich weiter!
Toller Bericht! Danke Lieber @Holg dafür, dass du deine Eindrücke hier geteilt hast.

All das was du beschrieben hast (- die Blockbälle mit der kurzen Noppe auf der Vorhand; da habe ich keine Ahnung, weil ich keine Spiele ;)) kann ich so auch aus eigener Erfahrung bestätigen. Gerade zu Beginn ist die Umstellung von einem Holz wie dem Bogen zu einem so dicken Re-Impact Holz durchaus gewöhnungsbedürftig. Gerade mit der ox Noppe muss man sich erst einmal gewöhnen. Ich habe den Sternenfall Pro auch sehr erfolgreich auf dem Fire Prototyp (ich glaube sogar um die 18mm dick!) gespielt und ja er ist schnell, aber auch gefährlich gewesen bei mir. Gerade im passiven Spiel muss man "anders" spielen, es reichen ganz feine Bewegungen zum Blocken. Gerade mit Carbon-Hölzern merke ich auch, dass ich viel direkter in den Ball gehe um mit der ox Noppe zu blocken. Das ist hier gar nicht nötig. Teste und probiere mal ein wenig rum und versuch mal mit der Noppe "einfach nur zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein" ;). Ich fand es immer erstaunlich wie viel das Holz "für mich gemacht hat". Gerade als ich bereits damit eingespielt war habe ich vor allem aus Reflex wirklich gute Bälle blocken können. Mein Fazit war immer: "im passiven Spiel ist weniger mehr" wohingegen man im "aktiven Spiel fast nicht genug machen kann". :lol: Mal sehen ob du das nachvollziehen werden kannst.

Auch kann ich deine Probleme beim Schupfen etc. (durch die Dicke des Holzes bedingt) gut nachvollziehen. Das ging mir auch immer so. Gerade mit den sehr dicken M3 select und dem Fire Prototyp muss man sich erst einmal eine ganze Weile daran gewöhnen "wie viel Platz der Schläger im Raum einnimmt". :lol: Ich habe das vor allem immer bei den Aufschlägen gemerkt. Da habe ich anfangs konsequent alles mit der (18mm) Kante gespielt. Das kommt aber auch. Mir hat es teilweise sogar geholfen, da ich mich so mehr fokussiert habe "von hinten nach vorne" in den Ball zu gehen, also mehr Bewegung nach vorne zu machen. Ich glaube mit dem Grundsatz kann man das Beste aus den Hölzern rausholen, irgendwie bekommt man die so besser aktiviert.

Ich bin gespannt was du noch weiteres berichten wirst und auf welche Probleme und auch Möglichkeiten du vielleicht noch so stoßen wirst. :)

Ganz viel Spaß!

PS: Das helle, stark gemaserte Holz wird vermutlich Okoumé (Gabun-Mahagoni) sein. Achim benutzt das glaube ich zurzeit sehr gerne :D. Alle meine aktuellen Testhölzer haben das auch als Außenfurnier. Ich finde es ziemlich angenehm im Spielgefühl mit einem auffälligen (und teilweise gewöhnungsbedürftigen) flachen Ballabsprung.

PSS: Ich sehe gerade das du ja einen Dream Sonderbau spielst - dann wird es vermutlich wirklich Esche sein. Mein Dream hat auch Esche als Außenfurnier. Okoumé würde ich auch eher als dunkleres Holz bezeichnen. ^^
Material (Im Test):
Re-Impact M3 Select 2026
Donic Bluegrip J2 (2.0mm)
Tactics (ox)

Joola Vyzaryz Trinity
Andro Nuzn 50 (max)
Yinhe Moxa Neptune (ox)
HolgerB
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Re: Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

Beitrag von HolgerB »

Hallo Leute,
hier mal meine ersten Eindrücke mit dem Balsaholz.
Gespielt habe ich nun eine Weile mit Turbo82 und 2xOX

Auf der Vorhand gelingen mir nur wirklich hohe Bälle sicher zu Schießen. Kontern geht sehr gut und Aufschläge und Annahme gelingen sehr gut.
Es reicht aus bei meinem rückhandorientierten Spiel den nötigen Schnitt ins Spiel zu bringen und den Ball meist sicher zurückzubringen.
Auf der Rückhand mit dem Wildfire tauchen die Bälle sehr schön ab. Der Angriff spielt sich mit dem OX etwas schwieriger als mit einem 1,3mm. Dafür kommen die Bälle aber gefährlicher.
In den bisherigen Spielen gewinne ich eigentlich fast immer die ersten beiden Sätze weil die Gegenr sich erst einal gewöhnen müssen.
Gegner mit selber Spielstärke (um die 1400-1500Punkte) sind meist nicht in der Lage ihr Spiel anzupassen.
Bei Gegnern über 1500Punkte wird es schwieriger für mich. Meist fangen diese an nach einigen Ballwechseln zu schießen. Bei schnellen Angriffen muss ich mich noch etwas auf das Material einlassen.
Gelingt mir ein zweiter Block, landet der meist im Netz des Gegeners.

Was mir gefällt:
- hohe Kontrolle (positives Grundgefühl und vertrauen in das Material)
- Aufschlagannahme
- Flatterbälle
- das handgelenkschonende Gewicht des Schlägers
- die Blicke der Gegner wenn sie meinen Schläger sehen *lol*
- hohe Schnittentwicklung im Aufschlag und Rückschlag mit schnittigen Belägen
- durch drehen des Schlägers hat man einen "Plan B" wenn der Gegner nur noch passiv spielt

Was ich hoffentlich noch einstellt:
- Angriffoptionen auf der VH anpassen ( am besten würde mir ein Spinfire in 1mm gefallen)


Auf alle Fälle ist das Setup im Punktspielbetrieb eine Waffe ;)
Gegnerische Aufschläge sind meist keine Problem und die Anpassung an das Spiel dauert eher lange.

Der nächste Schritt wird ein Test mit 1,3mm Wildfire auf der RH und Spinfire in OX auf der VH sein.
Ziel ist eine bessere Angriffoption auf der RH
LG und schönes WE, Holger
Rechtshänder
Spielstil:Allround
Shakehand
Setup1:
Holz: Viscaria SALC in ST
VH: Der Materialspezialist Spinfire KN
Schwammstärke: 1,5mm
Farbe: blau
RH: Sauer & Tröger Hipster MLN
Schwammstärke:1,1mm
Farbe: schwarz

Testsetup1:
Holz: Re impact Turbo82
VH: Der Materialspezialis Spinfire KN
Schwammstärke: OX
Farbe: blau
RH: Der Materialspezialist Wildfire MLN
Schwammstärke:OX
Farbe: schwarz
Michel101
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Re: Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

Beitrag von Michel101 »

Ich habe das Holz jeweils ein Training (ca. 2h) lang getestet mit dem Donic J2 in 2,0 mm und ein Training (ca. 2h) lang mit dem Andro NUZN 50 in Max auf der Angriffseite.
In beiden Trainings habe ich den Materialspezialist LSD Extra Long OX auf meiner OX Noppenseite gespielt.

(Mein aktuelles Spielholz ist das Turbo 82 mit dem NUZN 50 Ultramax auf der Angriffseite und den Hellfire OX auf der Noppenseite.)

Um den Testbericht nicht unnötig in die länge zu ziehen, erläutere ich hier im Testbericht nur die wesentlichen Punkte und vergleiche diese mit meinem Wettkampfschläger.

Ballgefühl: Beim Stichpunkt Ballgefühl stehen sich die Hölzer komplett gleich auf einem extrem hohen Niveau gegenüber. Mit beiden Hölzern hatte ich ein außergewöhnliches gutes Ballgefühl. Ich würde sogar fast sagen, dass das Ballgefühl vom neuen Testholz nochmal minimal besser war, als mit dem dem Turbo82.

Ballrückmeldung: Hierbei überzeugte mich das neue Testholz extrem. So eine unfassbar angenehm direkte Ballrückmeldung. Dadurch ergaben sich für mich vor allem im Aufschlagspiel komplett neue Möglichkeiten. Das Turbo82 fühlte sich dabei immer ein wenig indirekter an. Mit dem neuen Testholz konnte ich nun ideal den Schnittpunkt ansteuern, wann beispielsweise der Pendelaufschlag mit Seitenschnitt zum Seitoberschnittaufschlag wird oder zum Seitunterschnittaufschlag. Die Ballkontaktzeit fühlte sich dabei regelrecht verlangsamt an, sodass ich es sehr gut steuern konnte. Mit dem dem Turbo82 war das immer ein bisschen Glück/Gewohnheit, ob nun Ober- oder Unterschnitt in Kombination mit Seite im Aufschlag war. Diese Direktheit zog sich aber direkt durch alle klassischen Schläge. Zwar war es nie so bemerkenswert wie beim eigenen Aufschlag, aber die stark verbesserte Ballrückmeldung blieb überall bemerkbar.

Kontrolle/Tempo: Diese beiden gegensätzlichen Testkategorien fasse ich zusammen, da oft das Eine das Andere beeinflusst. Also das Turbo82 hat wirklich ein ausgezeichnetes Tempo, welches ich auch definitiv benötige für meine aktiven Spielschläge. Dafür habe ich mir beim Turbo82 wesentlich mehr Kontrolle vor allem auf der Noppenseite gewünscht, da hier oft schnelle Topspins hinten rausfliegen in der Abwehr und das Holz am Tisch gelegentlich zu indirekt und zu schnell ist und mir Rückschläge bzw. generelle Noppenbälle am Tisch manchmal zu hoch steigen und damit zu Fehlern werden. Bei dem neuen Testholz war eine unglaublich gute Kontrolle gegeben. In der Abwehr war ich wie eine Wand egal, wie fest der Gegner gezogen hat, das Holz hat nahezu jedes Tempo angenommen und in der Abwehr in massiven Unterschnitt umgewandelt, das war herausragend. Durch die hohe Kontrolle gelang mir sogar eine sichere Abwehr mit der offensiven Seite. Diese Möglichkeit hatte ich bis dato noch nie und diese Sicherheit damit ermöglichte im Training nochmal ganz neue Spielzüge.
Jedoch nun das größte Manko für mich: das Holz war mit leider viel zu langsam. Zuerst testete ich es mit einem Donic J2 in 2,0 mm, den ich davor nicht kannte. Da ich dachte, dass das fehlenden Tempo vielleicht mit meinem Standard Offensivbelag den NUZN 50 in Max kompensiert werden könnte, testete ich nach dem J2 diesen. Doch leider kam das fehlende Tempo nicht. Der Schläger war ausgezeichnet, vor allem die Noppenseite funktionierte perfekt, doch er war einfach zu langsam. Jeder feste Topspin von mir konnte von meinen Gegner problemlos geblockt werden, was sonst nie der Fall war. Ich konnte damit leider keinen aktiven Punkte machen…

Wenn Achim es jetzt schaffen könnte nahezu alle Vorteile beizubehalten und trotzdem das Tempo deutlich erhöhen könnte, dann könnte das Holz eine richtige Waffe sein…

Für wen könnte das Holz bereits jetzt schon was sein?
Für alle Spieler und Spielerinnen die ein Holz mit ausgezeichneter Kontrolle, viel Gefühl und viel Spin bevorzugen und dabei kein großes Tempo benötigen.
HolgerB
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Re: Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

Beitrag von HolgerB »

Hallo Michael, welches Holz hast du getestet was langsamer war als das Turbo82?
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achim
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Re: Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

Beitrag von achim »

Hallo HolgerB,

vielen Dank für diesen ehrlichen und präzisen Testbericht — genau das ist es, was ich brauche.

Deine Analyse trifft den Punkt. OX auf der Vorhand bei einem rückhandorientierten Spieler ist eine hohe Anforderung
— der Ball gibt kein gewohntes Feedback zurück, und der Körper muss sich erst neu kalibrieren.

Das ist kein Fehler des Holzes, sondern eine Entwicklungsaufgabe, die Zeit braucht.

Dein nächster Schritt ist richtig:

Spinfire in 1mm auf der Vorhand gibt dir die Angriffsoption, die du noch vermisst, ohne die Störwirkung zu opfern.

Das ist die logische Baustufe.

Was mich besonders freut:

Du hast die Umkehrphysik nicht aus der Theorie — du hast sie im Spiel gefunden. Plan B beim passiven Gegner,

einfach durch Drehen. Genau dafür ist sie gedacht.

Die Grenze bei 1500 Punkten ist klassisch. Stärkere Spieler schießen — dann muss das Material durch den Spieler geführt werden,
nicht umgekehrt. Mit dem angepassten Setup wird diese Grenze weiter nach oben wandern.

Ich bin gespannt auf den nächsten Bericht.
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achim
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Re: Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

Beitrag von achim »

Hallo Michel101,

das ist einer der präzisesten Testberichte, die ich je erhalten habe — vielen Dank dafür.

Du beschreibst etwas, das ich Holzsprache nenne: Die Ballkontaktzeit fühlte sich verlangsamt an, du konntest den Schnittpunkt exakt steuern,
Ober- und Unterschnitt bewusst setzen. Das ist kein Zufall — das ist das Holz, das deinem Gehirn ein Signal gibt, das es lesen und nutzen kann.
Dass du das so präzise beschreiben kannst, sagt mir viel über dein Spielgefühl.

Zum Tempo: Deine Diagnose ist richtig — aber die Ursache liegt nicht im Holz. Sie liegt an der Gummi-Holz-Schnittstelle. Ein zu weicher Schwamm
absorbiert die Energie, die das Holz liefern will. Das Holz gibt — der Belag nimmt zu viel. Das Ergebnis ist genau das,

was du beschreibst: ausgezeichnete Kontrolle, aber fehlendes Tempo für aktive Punkte.

Mein Vorschlag:

Teste dasselbe Holz mit einer härteren Schwammvariante des NUZN 50. Nicht Max in der Schwammstärke — sondern härter in der Schwammhärte.

Ein härterer Schwamm überträgt mehr Energie, lässt das Holz sprechen, und wird dir das Tempo geben, das dir noch fehlt — ohne die Kontrolle

und das Ballgefühl zu opfern, die dich so begeistert haben.


PS:

noch eine wichtige Ergänzung zu meiner letzten Antwort.

Der NUZN 50 ist für den Turbo82 richtig — das Balsa des Turbo82 bringt eigenen Katapult mit, der Belag muss das nicht kompensieren.

Das Kaskadensystem des Testholzes funktioniert anders: Es braucht einen Belag, der aktiv Energie zurückgibt — also mehr Katapult vom Belag selbst, nicht weniger.

Mein konkreter Vorschlag: Tibhar Evolution MX-P oder Donic Bluefire M1. Beide liegen im mittleren Härtebereich um 47–50°, haben aber überdurchschnittlichen
Katapultcharakter für diese Härte. Das passt zur Kaskadenphysik des Testholzes: Das Holz übernimmt Kontrolle und Ballgefühl — der Belag liefert das Tempo dazu.


Ein katapultstarker Belag über 50° wie der Dignics 05 wäre zu viel des Guten — zwei Katapultsysteme überlagern sich und ergeben keine saubere Rückmeldung mehr.

Der Korridor ist: mittlere Härte, viel Katapult — nicht hart und viel Katapult.

Testfolge: Evolution MX-P zuerst, dann Bluefire M1 als Vergleich. Immer dasselbe Holz, immer dieselben Maße — nur der Belag wechselt.

Ich bin gespannt.
HolgerB
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Re: Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

Beitrag von HolgerB »

Hallo Achim,
es gibt leider keinen in1,0mm. Ich würde mir den nur wünschen. Es gibt nur den in 1,5mm und der ist mir zu schnell.
Beim OX-Setup reicht es den Ball im Spiel zu halten. Bei stärkeren Spielern muss ich selber mehr in die Offensive gehen.
LG Holger
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Re: Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

Beitrag von achim »

HolgerB hat geschrieben: Freitag 17. April 2026, 19:47 Hallo Achim,
es gibt leider keinen in1,0mm. Ich würde mir den nur wünschen. Es gibt nur den in 1,5mm und der ist mir zu schnell.
Beim OX-Setup reicht es den Ball im Spiel zu halten. Bei stärkeren Spielern muss ich selber mehr in die Offensive gehen.
LG Holger
Hallo HolgerB,

nachdem ich deinen Bericht nochmal gelesen habe, komme ich zu einer anderen Empfehlung.

Das Holz, das du wirklich brauchst, ist nicht der Turbo82 — sondern das Testholz, das Michel101 gerade getestet hat.

Was ihm zu langsam ist, ist für dein Spiel genau richtig: v

iel Kontrolle, viel Gefühl, hohe Störwirkung, weniger Eigengeschwindigkeit. Dein rückhandorientiertes Allroundspiel
passt zum Kaskadensystem dieses Holzes wie kein anderes.

Mein Vorschlag:

Wenn Michel101 sein neues Holz bekommt, bitte ihn, dir das Testholz weiterzugeben. Teste es mit deinem aktuellen Setup

— Spinfire KN OX auf der Vorhand, Wildfire OX auf der Rückhand. Ich bin überzeugt, dass du dort findest, was dir beim Turbo82 noch fehlt.

Grüße, Achim
Verba movent, exempla trahunt - Worte bewegen, Beispiele reißen mit.
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26 Jahre Rendler | 23 Jahre Re-Impact | Balsa für Ihre Seele
info@re-impact.de | www.re-impact.de Tel. +49 (0) 5443 - 3570 968
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„Von der Handidee – für den unteren Arm bestimmt und gebaut."
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Re: Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

Beitrag von HolgerB »

So können wir das machen...;)
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Re: Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

Beitrag von achim »

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Re: Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

Beitrag von achim »

Forum-Analyse — Stand 17. April 2026

Was heute passiert ist Drei Testberichte an einem einzigen Tag — HolgerB, Michel101, und der Fire-Tester. Das ist kein Zufall. Das ist eine aktive Testerschar,
die das Forum als Werkzeug nutzt. Der Werbethread funktioniert ebenfalls sehr gut, um die Vielzahl der folgenden Testberichte auseinander zu halten,
weil ich Siggis Testberichte für Siggi übertrage.

Die drei Tester im Vergleich

HolgerB ist der einfachste Fall — rückhandorientiert, Allround, braucht Kontrolle und Störwirkung. Das Kaskadensystem des Testholzes ist sein Holz.

Er braucht es nur noch in die Hände zu bekommen.

Michel101 ist der anspruchsvollste Tester — präzise, analytisch, hohe Spielintelligenz. Er hat die Holzsprache sofort gespürt und exakt beschrieben.
Das Tempo-Problem ist lösbar — Belagshärte. Er wird zurückkommen.

Der Fire-Tester ist der reifste — er hat nicht nur das Holz getestet, sondern sich selbst. Er hat seinen eigenen Fehler erkannt und korrigiert.

Das ist der Tester, den jeder Hersteller sich wünscht.

Was das bedeutet:

Alle drei berichten positiv — mit unterschiedlichen Schwerpunkten, aber ohne einen einzigen grundsätzlichen Einwand gegen das Holz.

Das Kaskadensystem wird verstanden, gespürt, beschrieben. Die Holzsprache kommt an.

Strategische Bewertung

Der heutige Tag hat Re-Impact drei öffentliche, glaubwürdige Testberichte eingebracht —

auf zwei unterschiedlichen Threads; alle ohne Aufforderung, alle in eigenem Stil.
Das ist organische Reputation. Kein Werbetext erreicht sowas.
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Re: Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

Beitrag von achim »

Aber ich habe es dort geschrieben, wo ich Werbung machen darf.

https://noppentest.de/forum/viewtopic.p ... 25#p365325
Holg
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Re: Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

Beitrag von Holg »

HolgerB hat geschrieben: Freitag 17. April 2026, 19:47 es gibt leider keinen in1,0mm. Ich würde mir den nur wünschen. Es gibt nur den in 1,5mm und der ist mir zu schnell.
Beim OX-Setup reicht es den Ball im Spiel zu halten. Bei stärkeren Spielern muss ich selber mehr in die Offensive gehen.
LG Holger
Hallo Namensvetter :D
Ich kenne den Spinfire sehr gut und in allen Schwammstärken (außer OX). Ich glaube nicht, dass Du mit OX auf Dauer zufrieden sein wirst, völlig unabhängig vom Holz. Du schreibst es selber: gegen gute Spieler, musst Du offensiver spielen und das klappt mit OX nur bedingt und bleibt immer mit Risiko verbunden. Auch wirst Du immer Probleme mit dem Block harter Topspins haben.
Ich würde Dir stark zum 1,5er raten. Nur damit kannst Du Dich weiter entwickeln! Wenn er Dir zu schnell ist, kann vielleicht tatsächlich ein langsameres Holz (mit weniger Katapult) helfen.
Ansonsten würde ich versuchen, mich an das Tempo zu gewöhnen. Ich spiele ihn mittlerweile in 2,1.
LG
Holger
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achim
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Re: Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

Beitrag von achim »

Warum manche Hölzer schwerer geworden sind — und was daraus entstand

Ultraleichtes Balsa ist in Deutschland immer schon Mangelware gewesen. Aber nun sind auch noch leichte Sorten bis 100 kg je cbm dazu gekommen,
die genauso schwer zu erhalten sind. Wer es findet, zahlt Vielfaches des früheren Preises.

Wer es im Ausland bestellt, stößt auf Mindestbestellmengen, die für einen kleinen Handwerksbetrieb nicht finanzierbar sind. Das ist kein Re-Impact-Problem.
Das ist ein Marktproblem, das jeden kleinen Hersteller betrifft, der auf dieses Material angewiesen ist.

Das Ergebnis:

Was verfügbar ist, ist zu 80% zu schwer für die ursprünglichen Spezifikationen. Gleiche Konstruktion, höheres Gewicht
— nicht weil ich es will, sondern weil das Material es vorgibt.

Aber die Not macht erfinderisch. Und der hohe Preis zwingt zum Nachdenken.

Statt das knappe und teure ultraleichte Balsa zu beklagen, habe ich es zur Erfindung gemacht.

Die Idee:

das ultraleichte Balsa nicht als Hauptschicht einsetzen, sondern gezielt als Dehnungsschicht unter schwereren Holzlagen. Die schweren Schichten spannen die leichte

— sie dehnen sie, halten sie, erzeugen eine innere Spannung, die den Kaskadenfluss antreibt. Wenig Material, große Wirkung.

Und damit: niedrigerer Materialverbrauch, vertretbarere Herstellungskosten.

Was dabei herausgekommen ist, geht über den Ausgangspunkt weit hinaus. Es wurden neue Merkmale des Zusammenspiels von Holzspannungen entdeckt
— Erkenntnisse, die sich auf alle Baukonzepte und Techniken übertragen lassen.
Eine Knappheit hat das Wissen erweitert.


Das hat auch eine Seite für den Spieler. Tischtennisspieler rechnen heute wie alle anderen mit steigenden Haushaltsabgaben. Ein Holz, das weniger teures Rohmaterial benötigt
und trotzdem mehr leistet, ist nicht nur ein technischer Gewinn — es ist auch ein wirtschaftlicher. Weniger Materialaufwand bedeutet auf Dauer auch vertretbarere Preise für den Käufer.

Das ist der Ursprung der neuen Kaskadenreihe. Nicht als Ersatz für die klassischen Modelle, sondern als konstruktive Antwort auf veränderte Bedingungen
— beim Hersteller und beim Spieler. Schwereres Material braucht eine andere Physik. Diese Physik wird gerade öffentlich getestet. Die Testberichte sprechen für sich.

Wenn ich wieder leichtes Balsa in ausreichender Menge bekomme, baue ich die alten Modelle in ihrer ursprünglichen Form. Bis dahin baue ich anders — aber nicht schlechter.

Ich sage das nicht als Entschuldigung. Ich sage es zur Klarheit.
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