Spinlord Feuerstich

Alles über lange Noppen mit normaler d.h. griffiger Oberfläche

Moderator: Noppen-Test-Team

Noppen-Marid
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Re: Spinlord Feuerstich

Beitrag von Noppen-Marid »

Super Review! Vielen Dank! :ok:

Ich spiele im Moment auch Stachelfeuer OX. Mein rotes Exemplar ist schon älter, gar nicht (mehr) klebrig; mein blauer ist neu, ziemlich klebrig (es war sogar schwierig, nach dem Kleben die Folienabdeckung abzuziehen!). Der alte rote wirkt bei mir aber dennoch griffiger als der blaue; sowohl Noppentop als auch die lange Sense gehen mit rot besser. Aber ist das auch "gefährlicher"?
Mit dem Stachelfeuer erziele ich z.B. nicht die Schnittumkehr und auch nicht den Flattereffekt, wie z.B. mit Dornenglanz oder Dtecs. Ein abgestochener Topspin mit den schon oben genannten „gefährlichen“ langen Noppen ist wesentlich schwerer nachzuziehen (zumindest meine Erfahrung). Dafür fallen mir bei Konterschlägen bei eben jenen Belägen die Bälle vom Schläger.

Für mich heißt das (aus meiner Erfahrung und ohne Allgemeingültigkeit): Gegner, die sich kaum mit dem Spiel gegen Noppe auskennen oder ihr Spiel nicht umstellen können ist ein Noppenbelag der Tempo rausnimmt, einen höheren Schnittwechsel generiert usw. völlig ausreichend.

Gegen Gegner, die sich hier auskennen wird es schwieriger. Wenn diese mir einfach leere Rollaufschläge und angehobene fast leere Bälle in die Noppe spielen brauche ich als Spieler der die Noppe am Tisch spielt offensive Möglichkeiten.

Für Spieler die in die lange Abwehr kennen, sehen die Anforderungen an eine Noppe wieder ganz anders aus.
Kelle 1: T&S Zeus; VH: Tenergy 05 (2.1); RH: SL Stachelfeuer ox (blau)

Kelle 2: Dr. Neubauer Bloodhound; VH: Tenergy 05 FX (2.1); RH: BombTalent ox (rot)

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Re: Spinlord Feuerstich

Beitrag von khf »

Der Feuerstich Pro wird auf meinem Zweitholz Yinhe Z5vf getestet. Finde ihn schnell, nicht schwierig zu spielen, aus meiner Sicht ist die Flugbahn der Bälle eher linear. Gut finde ich ihn vor allem, weil er sich recht kontrolliert spielen lässt. Bleibt drauf.
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Re: Spinlord Feuerstich

Beitrag von Holg »

So nachdem hier nun anderthalb Jahre nix passiert ist (scheinbar ist der Belag nicht so beliebt oder verbreitet?) hol ich das Thema nochmal hoch.
Ich habe jetzt ein paar Mal mit dem Feuerstich (Pro) trainiert und bin irgendwie zwiegespalten.
Das ist schon ein feiner Belag und er macht mir Spaß. So ganz hab ich ihn natürlich noch nicht verstanden und entsprechend auch nicht ganz im Griff. Automatismen vom Sternenfall passen nur tw. zum Feuerstich und ich weiß nicht, ob ich mich da umgewöhnen möchte.
Lohnt sich die Mühe für das Mehr an Stör und Schnitt oder baue ich nicht lieber weiter auf den SFpro?

Pros:
+ mehr Schnitt in der Abwehr und bei Hackblocks (letztere schwer bei den Tempo); Abwehr kann schön flach, lang und druckvoll gespielt werden (Timing auch entscheidend)
+ gutes Tempo (Fluch und Segen)
+ guter Druckschupf: flach, schnell, fies
+ manchmal hübsche eklige Eierbälle (Verwandtschaft zum DG erkennbar)

Cons:
- Seine "Dornenglanzigkeit":
- schnittanfälliger, man muss insgesamt achtsamer spielen als mit dem SFpro
- Druck machen is unkontrollierter (viel fällt mir ins Netz)
- Haltbarkeit soll ja auch nicht ganz so super sein (bisher hält er)
- gegen eher rotationarme Bälle mach ich oft Fehler

Ich kann damit durchaus ok spielen, aber gefühlsmäßig bleib ich besser beim Sternenfall.
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Re: Spinlord Feuerstich

Beitrag von Holg »

Auch wenn das hier wahrscheinlich niemanden interessiert, hier mein Fazit zum Feuerstich Pro:
Ich habe den Belag jetzt ein paar Mal gespielt und ich finde ihn prinzipiell ganz gut.
Wer ein eher offensives Störspiel mit Abwehreinlagen praktizieren will, der kann mit dem Belag sicher viel Spaß haben.
Mir hat er teilweise irgendwie einen zu flachen Ballabsprung oder ich bin zu blöd. Jedenfalls schlag ich sehr viel ins Netz und mach generell zu viele Fehler damit. Krieg ich einfach nicht abgestellt.
Ich bin nicht ganz sicher, ob er einfach viel zickiger als der Sternenfall ist oder ob es nur an meiner Gewöhnung an den SFpro liegt. Wahrscheinlich von beidem etwas.
Obwohl er durchaus kontrolliert daher kommt, ist der Stichi jedenfalls bestimmt kein Leichtspielbelag.
Wer ein gutes Händchen hat und mehr Schnitt und Störeffekt braucht, der sollte sich damit beschäftigen.
Ich fühle mich mit ihm nicht zu 100% wohl und will nicht mehr in eine Umgewöhnung investieren.
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Re: Spinlord Feuerstich

Beitrag von arrigo »

Holg hat geschrieben: Mittwoch 28. Mai 2025, 00:17 Auch wenn das hier wahrscheinlich niemanden interessiert, hier mein Fazit zum Feuerstich Pro:
Ich habe den Belag jetzt ein paar Mal gespielt und ich finde ihn prinzipiell ganz gut.
Wer ein eher offensives Störspiel mit Abwehreinlagen praktizieren will, der kann mit dem Belag sicher viel Spaß haben.
Mir hat er teilweise irgendwie einen zu flachen Ballabsprung oder ich bin zu blöd. Jedenfalls schlag ich sehr viel ins Netz und mach generell zu viele Fehler damit. Krieg ich einfach nicht abgestellt.
Ich bin nicht ganz sicher, ob er einfach viel zickiger als der Sternenfall ist oder ob es nur an meiner Gewöhnung an den SFpro liegt. Wahrscheinlich von beidem etwas.
Obwohl er durchaus kontrolliert daher kommt, ist der Stichi jedenfalls bestimmt kein Leichtspielbelag.
Wer ein gutes Händchen hat und mehr Schnitt und Störeffekt braucht, der sollte sich damit beschäftigen.
Ich fühle mich mit ihm nicht zu 100% wohl und will nicht mehr in eine Umgewöhnung investieren.
Hi Holg, deine Beschreibung klingt ein bißchen nach DtecS, kann man den Feuerstich Pro, damit vergleichen?
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Re: Spinlord Feuerstich

Beitrag von Holg »

Hey, da liest ja doch jemand mit :D
Also ich habe tatsächlich gestern zwischen drei Bögen hin und her gewechselt und auf denen klebten Feuerstich, Sternenfall und auch ein DTecs. Insofern kann ich also einen direkten Vergleich liefern.
Ich finde, der DTecs fühlt sich deutlich weicher und indirekter an (mag ich gar nicht).
Dafür "frisst" er manchmal irgendwie Spin und Tempo und selbst hochwertige Topspins kriegt man teilweise flach und eklig gehackblockt.
Der Feuerstich fühlt sich für mich deutlich härter und direkter an und es fehlt ihm jegliches Flummiverhalten. Er hat aber imho ein etwas höheres Grundtempo und absorbiert auch nicht so stark. Hackblocks auf schnellere Bälle sind am Tisch somit eher schwierig. Trotzdem empfinde ich ihn deutlich kontrollierbarer. Er unterscheidet sich schon deutlich vom Sternenfall, aber liegt da doch viel näher dran, als am DTecs.
Mit dem DTecs hab ich jetzt für mich eigentlich wieder abgeschlossen. Da kommen zwar teils abartig geile Bälle raus, aber wenn mir da jemand schnittlos drauf spielt (egal ob aus Unvermögen oder mit Absicht) fliegen mir die Bälle reihenweise sonstwo hin. Da wird TT für mich zum reinen Glücksspiel.
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Re: Spinlord Feuerstich

Beitrag von arrigo »

Ich teste gerade ein bißchen :mrgreen: und der nächste Kanditat ist (mal wieder) ein DtecS auf meinem alten NSD (das ist denke ich gut langsamer als dein Bogen?!). Auch Sternenfall und Feuerstich Pro stehen auf meiner Liste, deshalb mein Interesse an deiner Einschätzung. Den Feuerstich Pro werde ich mir anhand deiner Beschreibung nun auch noch gönnen, wie schätzt du denn den Sternenfall hierzu im Vergleich ein?
OT: Im letzten Training habe ich einen Troublemaker Reloaded getestet, der war super sicher, aber nicht sonderlich eklig, guter Kandidat zum Ball halten.
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Re: Spinlord Feuerstich

Beitrag von Holg »

arrigo hat geschrieben: Mittwoch 28. Mai 2025, 10:19 Ich teste gerade ein bißchen :mrgreen: und der nächste Kanditat ist (mal wieder) ein DtecS auf meinem alten NSD (das ist denke ich gut langsamer als dein Bogen?!).
Jo, ich denke mal NSD wird langsamer sein und natürlich viel schwerer. Wie groß der Tempounterschied ausfällt, kann ich dir nicht sagen. Mein NSD hab ich schon ewig nicht mehr angefasst. Zu schwer.
Den DTecs hatte ich jetzt auch bestimmt 15 Jahre nicht gespielt. Er bleibt für mich eine Hassliebe. Er lockt einen mit genialen Bällen und schlägt dann mit furchtbarer Unberechenbarkeit zurück. :ugly: Der ist super gegen schwächere und gegen Leute, die zwar mit Rotation spielen, aber kein Plan gegen Noppen haben (so ca 1300-1500 vielleicht). Darüber wird es für mich meist zur Lotterie und auf einen Zauberball kommen 7 dumme Fehler.
Auch Sternenfall und Feuerstich Pro stehen auf meiner Liste, deshalb mein Interesse an deiner Einschätzung. Den Feuerstich Pro werde ich mir anhand deiner Beschreibung nun auch noch gönnen, wie schätzt du denn den Sternenfall hierzu im Vergleich ein?
Der Sternenfall Pro ist für mich die absolute Wohlfühlnoppe. Er ist hart, direkt und linear bei mittlerem Tempo. Das komplette Gegenteil vom DTecs. Nach reichlich Eingewöhnung kann ich damit relativ offensiv und schön variabel spielen und es klappen einfach Dinge, die ich mit anderen LN nicht kann oder nicht so reproduzierbar. Druckschupf und Hackblocks sind nicht seine Stärken, aber durchaus gut spielbar.
Der Feuerstich liegt halt irgendwie dazwischen bei klar erkennbarer Spinlord Genetik.
Für mich ist letztlich immer wichtiger den Ball sicher im Spiel halten zu können, als irgendwelche Flatterbälle oder extremer Schnitt. Ab spätestens 1600 erschreckt man damit eh keinen mehr.
OT: Im letzten Training habe ich einen Troublemaker Reloaded getestet, der war super sicher, aber nicht sonderlich eklig, guter Kandidat zum Ball halten.
Interessant. Wie ist der denn im Vergleich zum alten TM (den hab ich ne Halbserie gespielt, fand ich aber furchtbar)
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Re: Spinlord Feuerstich

Beitrag von arrigo »

Zum Vergleich TM - TM reloaded kann ich leider nichts sagen, da ich den Troublemaker nie gespielt habe und den TM reloaded am Montag zum ersten Mal. Apropos mein ca. 30 Jahre altes NSD in Originalgröße, wiegt 84 Gramm... finde ich jetzt nicht allzu schwer :wink: . Ich hatte mal eines aus Anfang 2000 das hatte knappe 100 Gramm, das war schwer :mrgreen:
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Re: Spinlord Feuerstich

Beitrag von Holg »

arrigo hat geschrieben: Mittwoch 28. Mai 2025, 14:01 Apropos mein ca. 30 Jahre altes NSD in Originalgröße, wiegt 84 Gramm... finde ich jetzt nicht allzu schwer :wink: . Ich hatte mal eines aus Anfang 2000 das hatte knappe 100 Gramm, das war schwer :mrgreen:
OK, meins ist ca 15 bis 20 Jahre alt und wiegt so 90g. Im Vergleich zu nem 62g Bogen ist das ne Hantel.
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Re: Spinlord Feuerstich

Beitrag von Wilson9229 »

Ich habe mir mal bei ttdd den Feuerstich Pro und Stachelfeuer Premium bestellt. Weil ich dann nicht widerstehen kann habe ich mir direkt den Feuerstich Pro zum testen drauf gemacht und jetzt 2 Wochen in der spielfreien Zeit getestet und gestern das erste (und letzte der Saison
.) Spiel damit gespielt. Holz ist das Sauer Tröger Black and White.
Die anderen Langnoppen die ich bisher gespielt habe waren Troublemaker und Sternenfall Pro die beide nicht ganz weit auseinander liegen. Beides sind recht sicher zu Spielende Langnoppen mit eher mittlerer US Entwicklung und gutem bis sehr gutem Offensiv Potential, was man aber auch konsequent so spielen muss um gefährlich zu sein (v.a. bei Sternenfall). Störeffekt bei beiden sehr wenig. Troublemaker spielt sich teils fast wie ne Kurz Noppe (s. auch Test von Geblockt). Klasse Teil. Der Feuerstich ist da etwas anders. Er fühlt sich weicher an, die Unterschnitt Entwicklung ist deutlich besser als bei den anderen beiden Noppen. Die Geschwindigkeit ist ebenfalls höher.

Das scheint mir generell ganz gut zu helfen da man damit auch fast aus der Halbdistanz mit den Noppen spielen kann und nicht unbedingt direkt am Tisch spielen muss. Ich schätze für klassische Schnittabwehr Spieler könnte das auch gut sein.
In der Offensive ist die Noppe auch tauglich aber da spielen sich die beiden erstgenannten deutlich linearer und einfacher. Der Feuerstich hat das Problem dass die Bälle nach oben weg flattern können wenn man einen Schuss falsch nimmt, das hat man mit den anderen nicht.

Dafür sind sämtliche Bälle aus meiner Sicht gefährlicher als mit den beiden anderen Noppen. Das Ding ist jetzt nicht die Stör Maschine aber ich habe im Verbandsspiel gestern sehr viel Punkte bzw. Punktvorbereitungen mit druckvollen Schupfbällen machen können die dann entsprechend Geschwindigkeit haben. Mit schnellen Rollaufschlag vom Gegner hatte ich zunächst Probleme weil ich via Druckschupf probiert habe dagegen zu gehen was zwar geklappt hat aber dann wurde ich danach abgeschossen weil er zu hoch kam. Danach habe ich es mit ankontern versucht und da war die Trefferquote zwar noch nicht so hoch aber wenn sie kamen war es fast ein sicherer Punkt. Da kamen ganz seltsame Flugbahnen bei raus. Irgendwo dazwischen liegt also wohl der richtige Weg damit umzugehen...muss man halt üben.

Block und Hackblock gegen Topspin am Tisch gehen wunderbar und können je nach gegnerischem Spin schon richtig ekelig kommen. Selbst beim passiven Block scheint teils ordentlich Zug nach unten zu sein. Wenn man den Hackblock hin kriegt ist die US Entwicklung sehr hoch. Für feste Schüsse direkt am Tisch zu blocken ist die Noppe aber zu flottz vielleicht müsste man den Winkel anpassen aber das habe ich noch nicht ganz raus.

Insgesamt gefällt mir dass man damit sehr variabel spielen kann und auch mal einen Gang zurückschalten und den Gegner machen lassen kann. Der Einschätzung von Holg im Vergleich zu. Sternenfall stimme ich zu, komme daraus jedoch für mich zu einem anderen Ergebnis.

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