Kurznoppe für das "Drehen"?

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pelski
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Kurznoppe für das "Drehen"?

Beitrag von pelski »

Hallo liebe Kurnoppenfreunde und Experten,

ich möchte mich demnächst an die letzte Belaggattung heranwagen
mit der ich bisher nur extrem wenig Erfahrungswerte besitze und brauche daher euren Rat.

Möchte meinen NI Belag durch KN ersetzen, (LN bleibt gesetzt!)

Das Ganze möchte ich für Tests intensiver eigentlich erst nach der Saison in der Sommerpause angehen.
Falls es jedoch mit der derzeitigen C. Lage und den Einschränkungen beim TT noch dicker kommen sollte evtl. auch schon früher.

Ich suche eine Kurznoppe die beidseitig sehr gut funktioniert!
Da ich bei meiner Spielanlage mittlerweile sehr viel drehe und meine Langnoppe mit dünnen Schwamm fast schon mehr auf der Vorhandseite spiele als auf der Rückhand und die LN auf der VH auch offensiv einsetze.

Da meine Stärke eh eher das Block und Konterspiel ist und ich auch mit dicken NI Tensor eigentlich keinen echten Endschlag besitze und eher über die Platzierung, Variabilität und Schnittwechsel meine Punkte mache, kam mir die Überlegung evtl. auf eine KN zu wechseln.
Der letzte Punkt dürfte beim Wechsel von NI auf KN wahrscheinlich dann nicht mehr ganz so gut sein.
Mir ist das wahrscheinlich bessere Blockspiel mit KN und die eigene Schnittunempfindlichkeit insgesamt jedoch wichtiger die ich durch die KN hoffentlich dazu gewinnen werde.

Da meine Beweglichkeit besonders in den Handgelenken nicht die beste ist, könnte es durchaus für mich Sinn ergeben auf einer Seite LN (gesetzt!) und auf der anderen Seite eine Kurznoppe zu spielen.

Ich denke das die Mehrheit der KN Spieler diese auf der RH spielt.
Mir ist es jedoch fast wichtiger das die KN besonders auf der VH ihre Stärke ausspielen kann
um z.B. u.a. sehr rotationreiche Topspins des Gegners abschießen zu können.
Zudem sollte ich auch noch genug Dampf und Spin haben um damit auf Unterschnitt des Gegners anziehen zu können und selbst damit offensiven Druck und Tempo erzeugen zu können.

Aber wie gesagt ist es am wichtigsten das die KN auf beiden Seiten ob VH oder RH fast gleich gut funktioniert.
(So einen Belag zu finden war schon bei NI sehr schwer...)

Des Weiteren wäre es auch nicht ganz so verkehrt das die KN zur Not auch in der Abwehr weiter weg vom Tisch noch halbwegs zu gebrauchen ist, jedoch findet mein Spiel überwiegend tischnah statt und ich möchte das Ganze auch eher mit nicht ganz so lahmen Hölzern aufziehen.
(evtl. Viscaria, Infinity oder Cornilleau Aero Soft Carbon)

Ich denke das ich bei der Schwammstärke der KN wahrscheinlich eher im Bereich 1,5 bis 1,8mm am besten aufgehoben sein dürfte, aber das kommt dann natürlich auf die jeweilige KN an ob das dann wirklich so ist.

Bitte um Vorschläge der Kurznoppen Experten!
rapo
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Re: Kurznoppe für das "Drehen"?

Beitrag von rapo »

Eindeutige Empfehlung, auch was das Preis-Leistungs-Verhältnis betrifft: Spinlord Degu in 1,8mm.
Spiele ich seit Jahren auf der VH und übe derzeit auch verstärkt das Drehen, seit längerem v.a. beim Service-jetzt aber auch immer öfter in den Ballwechseln. Auf der VH geht eigentlich alles superb, auch genug Schnitt im Aufschlag möglich.
Auf der RH spiele ich bislang v.a. Schupf, Block und Konter, übe jetzt aber auch Schlagspin und Flick.
Zwar hat der Degu de facto 0 Störeffekt, den brauchen wir ja aber auch nicht, da wir ja auf der anderen Seite eine LN spielen.
Ebenfalls super aus der Preiswert-Ecke ist der Friendship 802-40. Wenn du unbedingt mehr Geld ausgeben willst gehen wohl auch Firestorm, Legend Fire, Nugget, Zargus...
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primapapa
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Re: Kurznoppe für das "Drehen"?

Beitrag von primapapa »

Spinlord Waran 1,5 mm oder 1,8 mm denn gibt es auch als zweite Wahl. Beste kurz Noppe
rapo
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Re: Kurznoppe für das "Drehen"?

Beitrag von rapo »

Mir war das OG des Waran immer einen Tick zu hart, deshalb hatte ich den nicht in meiner Empfehlung-dennoch eine sehr gute KN (ob es die BESTE ist, sei mal dahingestellt...). Zweifellos aber ebenfalls vom P-L-V her zu empfehlen, wenn man es etwas härter mag.
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Re: Kurznoppe für das "Drehen"?

Beitrag von vhmlnox »

Barna Original Legend Fire in 1,5 mm - viel eigener Schnitt/Spin möglich bei relativ geringer Schnittempfindlichkeit, genug Tempo, aber dennoch gut zu kontrollieren - das GeblockTT-Review trifft's (wie so oft) recht genau.
Momentan im Test:
Holz: Der Materialspezialist Invictus
Vorhand: Dr. Neubauer Explosion Pro 1,2
Rückhand: Andro Hexer Duro 1,9

Spielschläger letzte Saison:
Holz: Der Materialspezialist Invictus
Vorhand: Der Materialspezialist Flashback, 1,8
Rückhand: Andro Rasanter 37, 1,7
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Re: Kurznoppe für das "Drehen"?

Beitrag von Neppomuk »

Ich praktiziere das Drehen schon lange. Im Bereich NI und KN. Mein Kumpel spielt mit DG ox (RH) und Speedy Soft (VH) Defensiv bzw. Störspiel am Tisch. Insofern besteht zum Thema div. Erfahrungen. Das sind:
Je mehr sich die Beläge unterscheiden umso schwieriger. Deshalb würde ich beim drehen LN / KN letztere nicht dicker als 1,5 nehmen. Zudem empfiehlt sich ne GrKN um bzgl. Aufschläge nicht ganz blank zu ziehen. Der DEGU ist super matschig und m.E. die NI ähnlichst KN. Zudem hält der Schwamm nicht lange. Nix für mich. Der Waran ist ein klasse Belag zum BKS Spiel. Leider muß man alle 3 Monate einen neuen kaufen und der Tempounterschied zur LN ist krass. Denkbar wäre ein Summer 3c. Der liegt ziemlich genau zwischen DEGU und Waran, hält in der alten Version länger, ist billig und in 1,5 ein echter Allrounder. Er ist beidseitig gut spielbar und erzeugt bei guter Technik richtig Drall beim Service. Nachteil: Das Ding streut bzgl. Tempo ordentlich. Von ALL bis OFF ist alles drin. Alternativen sind der konstantere FS 802-40 oder vom Doc der Nugget. Der Barna OLF ist mir unbekannt, hat wohl etwas FKE was du ja nicht willst.
Auf jedenfall ist das LN/KN drehen materialmäßig ein Kompromiß. Das wird ein langes, trainingsintensives Vorhaben. Hast du die Ausdauer Täler der Tränen zu durchschreiten ? Ich hatte sie beim Versuch VH KN zu spielen nicht. Glücklicherweise hat sich mit dem FS 729 HRS 2000 ne tolle Alternative ergeben. Stark im BKS und extrem gut in der Rotationserzeugung. Die KN bleibt auf der RH bei gelegentlichem drehen. Vielleicht wäre Chinabeton statt KN ein Plan B für dich !?
Greets N.

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Re: Kurznoppe für das "Drehen"?

Beitrag von flo71 »

Bei 2 x Material - woher bekommst Du den, notwendigen, Unter-/ Seit- Schnitt? Bei der Kombi (KN, LN) sind alle Deine Bälle nahezu leer, respektive bist Du auf den Schnitt des Gegners angewiesen, wenn der Dir keinen gibt, soll es ja geben ;-) , dann hast Du ein Problem, oder?!
Neppomuk
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Re: Kurznoppe für das "Drehen"?

Beitrag von Neppomuk »

@flo
ganz so ist das nicht. Mit einer guten grKN kann man bis ca. 70% des US oder SS eines NI erreichen. (Quelle: Ex. Dt. Meistertrainer Mädchen). Beim TS ist es weniger. Also mit guter Technik ! kann eine GrKN schon drallige Services produzieren. Natürlich kein Vergleich zu z.B. einem spinnigen NI. Es ist also die Frage ob man Lust hat extra Trainingszeit zu opfern um z.B. den Handgelenkseinsatz zu optimieren.
Greets N.

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pelski
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Re: Kurznoppe für das "Drehen"?

Beitrag von pelski »

Erst einmal Danke an euch alle die sich die Zeit genommen haben auf meine Fragen zu antworten und all eure schönen Vorschläge! :ok:

Wie gesagt hält sich meine KN Erfahrung wirklich in Grenzen.
Habe zwar bisher die ein oder andere KN (meist Schläger von Kollegen) für eine gewisse Zeit antesten können, jedoch war das dann wirklich insgesamt zu kurz um sich da ein fundiertes Urteil über die gespielte LN erlauben zu können.

Längere Erfahrungen habe ich bisher nur mit einigen MLN gemacht oder dem Killer Pro,
der jedoch besonders auf der VH beim Drehen einfach zu unktrolliert für mich war.

Die meiste Spielzeit mit einer echter KN hatte ich bisher nur mit dem 802-40, Spectol, Degu und dem Waran, jedoch sind das insgesamt zusammen vielleicht nur 8 bis 10 Spielstunden verteilt auf die letzten 10 Jahre gewesen.

Mir war schon klar, dass die meisten ihre eigene gespielte KN vorschlagen werden, jedoch geht es mir wirklich darum eine KN zu finden die auf beiden Seiten gleichermaßen gut für mich funktoniert, da ich wie gesagt während des Spiels sehr häüfig den Schläger drehe und nicht nur beim eigenen Aufschlag oder der Annahme.

So richtig angefixt auf Kurznoppe bin ich dann erst während der ersten harten Lockdown Zeit,
in der ich dann mit meinem Trainingspartner (ca. 1700) im Keller wegen Platzmangel fast nur noch Sandpapier TT gespielt haben und das extrem viel Spaß gemacht hat.
Danach habe ich auch ein wenig angefangen Brettchen zu spielen das ja recht ähnlich ist
und habe sofort beim ersten “ernsthaften“ Turnier gar nicht mal so schlecht ausgesehen und die Hauptrunde überstanden obwohl da echte Könner in dem Bereich mit dabei waren.


@rapo

Du hast sicherlich damit recht das der Degu auf der VH eine gute KN ist mit der ich bei meinen
Kurztest auf Anhieb ganz gut klar kam, jedoch war er mir insgesamt etwas zu weich und schwammig für mein RH Spiel während des Drehens.
Auf der RH hat mir der Waran da schon deutlich besser gefallen der mir wiederum auf der VH
etwas zu wenig Schnitt erzeugt hat.

Hast du selbst längere Erfahrungen mit den von dir vorgeschlagenen KN Firestorm, Legend Fire, Nugget und Zargus gemacht und warum ist der Degu für dein Spiel besser ?

@primapapa

Der Waran ist ja deine Spielnoppe auf der RH, jedoch meine ich das du ihn auch nur da ausschließlich dort spielst,- oder liege ich da falsch?
Auf der VH scheint der Belag für mich persönlich auf Dauer nicht die erste Wahl zu sein.

Du warst zudem auch neben meinem Trainingskollegen Kollegen (mit Zellu ca. 1850) der ganz eklig Ox LN ausschließlich auf der Vorhand spielt für mich eine Inspiration die LN verstärkt auf der VH Seite einzusetzen...

@ vhmlnox

Wow, den Belag hatte ich bisher überhaupt nicht auf dem Schirm und allein dafür hat es sich doch schon wieder gelohnt das ich diesen Thread hier eröffnet habe. ;-)

Habe durch deinen Hinweis mal das Geblocktt Video angeschaut.
Ich bin erstaunt das sogar die Ox Version auf der VH möglich zu sein scheint und durch meine Brettchen Erfahrungen bin ich jetzt doch ziemlich neugierig auf den Belag.

Ox ab Minute 5:55:

https://www.youtube.com/watch?v=1f96ORvsTO8


@flo71

Ich habe ja schon in meinem ersten Post geschrieben das die Schnittwechsel durch die KN wahrscheinlich deutlich reduziert werden.
Das werde ich dann in der Paxis ja dann sehen wie sich das auswirken wird.

Das schnittlose anlullern (auf die LN) ist seitdem ich das Drehen recht gut beherrsche eigentlich kaum noch ein Problem für mich. Das machen meine Gegenspieler meist nur einmal, denn dann wird auf NI gedreht und die dürfen meist den Ball holen gehen und der Punkt ist oft meiner wenn ich den Ball vernünftig sehe und sauber treffe...;-)

Ich gehöre nicht zu den TT Spielern die auf LN oder “Material“ gewechselt sind weil sie eine RH Schwäche oder dergleichen kaschieren wollen. Schätze meine NI Rückhand sogar etwas stärker ein als meine Vorhand. Der Umstieg kam durch eine langwierige Verletzung bei der ich keine RH Topspin oder Flip Bewegungen mehr ausführen konnte.

Danach bin ich jedoch dabei geblieben, da mir das Materialspiel spielerisch extrem viel Spaß gemacht hat. Der Spaß am TT steht bei mir ohnehin absolut an erster Stelle und nicht der Leistungsgedanke. Der gesunde Ehrgeiz in Ehren sich natürlich stetig verbessern zu wollen, spiele ich beim TT mit meinen Sportskameraden und nicht gegen sie.
Zumindest ist das mein persönliches Empfinden und mein Ansatz beim TT Sport.


@Neppomuk

Was du geschrieben und mir geraten hast klingt sehr fundiert und hat mich weitergebracht.
Ich hatte nach meinen bisherigen Überlegungen eigentlich den Firestorm Soft mit 1,8mm als erste Wahl auf meinem Schirm. Nach deinem Hinweis mit den dünneren Schwammstärken die für das Drehen besser sind (die gleiche Erfahrung habe ich auch schon mit NI gemacht) schwanke ich jetzt doch eher mir den Firestorm oder auch den Barna LF mit 1,5mm zuzulegen, jedoch habe ich die Befürchtung das mir das Ganze dann auf der VH zu langsam und nicht spinnig bzw. durchschlagskräftig genug sein könnte.
Neppomuk hat geschrieben: Donnerstag 6. Januar 2022, 10:06 Der Barna OLF ist mir unbekannt, hat wohl etwas FKE was du ja nicht willst.
Wo habe ich das geschrieben?
Ob der Belag FKE oder nicht hat ist mir eigentlich egal wenn er denn für mich funktioniert.
Das gleiche gilt für den Preis,- falls die Qualität stimmt bin ich auch bereit etwas mehr auszugeben falls es nicht utopisch und unverschämt wie bei Butterfly wird.
Neppomuk hat geschrieben: Donnerstag 6. Januar 2022, 10:06 Das wird ein langes, trainingsintensives Vorhaben. Hast du die Ausdauer Täler der Tränen zu durchschreiten ? Ich hatte sie beim Versuch VH KN zu spielen nicht. Glücklicherweise hat sich mit dem FS 729 HRS 2000 ne tolle Alternative ergeben. Stark im BKS und extrem gut in der Rotationserzeugung. Die KN bleibt auf der RH bei gelegentlichem drehen. Vielleicht wäre Chinabeton statt KN ein Plan B für dich !?
Ich denke schon das ich die Ausdauer habe, falls ich denn den Eindruck gewinnen sollte
das die KN langfristig mehr Vor,-als Nachteile gegenüber NI für mich bringen könnte.
Bin keiner der schon nach 3 oder 4 Trainigsabende aufgibt nur weil es anfangs natürlich nicht so
klappt wie bei dem Material das man schon Jahre kennt.
Daher mache ich solch größere Vorhaben auch immer in der Sommerpause in der ich dann mindestens 3 Monate Zeit habe um das intensiver testen zu können.

Deinen guten Tipp mit dem Chinabeton beherzige ich schon, da der H3 Neo(38Grad) bzw. H8
mit NI immer eine Option bei mir sind, wobei die gar nicht mal so hart und langsam sind.

Jetzt ist der ganze Post doch ziemlich lang geworden, jedoch will ich dann jedem auch gerecht werden der sich die Mühe macht mir weiterhelfen zu wollen. :love:
rapo
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Re: Kurznoppe für das "Drehen"?

Beitrag von rapo »

Hi Pelski,

kurz zu deinen Fragen und meinen Erfahrungen-auch und gerade auf das Drehen bezogen:
Der Degu, speziell in 1,8mm erfüllt halt für mich alle Voraussetzungen sowohl auf der VH als auch gedreht auf die RH. Er ist sicher im Block, man kann gut platzieren und im Schupf generiert er ordentlich US.
Wenn er dir (wie ich lese anderen auch) zu weich, zu matschig oder wie auch immer man das nennen mag ist, dann ist er wohl doch nix für dich-die Geschmäcker sind halt verschieden und das ist auch gut so.
Ich werde ab nächster Woche einige der von mir genannten KN noch mal ausgiebig gegen den Degu testen und berichten.
Insofern kann ich momentan nur aus meiner Erinnerung von kurzen Tests berichten.
-Der Nugget scheint für eine KN sehr viel Schnitt zu generieren, mir war aber der Schwamm irgendwie zu katapultig
-Der 802-40 ist eine grundsolide moderne KN ohne besondere Stärken oder Schwächen
-zum Zargus kann ich nix mehr sagen, liegt seit ein paar Jahren bei mir rum und wird ab nächster Woche auch noch mal gecheckt, ebenso
-der Barna LF, hab ich grad bei ebay erstanden und auf den freue ich mich irgendwie auch.

Sollte einer der Testkandidaten mich deutlich überzeugen dann würde ich dem Degu den Laufpass geben, allerdings glaube ich da nicht so wirklich dran-du weisst ja, wenn ein Parameter besser ist musst du meistens an anderer Stelle wieder etwas Verlust melden-we`ll see.
Den Degu gibt es ja übrigens auch als Degu 2 mit einem härteren Schwamm, dann ist das Spielgefühl in seiner Gesamtheit anders-der dürfte dir dann jedenfalls nicht zu weich vorkommen. Auch der Wyvern ist nicht zu verachten, liegt näher am Waran denn am Degu.
Neppomuk
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Re: Kurznoppe für das "Drehen"?

Beitrag von Neppomuk »

rapo hat geschrieben: Donnerstag 6. Januar 2022, 18:14 Den Degu gibt es ja übrigens auch als Degu 2 mit einem härteren Schwamm...
Den hab ich schon getestet. Vom Spielgefühl her deutlich knackiger und angenehmer als der DEGU I. Leider ist der IIer die langsamste KN die mir je untergekommen ist, max. ALL-. Vielleicht sollte sich Pelski doch den Nugget mal genauer ansehen. Es gibt leider wenig Infos drüber.

@Pelski, klar daß die Leute "ihr" Material preisen. Allerdings hab ich Summer bzw. 802-40 nicht deshalb erwähnt, sondern weil die viel Drall erzeugen, kontrolliert sind und sich auf VH und RH gleichermaßen eignen. Und nicht zuletzt für´n Test wenig kosten. Wer irgendwelche KN Spezialisten sucht wird anderswo sicher besser fündig.
Greets N.

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pelski
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Re: Kurznoppe für das "Drehen"?

Beitrag von pelski »

@ rapo

Nee, matschig habe ich den Degu jetzt nicht gefunden, nur war er mir auf der RH deutlich zu weich und irgendwie zu indirekt.
Zwar war die Kontrolle wegen der längeren Verweilzeit am Schläger recht gut, jedoch passte das irgendwie nicht auf meiner RH im Gegensatz zur VH wo er mir recht gut gefiel.
Vielleicht ist der Degu auch schon ein wenig zu NI ähnlich,-aber wie du schon gesagt hast,-
die Vorlieben sind da auch immer subjektiv und mit absoluten Pauschalurteilen was jetzt gut oder schlecht ist sollte man ohnehin bei Materialfragen vorsichtig sein, dafür ist TT einfach zu vielschichtig und individuell.

Leider hast du nichts von deinem vorgeschlagenen Firestorm erzählt, der ja mein erster Gedanke war bevor ich das Barna LF Video gesehen habe. Die beiden Beläge würden mich bisher besonders reizen.
Welche Stärke des Barna LF hast du in der Bucht geschossen?
Falls der nichts für dich sein sollte dann bitte bei mir melden,,, :wink:
rapo hat geschrieben: Donnerstag 6. Januar 2022, 18:14 Ich werde ab nächster Woche einige der von mir genannten KN noch mal ausgiebig gegen den Degu testen und berichten.
Insofern kann ich momentan nur aus meiner Erinnerung von kurzen Tests berichten................
..................
Sollte einer der Testkandidaten mich deutlich überzeugen dann würde ich dem Degu den Laufpass geben, allerdings glaube ich da nicht so wirklich dran-du weisst ja, wenn ein Parameter besser ist musst du meistens an anderer Stelle wieder etwas Verlust melden.
Ja das mach mal unbedingt, mich würde das schon sehr interessieren wie deine Eindrücke im Vergleich zum Degu sind.
pelski
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Re: Kurznoppe für das "Drehen"?

Beitrag von pelski »

@ Neppomuk

Alles gut, deine Ausführungen und Vorschläge waren wie gesagt sehr fundiert, informativ und top.

Den Summer 3C habe ich übrigens in 1.0mm und auch noch neu in OVP 1,8mm schon ziemlich lange hier liegen, da ich den dünnen Summer 3C schon mal kurz auf der RH als evtl. LN Alternative vor vielen Jahren mal kurz getestet habe und er mir besser gefiel als der 802-40, der Kokutaku 119, Speedy soft oder die vielen MLN die ich auch schon auf der RH ausprobiert habe...
Zu der Zeit hatte ich jedoch noch eine andere Spielanlage und habe nicht gedreht.

Ich habe auch zudem noch eine ganze Reihe andere KN im Schrank liegen die ich noch niemals auf der Kelle hatte.
Gipfelsturm, Pistol 2, TSP Super Pips chop II, Donic Baxter, Spectol etc...

Die Woche hat halt immer nur 7 Tage und ich versorge und betreue zudem auch eine Vielzahl an Kollegen in meinem Umfeld bei Materialfragen. Da gibt es oft eine Menge zu tun und es sammelt sich zudem eine Menge an allen möglichen Material bei mir an.
Neppomuk
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Re: Kurznoppe für das "Drehen"?

Beitrag von Neppomuk »

@Pelski
Der Summer ist ein "guter Mauerblümchenbelag". Komme nach div. Testrunden immer wieder drauf zurück, derzeit in 1,0 auf der RH. Zusammen mit dem FS 2000 HRS und der Dreherei stiften unterschiedliche Flugbahnen Verwirrung. Für dein Profil wäre der dünne Schwamm eher nix. Als Händchenspieler liegen mir weichere Schwämme und härtere, griffige Oberlagen -> knackiger Anschlag + Kontrolle. Ein haltbarer Waran 1,0-1,2, das wär´s !
Zu dir: Als Experte wirst du sicher vorselektieren. Von den angegeben KN sticht für mich jetzt keiner für deine Anforderungen raus. Bin auch gespannt auf Rapo´s Beiträge. Alle Theorie ist halt letztlich grau ;-)
Greets N.

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Re: Kurznoppe für das "Drehen"?

Beitrag von Glantinoppe »

Ich kann dir den Legend Fire empfehlen. Wie schon geschrieben, hat der für eine KN eine erstaunlich gute Schnittentwicklung und ist gleichzeitig unempfindlich gegen ankommenden Schnitt.
Seit ca. 9 Monaten spiele ich ihn in OX auf der Vorhand und drehe sehr viel und mache gerade bei Aufschlägen einig leichte Punkte.
Natürlich ist der OX sehr holzabhängig, was die Geschwindigkeit betrifft.
Holz: Dr. Neubauer Colossus
VH: Legend Fire OX
RH: Barna Original SUPER GLANTI 0,8
Gesamtgewicht: 105 gr.
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