Lege ich mit LN auf die VH von guten Angriffsspielern, dann...

Du hast deinen optimalen Schläger gefunden und möchtest dich nun auch spielerisch verbessern. Hier entsteht eine Sammlung von praktischen Tipps, Hinweisen, Übungen und Trainingsanleitungen zum Spiel mit Material.

Moderator: Noppen-Test-Team

Antworten
samz66
Junior Member
Junior Member
Beiträge: 45
Registriert: Samstag 16. Februar 2019, 12:23
TTR-Wert: 1370

Lege ich mit LN auf die VH von guten Angriffsspielern, dann...

Beitrag von samz66 »

... ziehen die mir einen unhaltbaren Topspin um die Ohren (Gegner mit TTR > 1600). Das fängt schon bei der Aufschlagannahme an. Sobald ich den lang oder einen Tick zu hoch zurück lege, wird hinter oder über dem Tisch unhaltbar gezogen. Ich versuche deshalb dann oft zu vermeiden, auf die VH zu spielen, aber mir passiert das dann auch im Ballwechsel immer mal wieder.

Kann ich das mit besserer Technik abstellen oder muss ich generell die VH bei so starken Gegnern meiden?
  • schneller Druckschupf in die weite VH (leider sind die Kollegen meist auch sehr schnell...)
  • variieren mit kurzem Hackblock oder abtropfen lassen
  • ...?
LN-Spieler, die Lange Abwehr beherrschen, spielen fast immer lang in die Rückhand oder auch mal Mitte (nicht einmal flach, sondern immer lang!). Das kann man gut in diversen Videos von Abwehrern sehen. Leider kriege ich nicht genug Qualität in den Ball, als dass ich gegen gute Angriffsspieler Lange Abwehr spielen könnte.

Wie ergeht es Euch so damit?
--------
Kölsche Jung, angegraut und Kreisligenkruffer

Ich und mein Holz:
Schläger 1: NSD alt (verkleinert), Xiom VEGA Europe DF 1.8mm, Tibhar Grass D.TecS OX
Schläger 2: NSD 2018 (verkleinert), Xiom VEGA Europe DF 1.8mm, MSP LSD Extra Long OX
Manuel :)
Gold-Member
Gold-Member
Beiträge: 651
Registriert: Freitag 2. August 2013, 15:39
TTR-Wert: 1624

Re: Lege ich mit LN auf die VH von guten Angriffsspielern, dann...

Beitrag von Manuel :) »

Wenn deine Gegner 200 Pkt. Mehr als du haben sind sie einfach in der Regel besser. Da hilft selber sich allgemein nur zu steigern
Holz: Dr. Neubauer Bloodhound
Vorhand: DMS Greenstorm 2.1
Rückhand: ❤Spinlord Dornenglanz ox❤


Wer Balsa spielt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren :ugly:
tarzun
Senior Member
Senior Member
Beiträge: 228
Registriert: Mittwoch 24. Januar 2018, 14:26
TTR-Wert: 1406

Re: Lege ich mit LN auf die VH von guten Angriffsspielern, dann...

Beitrag von tarzun »

Sofern die nicht schlicht einfach besser sind (und für Rechtshänder als Gegner): Rückschlag laaang und weit in seine Rückhand, damit er möglichst weit(er) umlaufen muss und damit nicht 100% ideal zum Ball steht. Wenn er sich drauf einstellt dann auch mal nur die Mitte (halb)lang zurück, damit er wieder nicht ideal steht. Und ab und zu auch einen kurz, oder noch besser: halb lang, in die VH. Und dann Daumendrücken, dass er genug Fehler um Dich im Spiel zu halten und Deine Aufschläge gut genug sind Dich nach vorn zu bringen.

Ich hatte genau das vorige Saison, gegen so nen jungen Kracher, 150+ mehr TTR als ist. Ersten Satz gewinn ich klar, aber da hatter noch gar nicht gesehen dass ich LN spiele. Ab zweitem Satz dann nur noch langer schneller Aufschlag auf meine RH und dann RUMMS drauf auf alles was von mir zurückkam. So gewinnt er die nächsten beiden Sätze. Im vierten stelle ich mich um, lasse den Aufschlag etwas ausspringen und dann wie oben - möglichst so in seine RH dass er nicht ideal steht und dann beten.

Dazu hab ich zwei, drei Aufschläge, denen man den TS nicht ansieht, die hat er mit seinem Tenergy/DIgnics/Rasanter Max dann alle gnadenlos übern Tisch geblockt. Zwei, drei glückliche Bälle (er trifft den 3. Ball, steht aber nun weit in seiner RH und ich block - naja, werd eher angeschossen - nur in seine VH). Im 5. waren dann seine Nerven am Ende, er hatte keinen Pfeil mehr im Köcher und den Zahn "Langer Aufschlag und dann RUMMS" hatte ich ihm gezogen, 11:6 für mich.

Es geht also, aber man muss die Schwachstellen der Gegner halt ausnutzen und bisschen Glück haben. Wichtig ist, sich nicht verrückt machen zu lassen, bei +200 TTR hast Du nix zu verlieren und der einzige der irgendwann nervös wird ist der andere.
Zuletzt geändert von tarzun am Montag 27. Juni 2022, 19:22, insgesamt 1-mal geändert.
Secret Flow max - Apelgreen Allplay - Easy P 0.5
ibo_pip
Senior Member
Senior Member
Beiträge: 241
Registriert: Mittwoch 29. Dezember 2021, 09:10
TTR-Wert: 1536

Re: Lege ich mit LN auf die VH von guten Angriffsspielern, dann...

Beitrag von ibo_pip »

samz66 hat geschrieben: Montag 27. Juni 2022, 17:18 ... ziehen die mir einen unhaltbaren Topspin um die Ohren (Gegner mit TTR > 1600). Das fängt schon bei der Aufschlagannahme an. Sobald ich den lang oder einen Tick zu hoch zurück lege, wird hinter oder über dem Tisch unhaltbar gezogen. Ich versuche deshalb dann oft zu vermeiden, auf die VH zu spielen, aber mir passiert das dann auch im Ballwechsel immer mal wieder.

Kann ich das mit besserer Technik abstellen oder muss ich generell die VH bei so starken Gegnern meiden?
  • schneller Druckschupf in die weite VH (leider sind die Kollegen meist auch sehr schnell...)
  • variieren mit kurzem Hackblock oder abtropfen lassen
  • ...?
LN-Spieler, die Lange Abwehr beherrschen, spielen fast immer lang in die Rückhand oder auch mal Mitte (nicht einmal flach, sondern immer lang!). Das kann man gut in diversen Videos von Abwehrern sehen. Leider kriege ich nicht genug Qualität in den Ball, als dass ich gegen gute Angriffsspieler Lange Abwehr spielen könnte.

Wie ergeht es Euch so damit?
Ich denke mal das ist die grundsätzliche Herausforderung eines Tischnahen Störspielers mit langer Noppe, wenn er die 1600+ knacken möchte. Du musst zum einen jeden Topspin mit der LN blocken können, am besten per Chop-Block, damit auch Saft reinkommt und der Gegner mehr Aufwand hat nachzuziehen ggf. einen Schupf bevorzugt und dann musst du mit einem aggressiven Druckschupf nachlegen, am besten in die entgegengesetzte Richtung oder direkt auf seinen Ellenbogen. Damit kannst du ihn auch zu einem Notschlag bringen, welchen du dann einfacher mit der Vorhand angreifen kannst. Und Schlägerdrehen lernen ist auch sehr wichtig. Um deinen Gegner irritieren, damit dein Spiel nicht planbar wird.

Ich weiß, dass liest sich leichter als umgesetzt. Ist aber eines der Lösungen in Bezug auf dein Anliegen.

Und das beste zum Schluss: Investiere lieber in Systemtraining als in Materialversuche.

Es gibt hier paar Helden, die würden sich lieber einen ordentlichen Trainer suchen, anstatt alle 3-4 Wochen einen neuen Belag.

😂
Hauptschläger:

Holz: Re-Impact Halling 4 H (L-es-3.5H-Pi-kk-2I-k-Bb)
VH: Gipfelsturm 1.8mm rot
RH: Blitzschlag OX schwarz

Ersatzschläger 1:

Holz: Re-Impact Halling 3H (L-es-3H --bb-2\-Pi)
VH: Gipfelsturm 1.8mm rot
RH: Dornenglanz 3 schwarz OX


Ersatzschläger 2:

Holz: Re-Impact Halling 3H (L-es-3H/-es-kk-2\-k-Bb)
VH: Gipfelsturm 1.8mm schwarz
RH: Hellfire X OX rot



Ersatzschläger 3:

Holz: NSD (sehr alt)
VH: SpinLord Keiler 2.0mm Schwarz
RH: Dawei 388D OX rot
Benutzeravatar
Phoenix
Gold-Member
Gold-Member
Beiträge: 888
Registriert: Donnerstag 2. Februar 2012, 12:28
TTR-Wert: 1680

Re: Lege ich mit LN auf die VH von guten Angriffsspielern, dann...

Beitrag von Phoenix »

ibo_pip hat geschrieben: Montag 27. Juni 2022, 18:58 Ich denke mal das ist die grundsätzliche Herausforderung eines Tischnahen Störspielers mit langer Noppe, wenn er die 1600+ knacken möchte. Du musst zum einen jeden Topspin mit der LN blocken können, am besten per Chop-Block, damit auch Saft reinkommt und der Gegner mehr Aufwand hat nachzuziehen ggf. einen Schupf bevorzugt und dann musst du mit einem aggressiven Druckschupf nachlegen, am besten in die entgegengesetzte Richtung oder direkt auf seinen Ellenbogen. Damit kannst du ihn auch zu einem Notschlag bringen, welchen du dann einfacher mit der Vorhand angreifen kannst. Und Schlägerdrehen lernen ist auch sehr wichtig. Um deinen Gegner irritieren, damit dein Spiel nicht planbar wird.
Als Betroffener möchte ich kurz Stellung nehmen :mrgreen:

- wenn es in der VH einschlägt, spiel woanders hin und benutze die lange VH als Variation wenn der Gegner schlecht steht. Ab einem gewissen Niveau ist egal was im Ball drin ist, lange Bälle werden gezogen.
- wenn der Gegner Topspins zieht, ist es immer von Vorteil diese auch zurückspielen zu können :mrgreen:
Für mich ist der sog. "Hinhalteblock" kein Schlag, und ich benutze den auch wirklich nie.
Mit einem Hackblock hat man viel mehr Sicherheit und kann Geschwindigkeit aus dem Ball nehmen (Nebeneffekt ist natürlich der Schnitt). Die Platzierung ist erst einmal zweitrangig, wenn man selbst sicher ist.
Den ersten zieht der Gegner eventuell noch nach, der zweite wird deutlich schwerer, der dritte ist fast unmöglich.
- wenn der Gegner den Hackblock ablegt oder Schupft, sollte man aktiv an den Ball gehen. Aber das muss kein Druckschupf sein, meistens reicht es auch aus den Ball zu heben oder zu flippen.

und das wichtigste zum Schluss, weil ich da eine deutlich andere Meinung habe als viele:
- Schlägerdrehen kommt - wenn überhaupt - ganz zum Schluss. Ich kenne nur sehr, sehr wenig gute Spieler, die den Schläger drehen. (bei den Profis und Halbprofis mit Material fast alle, aber das wird hier sowieso keiner)
- Die meisten Spieler, die meinen sie müssten den Schläger drehen, spielen auf Kreisebene. Und zwar weil sie keine ausreichende Sicherheit haben und viel zu viele Techniken lernen wollen. Klar ist es von Vorteil, auch mit der anderen Seite spielen zu können. Aber wenn man das nicht perfekt beherrscht, wird es ganz schnell auch zum Nachteil.
tarzun hat geschrieben: Montag 27. Juni 2022, 18:56 Ab zweitem Satz dann nur noch langer schneller Aufschlag auf meine RH und dann RUMMS drauf auf alles was von mir zurückkam.
Das ist übrigens gut trainierbar, schnelle Aufschläge sind eigentlich nix anderes als langsame, schnittarme Topspins. Da kann man alles mit machen, kurz legen, lang legen, Hackblock.
Holz: Arbalest Bogen
VH: Xiom Vega X, 2,0mm schwarz
RH: S&T Hellfire X, OX rot
ibo_pip
Senior Member
Senior Member
Beiträge: 241
Registriert: Mittwoch 29. Dezember 2021, 09:10
TTR-Wert: 1536

Re: Lege ich mit LN auf die VH von guten Angriffsspielern, dann...

Beitrag von ibo_pip »

Phoenix hat geschrieben: Dienstag 28. Juni 2022, 11:31
ibo_pip hat geschrieben: Montag 27. Juni 2022, 18:58 Ich denke mal das ist die grundsätzliche Herausforderung eines Tischnahen Störspielers mit langer Noppe, wenn er die 1600+ knacken möchte. Du musst zum einen jeden Topspin mit der LN blocken können, am besten per Chop-Block, damit auch Saft reinkommt und der Gegner mehr Aufwand hat nachzuziehen ggf. einen Schupf bevorzugt und dann musst du mit einem aggressiven Druckschupf nachlegen, am besten in die entgegengesetzte Richtung oder direkt auf seinen Ellenbogen. Damit kannst du ihn auch zu einem Notschlag bringen, welchen du dann einfacher mit der Vorhand angreifen kannst. Und Schlägerdrehen lernen ist auch sehr wichtig. Um deinen Gegner irritieren, damit dein Spiel nicht planbar wird.
Als Betroffener möchte ich kurz Stellung nehmen :mrgreen:

- wenn es in der VH einschlägt, spiel woanders hin und benutze die lange VH als Variation wenn der Gegner schlecht steht. Ab einem gewissen Niveau ist egal was im Ball drin ist, lange Bälle werden gezogen.
- wenn der Gegner Topspins zieht, ist es immer von Vorteil diese auch zurückspielen zu können :mrgreen:
Für mich ist der sog. "Hinhalteblock" kein Schlag, und ich benutze den auch wirklich nie.
Mit einem Hackblock hat man viel mehr Sicherheit und kann Geschwindigkeit aus dem Ball nehmen (Nebeneffekt ist natürlich der Schnitt). Die Platzierung ist erst einmal zweitrangig, wenn man selbst sicher ist.
Den ersten zieht der Gegner eventuell noch nach, der zweite wird deutlich schwerer, der dritte ist fast unmöglich.
- wenn der Gegner den Hackblock ablegt oder Schupft, sollte man aktiv an den Ball gehen. Aber das muss kein Druckschupf sein, meistens reicht es auch aus den Ball zu heben oder zu flippen.

und das wichtigste zum Schluss, weil ich da eine deutlich andere Meinung habe als viele:
- Schlägerdrehen kommt - wenn überhaupt - ganz zum Schluss. Ich kenne nur sehr, sehr wenig gute Spieler, die den Schläger drehen. (bei den Profis und Halbprofis mit Material fast alle, aber das wird hier sowieso keiner)
- Die meisten Spieler, die meinen sie müssten den Schläger drehen, spielen auf Kreisebene. Und zwar weil sie keine ausreichende Sicherheit haben und viel zu viele Techniken lernen wollen. Klar ist es von Vorteil, auch mit der anderen Seite spielen zu können. Aber wenn man das nicht perfekt beherrscht, wird es ganz schnell auch zum Nachteil.
Danke für dein Feedback. Ich sehe das aber im Inhalt ziemlich ähnlich zu meiner Einschätzung, klar es muss kein Druckschupf sein, Hauptsache ein Schlag mit dem man den Gegner unter Druck setzen kann. Und am besten ein Schlag, welchen man sicher beherrscht:)

Schläger drehen ist eine sehr anspruchsvolle Angelegenheit und es kann sehr lange dauern, bis man darin sicher ist. Muss jeder selbst abwegen, welche Priorität man diesem bemisst. Ich spiele auf der VH eine kurze Noppe und auf der Rückhand eine lange Noppe. Und gelegentlich die halbhohen leeren Bälle die mit LN schwer sein können, mit der KN abzuschiessen ist halt eine Riesen Bereicherung, welche lohnbar ist sie zu trainieren. Eine Qualität aufzubauen mit Kn auf der Rückhand genauso wie der Vorhand zu spielen, kann wohl sehr sehr lange dauern. Und da würde ich dir auch vollkommen recht geben, aber man kann das Drehen auf gewisse Spielsituationen für den “Anfang” beschränken. Und erst recht bei den Situationen, wo man mit der LN große Schwierigkeiten hat…..
Hauptschläger:

Holz: Re-Impact Halling 4 H (L-es-3.5H-Pi-kk-2I-k-Bb)
VH: Gipfelsturm 1.8mm rot
RH: Blitzschlag OX schwarz

Ersatzschläger 1:

Holz: Re-Impact Halling 3H (L-es-3H --bb-2\-Pi)
VH: Gipfelsturm 1.8mm rot
RH: Dornenglanz 3 schwarz OX


Ersatzschläger 2:

Holz: Re-Impact Halling 3H (L-es-3H/-es-kk-2\-k-Bb)
VH: Gipfelsturm 1.8mm schwarz
RH: Hellfire X OX rot



Ersatzschläger 3:

Holz: NSD (sehr alt)
VH: SpinLord Keiler 2.0mm Schwarz
RH: Dawei 388D OX rot
pelski
Super Master
Super Master
Beiträge: 1902
Registriert: Dienstag 21. Februar 2012, 15:11

Re: Lege ich mit LN auf die VH von guten Angriffsspielern, dann...

Beitrag von pelski »

ibo_pip hat geschrieben: Dienstag 28. Juni 2022, 11:45 Schläger drehen ist eine sehr anspruchsvolle Angelegenheit und es kann sehr lange dauern, bis man darin sicher ist. Muss jeder selbst abwegen, welche Priorität man diesem bemisst. Ich spiele auf der VH eine kurze Noppe und auf der Rückhand eine lange Noppe. Und gelegentlich die halbhohen leeren Bälle die mit LN schwer sein können, mit der KN abzuschiessen ist halt eine Riesen Bereicherung, welche lohnbar ist sie zu trainieren. Eine Qualität aufzubauen mit Kn auf der Rückhand genauso wie der Vorhand zu spielen, kann wohl sehr sehr lange dauern. Und da würde ich dir auch vollkommen recht geben, aber man kann das Drehen auf gewisse Spielsituationen für den “Anfang” beschränken. Und erst recht bei den Situationen, wo man mit der LN große Schwierigkeiten hat…..
Ich sehe das genauso wie du.
Natürlich kann man sich mit ständiger planloser Dreherei auch selbst ins Bein schießen und die ganze Sache kann dann auch zum Eigentor werden und auch zur eigenen Verunsicherung beitragen, besonders dann wenn man in den falschen Momenten und Spielsituationen dreht.

Die Dreherei jedoch zu Beginn viel zu üben und dosiert einzusetzen bringt jedoch auf jeden Fall für die meisten Spieler einen sehr großen Vorteil mit sich.
Wer kennt denn nicht die Situation als tischnaher Ox LN Spieler wenn man ständig drucklos und leer auf die LN zugelullert wird?
Wenn man auf diese Bälle dann mit der anderen Seite durch Drehen ob nun KN oder NI mit einem meist tödlichen Ball antworten kann ist dann ganz schnell Schluss mit der Lullerei...

Für einige Spielanlagen und Spielertypen bedarf es jedoch die Dreherei gar nicht, von daher sind die Überlegungen von Phönix
natürlich auch genauso richtig.
samz66
Junior Member
Junior Member
Beiträge: 45
Registriert: Samstag 16. Februar 2019, 12:23
TTR-Wert: 1370

Re: Lege ich mit LN auf die VH von guten Angriffsspielern, dann...

Beitrag von samz66 »

Phoenix hat geschrieben: Dienstag 28. Juni 2022, 11:31 ... und das wichtigste zum Schluss, weil ich da eine deutlich andere Meinung habe als viele:
- Schlägerdrehen kommt - wenn überhaupt - ganz zum Schluss. Ich kenne nur sehr, sehr wenig gute Spieler, die den Schläger drehen. (bei den Profis und Halbprofis mit Material fast alle, aber das wird hier sowieso keiner)
- Die meisten Spieler, die meinen sie müssten den Schläger drehen, spielen auf Kreisebene. Und zwar weil sie keine ausreichende Sicherheit haben und viel zu viele Techniken lernen wollen. Klar ist es von Vorteil, auch mit der anderen Seite spielen zu können. Aber wenn man das nicht perfekt beherrscht, wird es ganz schnell auch zum Nachteil.
Puuh, da sprichst Du mir aus der Seele. Ich bin 56 und kann zwar nach ein wenig Übung auch mit der RH einen Topspin ziehen, aber in einer Wettkampfsituation, in der man schnell entscheiden, sicher drehen (exakt 180° !!) und zudem sich auch noch schnell zum Ball bewegen muss, klappt das bei mir eigentlich und ehrlicherweise ... nie.

Interessanterweise aber ein Nopspin schon eher (zu 75%) und die werden - auch interessanterweise - fast immer vom Gegner ins Netz geblockt. Auch von höherklassigen Spielern, weil die auf den vermeintlichen Topspin (ebenfalls in der Wettkampfsituation) nur im Reflex reagieren.
--------
Kölsche Jung, angegraut und Kreisligenkruffer

Ich und mein Holz:
Schläger 1: NSD alt (verkleinert), Xiom VEGA Europe DF 1.8mm, Tibhar Grass D.TecS OX
Schläger 2: NSD 2018 (verkleinert), Xiom VEGA Europe DF 1.8mm, MSP LSD Extra Long OX
Antworten