Tesbericht(e) zum Dawei 388D.

Alles über lange Noppen mit normaler d.h. griffiger Oberfläche

Moderator: Noppen-Test-Team

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Noppy
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Tesbericht(e) zum Dawei 388D.

Beitrag von Noppy »

Habe heute den Dawei 388D in ox und rot ausprobiert, auf einem Matsushita Pro und Sriver FX in 1,9 auf der Vorhand.

Tempo ist wirklich niedrig und er lässt sich so in allen lagen sehr kontrolliert spielen. Tempo liegt wohl irgendwo zwischen Insider und SBIF.

Schnittempfindlichkeit ist gering, aber da ich bisher nur GLN und danach den Super Anti und dann den Anti Spezial gespielt hab, ist doch mal der eine oder andere sehr starke Seitschnittaufschlag neben den tisch gegangen. Aber Überschnitt konnte sehr einfach gegen gekontert werden oder einen Schritt hinter dem Tisch zurückhackt werden, das zum Teil sehr ekelige Bälle erzeugt hat, die mein Gegner nur sehr schwer einschätzen konnte und meist immer einen Notball spielen musst, den ich dann angreifen konnte (warum auch immer :wink: )

Blocken klappt sehr gut, mit etwas offenen Schlägerblatt und einen gewissen "Dropkick Block" (also direkt nach dem Aufpucken annehmen und dabei etwas, nicht viel, nach unten drücken/etwas hacken) dabei fliegt der Ball recht flach und zügig zum Gegner, ist dabei aber recht harmlos ohne US oder krumme Flugbahnen. Aber durch die sehr gute Kontrolle kann man die Bälle sehr gut platzieren und kann den Gegner schonmal gut laufen lassen :flame: Und durch die recht flache Flugbahn, wird das erneute anziehen für den gegner erschwert.
Passive Blocks mit lockerem Handgelenk lassen sich auch sehr gut spielen, und die Blocks sind recht kurz, sind teilweise sogar 2mal aufgepuckt. Jedoch da kein unterschnitt vorhanden ist und wenn der Gegner schnell auf den Beinen ist, muss man auf aufpassen den passiven Block nicht zuoft zu spielen, da der Gegner diese dann angreifen könnte.

Angriff ist recht einfach und gut spielbar. Fast jeder Ball, egal mit wechel Rotation, lässt sich hervoragend mit etwas variierenden schlägerblatt angreifen. Die Bälle haben kaum Rotation und werden anfangs vom gegner öfters ins netz geblockt. Wenn der Gegner den Bogen raus hat, werden die Ballwechsel jedoch länger.
Jedoch sind die bälle sehr gradlinig, aber tauchen wenigstens ein wenig ab :wink:

Schnittabwehr ist nicht so mein Ding, jedoch bekomme ich mit nem Tibahr Nimbus Soft sehr viel Spin in die Abwehr. Aber mit dem 388D lässt sich eher wenig Spin erzeugen, aber aufgrund des Tempos recht kontrolliert und sicher.

Alles in allem ein sehr kontrollierter, schnittunempfindlicher Belag mit niedrigen Tempo. Störeffekt ist kaum vorhanden, aber als günstige Alternative zu insider und Co. aufjedenfall einen test wert! Habe mein Testexemplar für 1Euro+3Euro Porto bei Ebay erstanden :lol2:
Ich bleide jedoch beim Anti, da man hier noch eine gewisse Schnittumkehr beim passiven Block bekommt und die Aufschlagannahme aufgrund der Glätte sich auch einfacher gestalten lässt. Jedoch lässt sich nicht so einfach angreifen, wie beim Dawei...

Gruß Lars
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Eisbär
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Re: Tesbericht(e) zum Dawei 388D.

Beitrag von Eisbär »

Wie ich sehe spielst Du im Moment einen Neubauer Anti. Wenn Du diesen von denSspieleigenschaften mit dem Dawei vergleichst, was gefällt Dir für Dein Spiel besser und warum ?
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Noppy
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Re: Tesbericht(e) zum Dawei 388D.

Beitrag von Noppy »

Mit dem Anti ist die Aufschlagannahme noch einfacher (die beim Dawei338D jedoch auch recht gut ist), aber vorallem erhält man US bei passiven Blocks und diese lassen sich dann auch recht einfach kurz halten, so das sie teilweise 2 mal beim Gegner aufpucken. Dies klappt zwar auch mit dem Dawei, jedoch ohne Schnittumkehr und man muss sich deutlich stärker konzentrieren, finde ich, da ich ja sowie so von GLn komme und danch gleich Anti gespielt habe.
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Re: Tesbericht(e) zum Dawei 388D.

Beitrag von Eisbär »

Ich finde gerade hierfür den Dawei viel zu griffig. In der langen Abwehr bekommst du zwar einen ganz vernünftigen Schnitt rein, aber das willst Du ja nicht. Zum blocken am Tisch ist wirklich der Palio 531 besser. Den kannst de fün nen guten 10er neu kaufen und hast ne Menge Spass ! Und bezüglich der Offensivmöglichkeiten ist der Palio deutlich besser als ein Anti.....

Wobei ich auf den neuen Neubauer Anti schon gespannt bin . Ich habe mit dem Doc beim Top 12 Tunier in Düsseldorf mal in Ruhe reden können und der hat viel vor mit dem neuen Belag. Aber hierzu im ANTIFORUM mehr.
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Re: Tesbericht(e) zum Dawei 388D.

Beitrag von Panteron »

Und hoch damit.. finde die diskussionen um Fighter und Dtecs langweilig.

Erstelle hier mal nen weiteren Testbericht heute Abend. :roll:

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Re: Tesbericht(e) zum Dawei 388D.

Beitrag von Panteron »

So nur nen kurzer Bericht, weil es doch noch sehr gewöhnungsbedürftig ist:

Gespielt in OX auf einem alten verkleinerten NSD:

Allgemein: Der Ballabsprung ist so verdammt flach am Tisch.. echt viele Fehler zu beginn bei Aufschlagsretour und einfachen Druckschupf... Wer ihn kennt: Dawei Saviga V bewegt sich in diesem Bereich... kommt mir durch das NSD aber noch stärker vor. Nur soviel: insbesondere im kurz kurz Spiel war die Fehlerquote nicht sehr angenehm.. Zum Ende wurde es deutlich besser. Mehr dazu morgen.. (gegen unsere Volkssportler gilt: Platte treffen aus Gründen des Anstands)
Angriffe auf Unterschnitt spiele ich noch recht selten.. aber die die kammen waren ekelhaft und hatten sehr verwirrende Flugkurven.. Sehr oft wurde hier die Länge und der Absprung vollkommen falsch eingeschätzt.


SU: auf Topspin bei "Tischsensen" haben viele Leute Probleme direkt nachzusetzen der Ball hat einen recht beeindruckenden Drall und das "Fighter ->Block=Schuß Syndrom" war nicht so verhanden.. Blocken ist schwerer als mit dem Fighter..
Passiver Block ist nach meinem (!) Empfinden viel giftiger als der Hackblock.. Der Ball taucht unangehmer ab +den extrem flachen Ballabsprung ->Fast Unschießbar :roll: .. ->Eröffnungstopspin -> früher (!) Block (kurz nach dem aufkommen) -> Nachziehen zwar möglich aber viele gehen dann zu stark wie in einen normal Blockball rein und ziehen ins Netz.

So morgen wird auf Platte treffen Trainniert, gebe dann noch mal ne Einschätzung ab.

(Ich muss mir immer wieder ins Gedächnis rufen das DTecs und Neptune noch viel mehr Fehler im kurzen (bei mir) bewirken, um nicht gleich wieder umzusteigen :mrgreen: )

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Re: Tesbericht(e) zum Dawei 388D.

Beitrag von Panteron »

Ergänzungen:

Also hatte die letzten beiden male schon den Eindruck war unsicher ob es sein kann aber:

Der Dawei 388D ist in der Halbdistanz zu Hause! Der Schnittvarriation sind ein Gedicht. Man kann von der Sense bis zum leeren Murmelballon fast alles Effektiv spielen.. Wird an den doch recht harten/platten Noppenköpfen liegen.

Um mal einen Einblick zu geben welche Schläge den Ball recht flach zurück gebracht haben:
Sense mit Handgelenk, Sense "Sidespin Bewegung", Normale Sense, Druckschupf von oben nach unten, "Schupf" mit dem Handgelenk nach vorne, leichter Blockhack, leere Lifts (die waren zwar nicht so flach aber zappelten schön).. etc. pp.

-->DTecs war ne kurze Handgelenksbewegung nach vorne... alles andere diente nur der Verziehrung.. wer Abwehr spielt, will wenigstens gut dabei aussehen.. 8-) :P

Muss echt sagen das, dass echt Spaß gemacht hat.

Kann vielleicht an den Gegner (!!) heute liegen, aber von der Spinumkehr war es echt super in der Halbdistanz, selbst Verbandsliga vorne musste mehrmals ablegen oder wurde mit Netz"spins" bestraft.

Bin jetzt gerade echt im Zwiespalt ob ich nicht nochmal die Schwamversion testen sollte (ein Tick mehr Sicherheit beim Block und Angriff auf US wär ein Traum :white: ).. Obwohl ich mir fest vorgenommen hatte nicht weiter zu testen und mit Sicherheit bringt der Schwam auch wieder Nachteile... :roll:

Naja mal sehen wie lange die Euphorie diesmal anhält.. bin ja immer so Anfällig wenn mal nen Training voll daneben geht... :roll:

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Kurztest an der Ballmaschine

Beitrag von martinspinnt »

Kurztest an der Ballmaschine
Der 388D von Dawei ist nicht so verbreitet wie der 388D-1. Der Belag hat ziemlich lange Noppen und ist einen Ticken härter ausgelegt als der 388D-1. Der 388D scheint auch griffiger zu sein. Ich hab den dünnen (1.0 mm) Dämpfungs-Schwamm in weisser Farbe, der an den FL III -Schwamm erinnert. Der Dämpfungsschwamm ist wohl eine chinesische Repro des FL III -Schwamm, der jedoch deutlich stärker dämpft. Laut Dawei soll der Schwamm nämlich die ankommende Energie um 20% mehr dämpfen als ein normaler Schwamm. Der Lappen wird unter dem Label "388D-Grass20" vertickt. Man erkennt das auch an dem Stempel auf dem Schwamm, wo 20% und ein Pfeil aufwärts abzulesen ist.

Eignung für tischnahes Störspiel (85)
US-Block, Stoppball (82): Bei mittlerer Kontrolle entwickelt der Belag eine leichte SU. Für ganz kurze Bälle ist der Belag wohl zu hart ausgelegt. Da hilft auch kein Dämpfungsschwamm. Druckschupf, Schupfblock (88): Gute Kontrolle bezüglich Tempo und Platzierung bei recht flacher Flugkurve.

Eignung für Block- und Konterspiel (89)
NI-Block, Flip (87):Ahnlich hohe Kontrolle wie beim DS. Die Flugkurve ist noch etwas flacher und dadurch besteht die Tendenz, dass ab und zu ein Ball an der Netzkante hängen bleibt. Im besten Fall gibt es einen Netzball daraus :-) Blockspin, Leichtes über den Ball gehen (90): Es kann beim Blocken sehr gut zwischen eher zentralem oder tangentialem Treffpunkt variiert werden. Der Belag entpuppt sich hier als sehr spinfreudig für eine LN. Das Tempo ist moderat und so sind alle möglichen Platzierungen möglich. Der DS bietet sehr gute Möglichkeiten für den Servicereturn. Wechsel zwischen Schupfblock und Aktivblock sind ebenso gut vorstellbar. Schnittwechsel bei den Angriffsschlägen am Tisch gehen tip-top. Wenn man auf den Stoppball und US-Block verzichten kann, spielt sich der 388D mit Grass20-Schwamm super für ein Spiel am Tisch.

Eignung für Angriffsspiel aus der Halbdistanz (91)
Schuss, Treibschlag (91): Das Ende der Fahnenstange ist noch nicht ganz erreicht bis hierher. Beim Angriffsschlag aus der Halbdistanz geht nochmals was. Auch hier kann mühelos eher zentral oder tangential gespielt werden. Topspin, Eröffnung (90): Fast der gleiche Schlag wie der Konter nur mit etwas mehr Spin und etwas weniger Tempo. Super Kontrolle!

Eignung für Abwehrspiel (88)
Schnittlose Abwehr, Liften (88)Insgesamt immer noch sehr sicherer Schlag mit auffällig flacher Flugkurve und erstaunlicher SU. Die Bälle können sehr temporvariabel gespielt werden. Lange Abwehr, Schneiden (87): Die SU in der Abwehr ist gut aber nicht übertrieben. Das Tempo ist sehr kontrolliert und es können auch härtere Geschosse problemlos abgewehrt werden. Die Flugkurve ist etwas steiler, was gewisse Risiken in sich birgt. Der Schneideschupf am Tisch ist zwar flach, hat jedoch kaum Rotation. Die Werte für das tischnahe Spiel waren schon gut, die Werte für die Halbdistanz sind noch einen Ticken besser. Mir persönlich gefallen die Angriffsschläge aus der Halbdistanz leicht besser wie die Abwehr, wo mir persönlich etwas die SU fehlt. Treffpunkt so um den höchsten Punkt der Flugkurve ist wohl ideal für die Noppe. Für ein sehr variables Konter- und Schussspiel etwas 1 Meter hinter dem Tisch ist die Noppe wohl ideal. Natürlich kann auch sehr gut verteidigt werden, wo die Noppe dann etwas mehr für eine Allroundspiel gebraucht wird. Als rein Defensiv-Noppe würde ich sie nicht nehmen.
Cheers, Martin

TIBHAR Evolution MX-S 2.1 | STIGA Hornet | PALIO WP1013 OX
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