Genius

Infos über Hölzer aus Balsa und anderen leichten Materialien (Kiri, etc.)

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achim
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Genius

Beitrag von achim »

Gegen dieses Wettkampfholz haben viele Gegenspieler große Schwierigkeiten zu punkten, denn der kleinste Technikfehler kann für diese Spieler zum Affront werden. Sie müssen Ihr technisches Aufbauspiel absolut sauber spielen, um keine Fehler produzieren zu können. (entwickelt von Eugen Rendler 2008).
Das Wettkampfholz ist für fortgeschrittene Offensivspieler ein absoluter Spielvorteil, um sich gegen Spieler mühelos behaupten zu können, die auf der positiven Seite bis zu 300 TTR Punkte mehr haben.

Das klassisch allroundoffensiv ausgelegte Wettkampfholz Genius bietet ein deutliches Plus an Temporeserven für offensiv ausgerichtete Topspin- und Schlagspinspieler, die jedoch insgesamt den Ball länger führen möchten. Die Block-Konter-Eigenschaften sind ebenfalls sehr gut; das Abwehrverhalten aus dem Rückraum (Loops) ist hervorragend und man kann zwischendurch nach Belieben auch aus der Halbdistanz gegenschießen, ohne das die Bälle an der nötigen Durchschlagskraft verlieren. Belagsstärke: bis max. 2,0 mm empfohlen. Je dünner die Spielbeläge, desto mehr Kontrolle ist da.
Re-Impact, Balsa für die Seele. Schreib mir oder kontaktiere mich,
Mein Geschäft ist es, dafür zu sorgen, dass Du eine Klasse besser werden wirst!
Wenn das für Dich zutrifft, dann würden wir uns über Deine Empfehlung freuen.
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Magic_M
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Re: Genius

Beitrag von Magic_M »

Seit 2-3 Wochen bin ich stolzer Besitzer des Genius. :-)

Obwohl ich in den letzten Jahren eine ganze Reihe von Re-Impact-Hölzern (mit Kork) getestet habe und eigentlich den Eindruck hatte, dass mir jeweils die Seite besser gefallen hatte, bei der die Korkeiche unmittelbar unter dem Deckfurnier verbaut wurde, hatte ich mich spontan entschieden, nach langer Zeit mal wieder eins ohne Kork zu testen. Andererseits wollte ich aber auch keinen zu großen Katapult-Effekt, den Balsa nun mal mit sich bringt. Nach einem kurzen Telefonat mit Achim habe ich mich schließlich für das Genius entschieden, weil bei diesem Holz über dem 6 mm dicken Balsa-Kern auf jeder Seite jeweils 3 "normale" Holzfurniere (Esche, Limba, Eukalyptus) verbaut wurden.

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Interessanterweise wurden diese 3 Furniere auf der RH seitenverkehrt aufgeklebt, also auf einer Seite außen mit Esche, auf der anderen Seite mit Eukalyptus. Ob sich das spielerisch in irgend einer Weise auswirkt, kann ich gar nicht mal sagen (weil sich die beiden Spielebenen ja ohnehin etwas anders spielen), aber zumindest ist das rein optisch schon mal ein kleiner "Hingucker".

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Viel wichtiger sind aber natürlich die Spieleigenschaften:

Da ich beidseitig mit Noppen Innen spiele und auf der RH eher mit Block, Konter oder schnellen Schüssen aus dem Handgelenk agiere, brauche ich die zusätzliche Dämpfung der Korkeiche eigentlich gar nicht. Das Genius nimmt im passiven Spiel genügend Tempo raus, sodass ich keinerlei Probleme mit der Kontrolle habe. Generell kann ich aber schon jetzt (nach 3 Trainingseinheiten) sagen, dass bei diesem Holz Achim`s Empfehlung für dünnere oder zumindest unkatapultige Beläge ein guter Ratschlag ist. Im ersten Training hatte ich es nämlich mit etwas dickeren Tensoren versucht. Das ging zwar auch, war aber längst nicht so gut wie jetzt, mit beidseitig Tenergy 05 in 1,7 mm.

Bei dieser Belag-Kombi gefällt mir das Holz besser in der etwas flotteren 2 Spielebene (mit den Kiemen nach unten, in Richtung der Finger). Mit etwas dickeren Belägen würde ich wahrscheinlich die etwas langsamere 1. Spielebene wählen.

Zwei Dinge sind mir bislang aufgefallen, die ich für erwähnenswert halte: 1. Ich kann mich nicht erinnern, dass mir der Flip schon mal so leicht gefallen ist. Jetzt ist das natürlich auch kein besonders herausfordernder Schlag und eigentlich sollte man das mit jedem Holz hinbekommen, aber mit dem Genius geht das wirklich extrem "leichtgängig" und mit ganz kurzer Handbewegung.

2. Bei der VH ist mir eine Aussage von Achim eingefallen, die ich irgendwann schon mal hier im Forum gelesen habe (ich weiß aber nicht mehr, wo). Er hatte dort geschrieben, dass man den Arm mehr nach oben ziehen sollte (wie bei einem rein auf Spin ausgelegten Topspin), der Ball dann aber trotzdem nach vorne geht. Genau das beschreibt die optimale VH-Topspin-Technik bei meinem Genius. Am Anfang habe ich versucht, mehr nach vorne zu ziehen, um möglichst viel Druck in den Topspin zu bringen. Das ist aber überhaupt nicht notwendig, weil die Flugkurve dann eher zu lang wird und die Fehlerquote steigt. Ziehe ich den Ball (vom Gefühl her) eher nach oben, geht der Ball trotzdem viel mehr nach vorne als nach oben. Im Prinzip könnte man sagen, dass die Flugkurve beim Topspin deutlich flacher ausfällt als man das vorher vermutet.

Ich nehme an, dass das vor allem an der etwas anderen Griffhaltung liegt. Ich habe nämlich zum ersten mal ein Holz mit Schiffsschraube bestellt. Ursache dafür war ein neuer Mitspieler, der beim Training mit einem Re-Impact-Holz (M3 Select 2016) erschien. Dabei fiel mir sofort der ungewöhnliche Griff auf, und natürlich habe ich ihn gefragt, ob ich damit mal ein paar Schläge machen dürfe. Er hat zugestimmt und mir hat der Griff auf Anhieb gut gefallen.

Das Besondere an dieser Schiffschraube ist ja, dass der Griff um 45 Grad versetzt verbaut wird.

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Dadurch ist das Schlägerblatt schon leicht geschlossen, selbst wenn man das Holz "gefühlt" gerade in der Hand hält. Selbst wenn ich den Schläger fast senkrecht nach oben ziehe, it das Blatt also leicht geschlossen. Das erklärt vermutlich die Tatsache, warum der Ball stärker nach vorne geht, als man das aufgrund er eigenen Handhaltung und -bewegung vermuten würde, wenn man vorher "normale" Griffe gewohnt ist.

Mir gefällt der Griff sehr gut, ich weiß aber ehrlich gesagt nicht, wie ich den Topspin ausführen müsste, damit der Ball trotzdem kurz hinter dem Netz landet. :lol:
Ist aber eigentlich auch völlig egal, weil das ohnehin nicht mein Spiel ist.

Ich weiß nicht, ob das aus diesen Aussagen ausreichend rüber kommt. Deshalb fasse ich meine ersten Eindrücke noch mal kurz zusammen:
DAS HOLZ GEFÄLLT MIR SUPER. :D
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