Frage zu Eigenschaften bestimmter Hölzer

Wissenswertes über Hölzer, z.B. Infos über Gewicht, Verwendung, Biegefestigkeit, Härte, Steifheit der verschiedenen Furnieren
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Tinski22
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Frage zu Eigenschaften bestimmter Hölzer

Beitrag von Tinski22 »

Hi!

Ich wollte fragen ob mir jemande die Eigenschaften (Härte, Katapult, etc.) folgender Hölzer nennen kann. Nett zu wissen wäre auch noch welche Funiere bei welchen Hölzern (also Off, All oder Def) verwendet werden.

Koto, Limba, Candlenut, Balsa, Basswood, Spruce, Lauen

Ich hoffe mir kann jemand helfen.

Gruß


Martin
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flatulenzio
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Re: Frage zu Eigenschaften bestimmter Hölzer

Beitrag von flatulenzio »

http://www.holzwurm-page.de/holzarten/abisza.htm
http://www.modellskipper.de/Archive/Hol ... nfolge.htm

Ansonsten einfach mal ein wenig nachlesen - bei tt-news gibt es ellenlange Threads mit Informationen, die zu wiederholen hier den Rahmen sprengt...
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billibanni
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Re: Frage zu Eigenschaften bestimmter Hölzer

Beitrag von billibanni »

Zur Fragestellung bezüglich bestimmter Hölzer habe ich mit GrLN ganz interessante Beobachtungen gemacht.

Ich spielte auf der VH bisher einen Palio CJ in 1,8mm. Nun habe ich seit kurzer Zeit einen 2,2ér auf der VH. Mein RH-Noppenspiel (Störspieler am Tisch mit ox-LN) hat sich durch die Steigerung der Schwammstärke auf der VH-Seite merklich verändert. So ist die RH Seite mit den LN katapultärmer und langsamer geworden. Diesen Effekt konnte ich bei den aufgeführten unterschiedlichen Holztypen in unterschiedlichen starken Ausprägungen feststellen.

1. Langsamere Hölzer und vor allem weichere Hölzer wie z.B das Donier Defence nehmen den Noppen zwar Geschwindigkeit und Katapult, was für das Störspiel am Tisch auch seine Vorteile haben kann, aber aufgrund der weichen Auslegung vom Holz, leidet der Störeffekt der LN doch erheblich. So konnte ich z.B den Grass D.TecS auf dem Donier Defence sehr sicher am Tisch spielen, aber die LN spielte sich lange nicht so gefährlich, wie bei den nachfolgend aufgeführten Holztypen.

2. Balsahölzer mit harten Deckfurnier wie WEL oder Balsahölzer mit Carbon wie das Yinhe T-11 eignen sich wiederum gut für das Noppen-Störspiel am Tisch, vorausgesetzt, man kommt mit dem Katapult der Balsahölzer zurecht. Außerdem sind die beiden genannten Hölzer ideal für das eher gerade ausgelegte Block.-und Schuß-Spiel geeignet. Dies liegt u.a. in der sehr geringen Ballkontaktzeit begründet.
Die Kehrseite der Medaille ist, das ich bei Balsahölzern mit hochgriffigen oder klebrigen NI-Belägen merklich weniger Schnitt bei Aufschlägen und im Schupfspiel generieren kann, als wie bei klassischen Hölzern.

3. Klassische Hölzer mit Carbon wie Waldner Carbon oder NSD (in dem Fall verkleinert) sind zwar katapultärmer als wie z.B Balsahölzer, bieten mir aber als Störspieler am Tisch ein lineareres Spielverhalten. Der Störeffekt der LN ist bei den beiden Hölzern als sehr gut zu bezeichnen. Auch die Schnittentwicklung mit hochgriffigen oder klebrigen Hölzern empfinde ich als deutlich ausgeprägter, als bei Balsahölzern.

Mein Fazit:
Für das Störspiel am Tisch eignen sich klassische Hölzer mit Verbundstoffen wie Carbon nahezu ideal. Aber auch klassische Hölzer mit hartem Deckfurnier und insgesamt steifere Auslegung (eine hohe Biegefestigkeit) dürften das Störspiel begünstigen.

Für den eher block.-und schußorientierten Spieler mit wenig TS-Anteilen, dürfte vermutlich mit einem Balsaholz besser bedient sein. Aufgrund der geringen Ballkontaktzeit ist man auch weniger anfällig auf ankommende Rotation.

Für den klassischen Abwehrer, der gerne etwas weiter von der Platte steht, dürften etwas weichere bzw. elastischere Hölzer zur Wahl stehen, da diese Hölzer das US-Spiel einer GrLN begünstigen.

So, das sind meine gemachten Erfahrungen. Sie mögen zwar relativ plakativ und schematisch daher kommen, aber als Entscheidungshilfe oder als erste Vorauswahl sollte es ausreichen.



Uwe

NSD ; VH: Vega Europe ; RH: Xiying 979 ox




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Re: Frage zu Eigenschaften bestimmter Hölzer

Beitrag von Noppenlux »

Hallo Uwe,genau diese feststellung habe ich auch gemacht würde auch gerne mal ein steifes Holz ohne Balsa ohne carbon testen das nicht so schwer ist 75 gr.höchstens sollte vom Tempo her ALLhöchstens All+haben und ein hartes außenfunier,die VH sollte US und TS gut zum spielen sein.Wer kann da was vorschlagen.

Günter
Wer Fehler findet darfse behalten
Holz S&T Black White
VH: Xiom Vega Pro 1,8 mm
RH D'Tecs ox
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flatulenzio
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Re: Frage zu Eigenschaften bestimmter Hölzer

Beitrag von flatulenzio »

Frag' mal bei Stefan (offplay) nach, ob er was entsprechendes selektieren kann...

Gruß
Benny
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Cohan
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Re: Frage zu Eigenschaften bestimmter Hölzer

Beitrag von Cohan »

Hier ist eine (neue, amerikanische, noch verbesserungswürdige)Tischtennisdatenbank mit einer übersicht der Furnierarten und Ihren Eigenschaften.
Nett finde ich, dass man beim scrollen viele Eigenschaften und die gelisteten Schläger mit diesem Furnier angezeigt bekommt.

https://ttsensei.com/materials/woods

https://ttsensei.com/materials/koto

https://ttsensei.com/materials/limba

https://ttsensei.com/materials/candlenut

https://ttsensei.com/materials/balsa

https://ttsensei.com/materials/basswood

https://ttsensei.com/materials/meranti (lauen)

https://ttsensei.com/materials/spruce
BaTTV TTR +-1500

NSD 74g
Andro Nuzn 55 max
Pimplepark Wobbler 0,5

NSD 80g
Joola Dynaryz AGR 2,0
Pimplepark Wobbler 0,5
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Re: Frage zu Eigenschaften bestimmter Hölzer

Beitrag von al_bundy »

billibanni hat geschrieben: Dienstag 20. Oktober 2009, 09:48 1. ...So konnte ich z.B den Grass D.TecS auf dem Donier Defence sehr sicher am Tisch spielen, ...
Beeindruckend das es hier auch Noppenspieler mit TTR1800+ gibt.

billibanni hat geschrieben: Dienstag 20. Oktober 2009, 09:48 2. Balsahölzer mit harten Deckfurnier wie WEL oder Balsahölzer mit Carbon wie das Yinhe T-11 eignen sich wiederum gut für das Noppen-Störspiel am Tisch, vorausgesetzt, man kommt mit dem Katapult der Balsahölzer zurecht.
Was meinst du damit? Alle Balsahölzer die gleich dick waren wie ein Holz mit Abachi oder Kirikern waren deutlich langsamer als die Hölzer mit Abachi/Kirikern - ungeachtet dessen ob da Carbon drinne war oder nicht. Punkt 1
billibanni hat geschrieben: Dienstag 20. Oktober 2009, 09:48 Die Kehrseite der Medaille ist, das ich bei Balsahölzern mit hochgriffigen oder klebrigen NI-Belägen merklich weniger Schnitt bei Aufschlägen und im Schupfspiel generieren kann, als wie bei klassischen Hölzern.
Ja das stimmt. Aber deswegen gibts seit geraumer Zeit Nextgeneration Balsahölzer wo du auch super Spin erzeugen kannst.
billibanni hat geschrieben: Dienstag 20. Oktober 2009, 09:48 3. Klassische Hölzer mit Carbon wie Waldner Carbon oder NSD (in dem Fall verkleinert) sind zwar katapultärmer als wie z.B Balsahölzer
Auf gar keinen Fall. Physikalisch schon unmöglich. Holz mit hohe Dichte Tendentiell schneller und katapultiger. Balsa ist mit Abstand das leichteste Material mit faktisch höchster Dämpfung. Gehe zurück zu Punkt 1
billibanni hat geschrieben: Dienstag 20. Oktober 2009, 09:48 bieten mir aber als Störspieler am Tisch ein lineareres Spielverhalten. Der Störeffekt der LN ist bei den beiden Hölzern als sehr gut zu bezeichnen. Auch die Schnittentwicklung mit hochgriffigen oder klebrigen Hölzern empfinde ich als deutlich ausgeprägter, als bei Balsahölzern.
Zu stark pauschalisiert.
billibanni hat geschrieben: Dienstag 20. Oktober 2009, 09:48 Mein Fazit:
Für das Störspiel am Tisch eignen sich klassische Hölzer mit Verbundstoffen wie Carbon nahezu ideal. Aber auch klassische Hölzer mit hartem Deckfurnier und insgesamt steifere Auslegung (eine hohe Biegefestigkeit) dürften das Störspiel begünstigen.
Man sollte nach Möglichkeit von Vollhölzern absehen da man Steifigkeit verschenkt. Carbonhölzer ist ein weitreichender Begriff. Sollte es so sein das ein Abachi oder Kirikern drin sitzt dann geht die Rechnung aufgrund zu hohen Katapults nicht mehr auf. Entweder du machst es sehr langsam und elastisch und verlierst dadurch Störfaktor, oder du braust es zu katapultig mit weniger Elastizität. Da geht nur ein sehr enger Kompromiss. Das ist bei Balsa nicht anders ABER
Der Kompromiss ist geringer. -> Steifere Hölzer bei gleichen Tempo als mit Abachi oder Kirikern + Gewichtsvorteil bei Balsakernen sodass sehr schwere Hölzer - Ebenholz als Decke genutzt werden kann was den Störeffekt zusätzlich erhöht.

Fazit: Ebenholzdeckfurnier für de OX Noppe. Balsakern + Carbon und wer es nicht so pappig mag der pappt auf die Vorhand ein dickes Limbafurnier drauf. -> Custom Blade Backspin Light Supreme.
1. Nicht so leicht und pappig wie klassische Balsahölzer woraus mehr Spin und reguläres Spielgefühl folgt. 2. Gleichzeitig relativ hohe Dämpfung mit erhöhtem Störeffekt durch ultrahartes Carbon.
Wenn du Störeffekt willst, ohne Spin zu vernachlässigen mit möglichst wenig Elastizität bist du damit auf der besten Seite.
billibanni hat geschrieben: Dienstag 20. Oktober 2009, 09:48 Für den eher block.-und schußorientierten Spieler mit wenig TS-Anteilen, dürfte vermutlich mit einem Balsaholz besser bedient sein. Aufgrund der geringen Ballkontaktzeit ist man auch weniger anfällig auf ankommende Rotation.
Die Ballkontaktzeit wird vom Verbund bestimmt. Nicht ausschließlich vom Kern. Ich empfehle zurück zu Punkt 1 zu gehen.
billibanni hat geschrieben: Dienstag 20. Oktober 2009, 09:48 Für den klassischen Abwehrer, der gerne etwas weiter von der Platte steht, dürften etwas weichere bzw. elastischere Hölzer zur Wahl stehen, da diese Hölzer das US-Spiel einer GrLN begünstigen.
Diesen Punkt kann man nur unterstreichen.
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