Turbo 82

Infos über Hölzer aus Balsa und anderen leichten Materialien (Kiri, etc.)

Moderator: Noppen-Test-Team

arrigo
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Re: Turbo 82

Beitrag von arrigo »

An die Turbo 82 Spieler:

Wenn man den Thread durchliest, scheint sich ja hauptsächlich der Kamikaze ox als gute Kombi mit dem Turbo 82 herauskristallisiert zu haben. Spielt ihr diese Kombi immer noch oder gibt es mittlerweile andere Erfahrungen?
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Marcus
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Re: Turbo 82

Beitrag von Marcus »

arrigo hat geschrieben:An die Turbo 82 Spieler:

Wenn man den Thread durchliest, scheint sich ja hauptsächlich der Kamikaze ox als gute Kombi mit dem Turbo 82 herauskristallisiert zu haben. Spielt ihr diese Kombi immer noch oder gibt es mittlerweile andere Erfahrungen?
Ich kann die gute Eignung des Kamikaze (in ox) in Kombination mit dem Turbo 82 bestätigen. Es ist für mich erstaunlich, dass dieser relativ schnelle Belag sich bei Bedarf so schön ausbremsen lässt (Stopp-Bälle) und andererseits sehr gute und sichere Angriffsmöglichkeiten ermöglicht. Ich spiele das Turbo 82 mit dem Armstrong Seifuku SS 42 in 2,1 auf der Vorhand und eben einem (vor 6 Wochen erneuerten) schwarzen Kamikaze in ox. Es ist nach meinem Spielholz eine Lieblingskombination. Auch gut funktionierte der Tibhar MX-S in selektierten 1,5 statt des Armstrong. Den Armstrong halte ich aber für noch kontrollierter bei sehr guten Angriffs-Optionen. Ausserdem ist der Armstrong leichter trotz 2,1 statt 1,5!

Viele Grüße
Marcus
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Re: Turbo 82

Beitrag von arrigo »

Hallo Marcus

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Ich bin gerade am ausloten ob es sich für mich lohnen würde, das Turbo 82 neben meinem Spielholz Select M3 (mit 8/2 Aufbau) auszuprobieren, oder einfach mal eine andere Noppe auf meinem M3 zu testen. Ich möchte einfach nur etwas mehr "Ekel" mit der OX Noppe auf der Rückhand. Ich habe auch noch ein neues Abachi zuhause, aber dank dem Lockdown konnte ich es leider noch nicht testen (ist lt. Achim ja eine Weiterentwicklung deines Spielholzes, dem Rapier 44).

Off Topic: Wie schätzt du denn Störeffekt/Gefährlichkeit des Dornenglanz 2 gegenüber dem Kamikaze ein? Ich spiele mit der ox Noppe ziemlich allround/offensiv tischnah mit gelegentlichen Ausflügen nach hinten.
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Re: Turbo 82

Beitrag von Marcus »

arrigo hat geschrieben:Hallo Marcus

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Ich bin gerade am ausloten ob es sich für mich lohnen würde, das Turbo 82 neben meinem Spielholz Select M3 (mit 8/2 Aufbau) auszuprobieren, oder einfach mal eine andere Noppe auf meinem M3 zu testen. Ich möchte einfach nur etwas mehr "Ekel" mit der OX Noppe auf der Rückhand. Ich habe auch noch ein neues Abachi zuhause, aber dank dem Lockdown konnte ich es leider noch nicht testen (ist lt. Achim ja eine Weiterentwicklung deines Spielholzes, dem Rapier 44).

Off Topic: Wie schätzt du denn Störeffekt/Gefährlichkeit des Dornenglanz 2 gegenüber dem Kamikaze ein? Ich spiele mit der ox Noppe ziemlich allround/offensiv tischnah mit gelegentlichen Ausflügen nach hinten.
Hallo arrigo,

Spielholz ist bei mir das Rapier Active (neu), also das Ausgangsmodell des Abachi. Es hat im Unterschied zum Abachi Mahagoni-Aussenfurniere. Mir persönlich hat der Dornenglanz 2 auf dem Turbo auch gefallen, aber der Kamikaze ist speziell auf dem Turbo 82 meiner Meinung nach besser, beim Störeffekt sogar erheblich. Der Dornenglanz 2 spielt sich dafür sicherer. Ich selbst spiele auch sehr offensiv mit der Noppe und vorzugsweise tischnah (hinten nur selten als Variation). Auf dem Abachi (,das ich noch nicht gespielt habe), würde ich wohl zuerst wieder den Dornenglanz 2 probieren.

Viele Grüße
Marcus
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Re: Turbo 82

Beitrag von arrigo »

Danke Marcus,

Grüße
Harald
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achim
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Re: Turbo 82

Beitrag von achim »

Laut Meldungen aus dem europäischen Ausland spielt man dort das Turbo 62 mit normalen Antibelägen und das Turbo 82 mit Glanti Belägen. Offensichtlich hatte man dort festgestellt, dass beide Hölzer einen sehr niedrigen Wurfwinkel haben, wobei das Turbo 82 für einen reibungslosen Anti besser ist, weil es schneller als das Turbo 62 ist und über ein viel größeres Sweetspot Verhalten verfügt.
Ich hatte das Turbo 82 versuchsweise mit einem Buche Furnier in VH und RH ausgestattet gehabt und das scheint der Schlüssel zum Erfolg für Glanti Spieler zu sein, die sich eine katapultfreudige Vorhand und eine etwas verhaltene Rückhand mit härteren Ballanschlag und mit hoher Schnittweiterleitung wünschen. Es ist mit 15,2 mm jedoch gewöhnungsbedürftig dick, so dass Spieler mit kleinen Händen Probleme bekommen werden. Da das Turbo 82 bislang immer noch nur auf besondere Anfrage bestellbar war, werde ich es bis Ende November mit der neuen Furnierausstattung online stellen.
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Re: Turbo 82

Beitrag von achim »

Das neue endentwickelte Modell wird nun beidseitig in Esche, Brinellhärte 37-42 angefertigt.
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Re: Turbo 82

Beitrag von 4olaf »

achim hat geschrieben:Das neue endentwickelte Modell wird nun beidseitig in Esche, Brinellhärte 37-42 angefertigt.
https://re-impact.de/turbo-82.html
hast du eigentlich schon mal wenge ausprobiert (was aber wohl auch viel teurer ist?), das müßte doch noch härter sein, also speziell für die rückhand und anti beläge? und olivenholzfurnier?
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Re: Turbo 82

Beitrag von achim »

@4olaf
ja, das habe ich bereits; selbst Kastanie oder rote Eiche war dabei. Das Problem ist doch, dass die Dämpfung eintreten muss. Es nützt dir nichts, wenn die Bälle alle hinten rausfliegen, was bei den sehr harten und dickeren Furnieren der Fall ist. Ein noch viel größeres Problem ist das optimale Gewicht, denn wer will schon Hölzer haben, die noch schwerer als das NSD sein werden.

Nein, das ist garantiert der falsche Weg, um eine Verbesserung zu versuchen. Die Entwicklung des Chevanti S ist eine Gemeinschaftsproduktion aus den Entwicklungsreihen meines Bruders geworden. Diese Ehre steht Eugen besonders zu, denn er hat einen erheblichen Anteil daran, dass 27.000 Re-Impact Schläger weltweit verkauft bzw. davon auch mindestens 10 % der Masse in unverkäuflichen Testreihen seit 2000 entstanden waren.

Für Anti oder Glantibeläge soll auch nur die neue Chevanti oder Chevanti S Reihe und nicht das Turbo 82 stehen. Für Noppenaußenbeläge passt diese Zusammensetzung im Schwerpunkt weniger oder überhaupt nicht. Es ist eher was auch für ganz normale Spieler; also auch für Dein Spiel geworden. Der Schwerpunkt liegt aber bei Glantispielern, weil diese Spieler durch den neuen Ball am meisten betroffen sind und dringend einen guten Ersatzwert benötigen, um auch wieder großen Spaß am Spiel zu haben.

Ich bin auch nicht daran interessiert, eine allgemeine Schiene zu entwickeln, weil das wegen der verschiedenen Aufbauten und den entgegen gesetzten Holzspannungen gar nicht funktionieren kann, denn dafür gibt es genügend neue Entwicklungen wie das Hyperion oder Chevalier oder Turbo 82 bei Re-Impact. Aber normale Antis sind unter den neuen Plastikbällen nicht besonders gefährlich zu spielen; dafür aber hochsicher, wie z.B. der BTY Super Anti in 1,5 mm. Nur was nützt das, wenn so gut wie gar keine Störeigenschaften da sind.

Wir werden ja sehen, wo uns der Weg noch hinführen wird, wenn endlich wieder mehr erfahrene Glanti Spieler unter normalen Bedingungen spielen dürfen. Ich lebe von konstruktiver Kritik und nicht von blauen Dunst. Ich erwarte also von den vielen Glantispielern die nötige Unterstützung, damit ich für sie positiv weiterentwickeln kann. Nur so können wir den augenblicklichen Teufelskreis verbessern und wieder schließen wollen. Das geht nur durch vielfältige Spielinfos und konstruktive Spielerfahrungen und durch viele Testberichte hier für jedermann.

Hier ist ein neues Video von meinem ehrenamtlichen Schwedenspieler Joachim Karlgren. Er ist nicht kommentiert. Joachim ist der ältere Spieler, beginnend links im ersten Satz.

https://www.youtube.com/watch?v=IsXhKKkxbFA
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esociarius
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Re: Turbo 82

Beitrag von esociarius »

Hallo liebes Noppenforum, ich lese schon eine ganze Zeit im Forum mit, habe aber hier noch nichts geschrieben, was ich jetzt mit einem Testbericht „aus dem Keller“ über mein neues Schlägerholz ändern möchte.

Schon nach dem Auspacken der Lieferung von re-impact sieht man, dass man hier kein „normales“ Tischtennisholz von der Stange gekauft hat. Die Verarbeitung und die Haptik des – in meinem Falle mit Mahagoniversiegelung versehenen – Holzes ist tadellos. Alle Ecken sind sauber abgerundet, die Form ist im Vergleich zu meinem alten Holz ein wenig bauchig und die Blattstärke ist mit 15,3 mm einzigartig. Beim ersten In-die-Hand-Nehmen fällt der Griff meines Turbo 82 auf. Dieser ist um einiges länger als mein alter und die Seiten sind um 45° abgeschrägt. Man hat vom ersten Augenblick an ein gutes Gefühl, wenn man das Holz in die Hand nimmt – nur dass man mit dem langen Griff drehen können soll, kann ich mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorstellen.
Nachdem die Beläge geklebt sind, geht es in den Keller an meinen alten Roboter. Als erstes Setup habe ich mich hier für einen Tibhar Evolution EL-S 2,0 mm auf der schnellen Seite und einen Butterfly Feint 1,1 mm auf der langsamen Seite entschieden. Auf meinem alten, harten Carbonholz hatte ich statt des EL-S einen FX-S in Max und die gleichen Noppen, der FX-S erschien mir aber nach der Beratung von Achim als zu weich. Die ersten Konterschläge am Roboter sind vom Klang und vom Anschlag her ungewohnt, es dauert aber keine fünf Minuten, dann gehen die Schläge wie vorher und nach zehn Minuten habe ich schon den Eindruck, weniger Fehler bei gleicher Schlaghärte zu machen – bis jetzt keine große Überraschung, denn Balsahölzer haben doch den Ruf, Konterschläge bestens zu unterstützen. Überraschend schon an dieser Stelle ist jedoch, dass beim Drehen für die eingestreuten Noppenkonterbälle mit der Vorhand der Schläger wie von selbst in die richtige Position fällt. Ich vermute das hängt mit der Schiffsschraube und dem langen, auf Maß gefertigten Griff zusammen.
Ein dauerhaftes Grinsen erscheint beim Vorhandtopspin in verschiedenen Schlaghärten. Man hat schon nach wenigen Trainingseinheiten ein unglaublich gutes Ballgefühl in den Schlägen. Sowohl weiche, rotationsreiche Topspins als auch harte Schlagspins funktionieren wie selbstverständlich. Der Schläger ist definitiv ein Spinmonster und passt gut zu meiner Technik. Auch Noppenpseudotops gelingen, wenn ich auch mangels Gegners nicht weiß, wie unangenehm diese wirken.
Auf der Rückhandseite gehen Konterbälle ebenso völlig problemlos. Sowohl mit dem EL-S als auch mit dem Feint kann hart und direkt gekontert werden, das Ballgefühl und die Ballrückmeldung am Griff sind ausgezeichnet. Vor allem der letzte Punkt war bei meinem alten Holz nicht gegeben. Ich mag es nicht, wenn das ganze Holz bei jedem Schlag „nachvibriert“ und war deshalb mit dem alten Holz sehr zufrieden, was die Steifigkeit betrifft – das Turbo 82 ist aber an sich beinahe genauso steif, gibt aber über den Griff trotzdem noch Rückmeldung, dass der Ball gespielt wurde.
Der Rückhandtopspin mit der schnellen Seite muss ein klein wenig umgestellt werden – hier gehen mir die ersten Bälle über die Platte. Nach Anpassung des Schlägerwinkels ist dieser Schlag am Roboter aber gut zu spielen. Auch hier gehen weiche Bälle genauso gut wie durchgezogene schnelle Topspins.
Als nächster Versuch kommen abgestochene Hackblocks dran. Auch dieser Schlag ist von Anfang an gut spielbar und durch die Möglichkeit sehr schnell zu drehen, erhoffe ich mir hier für Variabilität auf der Rückhand einiges.
Nach den Tests an der Ballwurfmaschine kommen die ersten Tests mit meinem Sohn, der als Sparringspartner herhalten muss.
Auch beim realen Einkontern zeigt der Schläger ein wunderbares Anschlagsverhalten und vermittelt hohes Ballgefühl. Topspin auf Block geht – wie nach dem Roboter schon erwartet – sicher und spinreich, bei Bedarf auch als harter Schlagspin. Ein kleiner Schwachpunkt meines Setups kommt jedoch beim eigenen Block zum Vorschein: Passive Blockbälle mit dem EL-S funktionieren nicht und segeln oft hinter die Platte. Sobald man beim Block aber selbst etwas tut, kommt das Ballgefühl zurück und man kann hier den gegnerischen Topspin sehr variabel oder auch hart retournieren. Mit der Noppenseite funktionieren der Hackblock (für meine Verhältnisse – ich beherrsche den Schlag leider noch nicht wirklich) und der aktive Block. Hier ist auch ein passiver Block kontrolliert möglich.
Im Kurz-Kurz und beim Schupfen allgemein ist der Schläger sehr gut kontrollierbar. Schnitt ist immer mehr als ausreichend vorhanden und auch der eine oder andere Druckschupfball führt zu einem „Krökelpunkt“. Ein Highlight war für mich der Topspin auf Unterschnitt aus dem Schupfen. Die ersten Bälle habe ich weit hinter die Platte gezogen, weil ich wie gewohnt einen weichen Eröffnungsspin nach oben ziehen wollte. Dies ist aber hier gar nicht notwendig. Man kann mit dem Schläger bei leichter Anpassung des Schlägerwinkels und ohne sich hier halb den Arm auszureißen, den Schlag gut nach vorne ziehen und erhält je nach Armzug einen leichten oder einen schnellen Topspin als Eröffnung. Ich fand es mit keinem anderen Schläger bis jetzt so einfach, auf Unterschnitt zu eröffnen. Auch das Nachziehen fällt erwartungsgemäß leicht und finale Schüsse schlagen brachial ein.
Damit möchte ich die Beschreibung des Turbo als Allroundholz oder Abwehrholz mit Angriffsoptionen noch erweitern. Das Turbo 82 ist durchaus als Holz für reine, kompromisslose Angriffsspieler geeignet und hat hier – zumindest für mich – immer genug Temporeserven. Dabei ist die Rückhandseite auch mit meinen Schwammnoppen immer gut beherrschbar und man kann auch damit Gas geben.
Gegenziehen und andere Schläge, die mehr als 1,5 m Abstand vom Tisch erfordern, konnte ich aufgrund des begrenzten Platzes noch nicht ausprobieren.
Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Holz und erwarte mir für die nächste Punkterunde damit viele schöne Spiele, bei denen vielleicht auch der eine oder andere Sieg errungen werden kann.
Liebe Grüße
Michael
Joola Nobilis PBO-c, Tibhar Evolution MX-D 2,0, Victas Curl P3alphaV 1,5
re-impact Turbo 82 (2021), Tibhar Evolution MX-D 2,0, Dr. Neubauer Allround Premium 2 1,3
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Re: Turbo 82

Beitrag von stiffler »

Hallo.

Ich werde gern eure Erfahrungen zu einem Vorhandbelag und Schwammstärke auf einem Turbo 82 erfahren.
Welche Beläge gehen super, welche schlecht. Offensivpower, gute spinnige Aufschläge sollten schon das Augenmerk sein.

Danke für eure Hilfe.
Hauptschläger

Holz: Dr. Neubauer Titan gerade
VH: Victas V 15 extra 2,0mm
RH: Barna Super Glanti 1,2mm
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