TT-Schule auf youtube mit Lehr-Videos

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Kanoppke
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Re: TT-Schule auf youtube mit Lehr-Videos

Beitrag von Kanoppke »

Dylan hat geschrieben: Sonntag 17. Juli 2022, 23:05 Der Hauptschwerpunkt liegt bei uns bei Physik, ...
Mit welchem Physikprofessor arbeitest Du zusammen? Forschungsschwerpunkt ist?
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Dylan
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Re: TT-Schule auf youtube mit Lehr-Videos

Beitrag von Dylan »

Hier arbeite ich mit: https://www.NextScientistsForFuture.de
Einige Profs des Weltrates in Talks, auch ein Physik-Professor:
https://www.youtube.com/watch?v=POrsCbx ... tF2qFW4Y6x
Dylan
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Re: TT-Schule auf youtube mit Lehr-Videos

Beitrag von Dylan »

Aufschläge am Tisch:
https://youtu.be/9Kbm3mG69FY
https://youtu.be/tTmQwmKtZzk

Franziska schlägt Ma Long, meine Analyse mit Lebenslauf Franziska in Infobox mit Bezug auf unsere gemeinsame Heimat und meine Siege in meiner Lebensbestform gegen 2 der Bundestrainer und mein Sieg gegen einen Ex-Nationalspieler, der auf dem Level des 3. Bundestrainers spielte (schätzungsweise Nr.100 der Welt) und den Jugend- und späteren Herren-Nationalspieler... https://youtu.be/LA_HO9letvE
https://youtu.be/Hzotrj0bQ2w

Sendung zur nicht-bewussten Förderung von Internetverbrechern und zu den Konstruktionsfehlern des ITTF und der anderen Sportverbände und dem Lösungsmodell in der IHTTF:
https://youtu.be/8bYHTAZUbnw
https://youtu.be/BP1N2z9dBy4
Zuletzt geändert von Dylan am Freitag 22. Juli 2022, 09:28, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: TT-Schule auf youtube mit Lehr-Videos

Beitrag von Olli-Nr.1 »

Warum seid ihr so gemein zu dem netten Mann?
Wenn jemand davon überzeugt ist, er sei der weltbeste Trainer, warum will man ihm das streitig machen?
Die Bibel sagt : Es steht nicht beim Erdenmenschen auch nur seinen Schritt zu richten!

Warum urteilt ihr ständig, obwohl es offenkundig ist, dass euer Urteil euch selbst einholen wird.
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Ryker
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Re: TT-Schule auf youtube mit Lehr-Videos

Beitrag von Ryker »

Dylan hat geschrieben: Samstag 16. Juli 2022, 09:55 Warum nicht immer so: VH-Flip gewinnt "WM"-Match Ma Long gegen Lin Gaoyuan: https://youtu.be/lMRA--j6D7E?t=2032
Tolle Aussagekraft. Flippen heisst nicht gewinnen. Das kommt immer auf die Situation an. Mach der Gegner einen Fehler, wo man Flippen einen Vorteil daraus ziehen kann. Es gibt auch Spieler, die gegen Flippen gut zurecht kommen. Das gilt auch für RH-Flip.
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Re: TT-Schule auf youtube mit Lehr-Videos

Beitrag von vhmlnox »

Patrick Franziska nach dem Sieg über Jorgic: "Ich fühle mich im Aufschlag und Rückschlag sehr wohl, vor allem meinem kurzen Rückschlag vertraue ich im Moment sehr und komme damit gut ins Spiel." (https://www.tischtennis.de/news/wtt-cha ... eraus.html)
Dass der Schupfball als Return so sehr zurückkommt, nachdem vor ein paar Jahren mehr geflippt wurde (gerade, als die Rückhandbanane sich neu etabliert hatte), leuchtet taktisch auch ein: Der Gegner, der einen kurzen Return zurückspielt, muss eng an den bzw. evtl. sogar über den Tisch - danach ist er anfällig auf Angriffsbälle, u.a. auf den Körper. Der Gegner, der eine Flip gegenzieht, ist hingegen in einer guten Stellung für den weitenen offensiven Ballwechsel.
Momentan im Test:
Holz: Der Materialspezialist Invictus
Vorhand: Dr. Neubauer Explosion Pro 1,2
Rückhand: Victas V>15 Limber, 2,0

Spielschläger letzte Saison:
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Re: TT-Schule auf youtube mit Lehr-Videos

Beitrag von Dylan »

Harimoto schlug Franziska mit dessen Kurzbällen und hätte das Finale nie gewonnen ohne Umschalten auf fast 100% Flip und Spin (auch Mizutani hatte seine größten Siege erzielt, als er fast mein Konzept umsetzte): https://youtu.be/l1E6aVWmVE0

Aus unserem Weltrat-Forum:

Bei den beiden kleinen "WM"s in Budapest (ohne Fan Zhendong) wechselte Harimoto im Finale der 2. zweimal in letzter Sekunde weg von der defensiven Spielweise zur offensiven und befolgte so gewissermaßen meinen Rat, und wechselte zu fast 100% Flip und Spin als Returns (und zu super-offensiven Kick-Seitschnitt-Aufschlägen) und konnte nur so das schon zweimal eigentlich verlorene Finale noch gewinnen (Wie gut hätte er wohl geflippt, wenn er sein ganzes Leben nie einen anderen Return außer Flip+Spin trainiert und gespielt hätte?????????): https://youtu.be/chwVawzUgeE?t=645 https://youtu.be/chwVawzUgeE?t=779 https://youtu.be/GHv7mLDQjOY?t=2438 https://youtu.be/GHv7mLDQjOY?t=3004
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Re: TT-Schule auf youtube mit Lehr-Videos

Beitrag von vhmlnox »

Dylan hat geschrieben: Sonntag 24. Juli 2022, 13:01 Harimoto schlug Franziska mit dessen Kurzbällen und hätte das Finale nie gewonnen ohne Umschalten auf fast 100% Flip und Spin (auch Mizutani hatte seine größten Siege erzielt, als er fast mein Konzept umsetzte): https://youtu.be/l1E6aVWmVE0

Aus unserem Weltrat-Forum:

Bei den beiden kleinen "WM"s in Budapest (ohne Fan Zhendong) wechselte Harimoto im Finale der 2. zweimal in letzter Sekunde weg von der defensiven Spielweise zur offensiven und befolgte so gewissermaßen meinen Rat, und wechselte zu fast 100% Flip und Spin als Returns (und zu super-offensiven Kick-Seitschnitt-Aufschlägen) und konnte nur so das schon zweimal eigentlich verlorene Finale noch gewinnen (Wie gut hätte er wohl geflippt, wenn er sein ganzes Leben nie einen anderen Return außer Flip+Spin trainiert und gespielt hätte?????????): https://youtu.be/chwVawzUgeE?t=645 https://youtu.be/chwVawzUgeE?t=779 https://youtu.be/GHv7mLDQjOY?t=2438 https://youtu.be/GHv7mLDQjOY?t=3004
Das Finale ist wirklich schönes Empirie-Material, weil Harimoto ja tatsächlich fast nur geflippt hat. Ich habe mal ausgezählt (Zählfehler natürlich möglich; jeden offensiven Return, der kein Topspin war, habe ich als Flip gewertet).

Gesamtergebnis: Harimoto hat nach Flips 24 Punkte gewonnen, aber 32 verloren.
Im Detail:
Direkte Flippunkte: 15 (verstärkt gegen Ende des Spiels, als Lin Gaoyuan mental eingebrochen ist)
Direkte Flipfehhler: 7 (v.a. zu Beginn)
Punkte mit dem Schlag nach einem Flip (also dem 4. Ball im Wechsel): 6
Fehler mit dem Schlag nach einem Flip (also dem 4. Ball im Wechsel): 14
Punkte in längeren Ballwechseln nach einem Flip: 3
Fehler in längeren Ballwechseln nach einem Flip: 11

Interpretation: Wenn Harimoto nicht direkt mit dem Flip gepunktet hat, lief es nach Flip-Eröffnung schlecht für ihn bzw. kam Lin Gaoyuan sehr gut in den Wechsel. Das leuchtet auch ein, weil Lin Gaoyuan sich darauf einstellen konnte, dass ein Flip kommt, und weil Harimoto meistens dann bei Lin Gaoyuans Topspins zu nah am Tisch und zu weit auf der Vorhand (nach Rückhand-Flip) stand - ganz deutlich etwa hier: https://youtu.be/chwVawzUgeE?t=295
Auf der anderen Seite hat er durchaus mit seinen seltenen Schupf-Returns punkten können, z.B. hier gleich zweimal hintereinander (allerdings deshalb zu relativieren, weil angesichts seines sonstigen Dauerflippens ein Überraschungseffekt hinzukam): https://youtu.be/chwVawzUgeE?t=394

Kurzum: Der Flip ist gut, wenn man ihn so setzen kann, dass die gute Chance auf einen direkten Punktgewinn besteht (so machen es ja auch die meisten). Nicht der Situation angepasstes Flippen aus Prinzip hingegen bringt im dem Flip folgenden Wechsel mehr Nachteile als Vorteile (gegen Angriffsspieler).
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Beitrag von Dylan »

Ja, kann man so interpretieren. Aber mit der Wissenschaft ist es ein Kreuz... Es ist genauso möglich, es so zu interpretieren, dass Harimoto erst allmählich seinen Flip einspielen musste, und erst am Ende so gut drin war, dass er dann auch endlich effektiv flippen konnte.

Meine Theorie sagt ja: Kinder, die niemals einen anderen Schlag machen als Flip+Spin als Return, erreichen eine solche traumwandlerische Sicherheit im Flip, dass sie gleich am Anfang schon so spielen können wie Harimoto ganz am Ende bei der Abwehr der 6 Matchbälle und 5 Rückstandspunkte. Und genau das habe ich bei von mir unterrichteten Kindern messen können: Riesige Überlegenheit bei den so von mir Unterrichteten.

Außerdem spielt die Stimmung: Habe nichts mehr zu verlieren, kann JETZT mutig sein, eine Rolle...

Am Ende können solche Fragen nur mit richtigen (sport-)wissenschaftlichen Studien beantwortet werden.

Aber Harimoto kann einem eine Ahnung geben, wie es vom ersten Ball an zugehen könnte, wenn er in seinem Leben nie auch nur einen Return anders gemacht hätte als mit Flip+Spin.

Und ich hoffe, wir sind uns an dem einen Punkt einig: Harimoto hätte noch sehr viel besser geflippt, wenn er nicht die Hälfte der Trainingszeit auf Nicht-Flips verwendet hätte. Ich jedenfalls konnte immer nur das, was ich ständig machte, ohne mir selbst die Trainingszeit durch anderes wegzunehmen...
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Re: TT-Schule auf youtube mit Lehr-Videos

Beitrag von Dylan »

Ich sehe (auch bei Harimoto) im Zaudern, den Ball unbedingt auf den Tisch bringen zu wollen, statt Hochrisiko zu gehen, einen der größten Irrtümer im Tischtennis, die Ursache für den EISENARM.

Gerade eben im Training habe ich zum hundertsten Mal erlebt:
Ich versuche absichtlich, einige Sätze zu verlieren, um das Match zu verlängern, und schraube das Risiko auf Maximum, probiere sogar die Hochrisiko-Aufschläge, die Harimoto mit die Wenden brachten, und treffe plötzlich die härtesten Flips, Spins und Schüsse und muss mich anstrengen, um überhaupt vorbeihauen zu können. Und in dieser Stimmung "Jetzt ist alles egal, hau drauf" hat Harimoto seine Top-Leistung gebracht. Vorher war Zaudern, erstmal Ball auf den Tisch, Sicherheitsdenken...

Und da es keine Studien gibt, wie sich Kinder mit NUR-Flip-Spin-Schuss leistungsmäßig entwickeln, verglichen mit Kindern mit allem, können wir diese Fragen nicht mit Beweisen endgültig entscheiden.

Ich bin in der Wissenschaft Pionier, in der Musik nur ein bisschen, und im TT Pionier. Und diese Erfahrung, wie sogar berühmte Professoren sich total irren, nur die klügsten Profs., z.B. der "weltweit wichtigste Denker" auch Wahrheiten drauf haben, führt zu der in Erfahrung gegründeten Gewissheit, dass wir, lebend seit 400 000 Jahren in der MENSCHHEITSEPOCHE DES IRRTUMS, überall, auch im Sport, mehr Irrtümer als Wahrheiten haben.

Deswegen bleibe ich halt bei meiner sicher nicht beweiskräftigen Erfahrung, dass Kinder und ich selber in meinen Timo-Boll-Technik-Jahren bei NUR Flip-Spin-Schuss am schnellsten besser wurden (als Angriffsspieler. Wer das Pech hatte, einmal Def-All zu lernen, schafft es bei Umstellung auf Angriff meist nie, die gleiche Leistung zu erreichen. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr...)
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Re: TT-Schule auf youtube mit Lehr-Videos

Beitrag von Dylan »

Timo Boll-Technik mit 100% Flip+Spin-Returns nach 7 Jahren erstmals wieder gespielt. Geschwindigkeit 0,(2)5 wird empfohlen, da sieht man es richtig↓↓
Timo-Boll-Technik-Teile erkennbar an: Beide Beläge schwarz, Defensiv-Allround-Teile: rot=griffig. Und an Ballerwartung beide Hände zusammen kann man die Teile, in denen ich Timo-Boll-Technik versuche, von den Def-All-Teilen unterscheiden. Leider nur noch 10% meiner früheren Leistung, aber vielleicht in Geschwindigkeit 0,25 doch noch informativ.
https://youtu.be/tCA1tzU7Rfs
Man kann bei youtube einzelne Schläge in Endlos-Schleife anschauen, indem man die Sendung laufen lässt und dann auf der roten Linie den Punkt kurz vor dem Schlag sucht. Dann braucht man immer nur noch draufzuklicken, und kann sich die Bewegung in 0,25 mehrmals hintereinander anschauen, z.B. auch bei manchen Schlägen den Timo-Boll-VH-Griff und den Rechtsknick des Handgelenks kurz vor dem Schlag und das nach vorne Schließen während des Schlages. Z.B. diesen Schlag: https://youtu.be/tCA1tzU7Rfs?t=151
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Re: TT-Schule auf youtube mit Lehr-Videos

Beitrag von vhmlnox »

Dylan hat geschrieben: Montag 25. Juli 2022, 22:29 Gerade eben im Training habe ich zum hundertsten Mal erlebt:
Ich versuche absichtlich, einige Sätze zu verlieren, um das Match zu verlängern, und schraube das Risiko auf Maximum, probiere sogar die Hochrisiko-Aufschläge, die Harimoto mit die Wenden brachten, und treffe plötzlich die härtesten Flips, Spins und Schüsse und muss mich anstrengen, um überhaupt vorbeihauen zu können. Und in dieser Stimmung "Jetzt ist alles egal, hau drauf" hat Harimoto seine Top-Leistung gebracht. Vorher war Zaudern, erstmal Ball auf den Tisch, Sicherheitsdenken...
Das Phänomen des "Trainingsweltmeisters" kennen wir sicher alle, deshalb gibt es ja im Profibereich aller Sportarten auch Mentalcoaches etc. Aber kann man sein Bewusstsein so sehr überlisten, dass man auch dann, wenn es um etwas geht, in einen Scheißegal-Modus schalten kann?
Dylan hat geschrieben: Montag 25. Juli 2022, 22:29 Ich bin in der Wissenschaft Pionier, in der Musik nur ein bisschen, und im TT Pionier. Und diese Erfahrung, wie sogar berühmte Professoren sich total irren, nur die klügsten Profs., z.B. der "weltweit wichtigste Denker" auch Wahrheiten drauf haben, führt zu der in Erfahrung gegründeten Gewissheit, dass wir, lebend seit 400 000 Jahren in der MENSCHHEITSEPOCHE DES IRRTUMS, überall, auch im Sport, mehr Irrtümer als Wahrheiten haben.
Ja sicher... die Frage ist nur, wer sich irrt und wo - ein Physikprofessor eröffnete seine Einführungsvorlesung immer mit den Worten "Die Hälfte dessen, was ich Ihnen erzähle, ist falsch - leider weiß ich nur nicht, welche Hälfte."
Dylan hat geschrieben: Montag 25. Juli 2022, 22:29 Deswegen bleibe ich halt bei meiner sicher nicht beweiskräftigen Erfahrung, dass Kinder und ich selber in meinen Timo-Boll-Technik-Jahren bei NUR Flip-Spin-Schuss am schnellsten besser wurden (als Angriffsspieler. Wer das Pech hatte, einmal Def-All zu lernen, schafft es bei Umstellung auf Angriff meist nie, die gleiche Leistung zu erreichen. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr...)
Das sie schneller besser werden, leuchtet mir ein - fraglich scheinen mir aber die langfristigen Auswirkungen. Wer sich auf eine einzige Schlagtechnik fokussiert, macht natürlich schnellere Fortschriftte, auch dürfte ein Flip gegen andere Anfänger, die eben nicht mit einem Gegentopspin reagieren, sicher sehr effektiv sein - und gegen Anfänger-Aufschläge auch nicht allzu schwierig. Allerdings würde ich vermuten, dass die Nur-Flipper irgendwann auf einem Leistungsplateau ankommen, auf dem sie stagnieren, und dass diejenigen, die systematisch ihre "tactical toolbox" erweitern, wie es Larry Hodges, Ex-US-Nationaltrainer, empfiehlt, dann an ihnen vorbeiziehen, weil sie je nach Gegner und Spielsituation das Mittel wählen können, das den meisten Erfolg verspricht.
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Re: TT-Schule auf youtube mit Lehr-Videos

Beitrag von Dylan »

vhmlnox hat geschrieben: Freitag 29. Juli 2022, 07:43
Das Phänomen des "Trainingsweltmeisters" kennen wir sicher alle, deshalb gibt es ja im Profibereich aller Sportarten auch Mentalcoaches etc. Aber kann man sein Bewusstsein so sehr überlisten, dass man auch dann, wenn es um etwas geht, in einen Scheißegal-Modus schalten kann?
Bin ja von Grundberuf Psychotherapeut und Psychoanalytiker. Stichworte Paradoxe Intention Paradoxe Intervention. Von mir Gecoachte sind immer dann über sich hinausgewachsen, wenn wenigstens ich konstant durch Paradoxe Intention jeden Erfolgsdruck aus dem Match herausgenommen hatte, z.B.: Du sollst gar nicht hier gewinnen, für Deine Weiterentwicklung will ich nur ein paar schöne Angriffsbewegungen sehen, nur das ist wichtig..., ganz egal, ob die Bälle treffen oder nicht... Und plötzlich trafen die Leute, weil der Eisenarm verschwand und sie locker wurden... Und gewannen, obwohl ich immer wieder betonte, dass es mir nur um ein paar Angriffsbewegungen ging...
vhmlnox hat geschrieben: Freitag 29. Juli 2022, 07:43
Ja sicher... die Frage ist nur, wer sich irrt und wo - ein Physikprofessor eröffnete seine Einführungsvorlesung immer mit den Worten "Die Hälfte dessen, was ich Ihnen erzähle, ist falsch - leider weiß ich nur nicht, welche Hälfte."
Ja, absolut sicher können wir uns bei nichts sein. Und das habe ich auch immer im Hinterkopf. Letztlich gilt auch für den Sport unsere Weltrat-Bildungsreform: Alle unterschiedlichen pädagogischen Richtungen müssen ausgewertet werden auf ihre unterschiedlichen Leistungs-Steigerungs-Effekte hin bei Schülern. Erst dann können wir irgendetwas entscheiden.
vhmlnox hat geschrieben: Freitag 29. Juli 2022, 07:43 Das sie schneller besser werden, leuchtet mir ein - fraglich scheinen mir aber die langfristigen Auswirkungen. Wer sich auf eine einzige Schlagtechnik fokussiert, macht natürlich schnellere Fortschriftte, auch dürfte ein Flip gegen andere Anfänger, die eben nicht mit einem Gegentopspin reagieren, sicher sehr effektiv sein - und gegen Anfänger-Aufschläge auch nicht allzu schwierig. Allerdings würde ich vermuten, dass die Nur-Flipper irgendwann auf einem Leistungsplateau ankommen, auf dem sie stagnieren, und dass diejenigen, die systematisch ihre "tactical toolbox" erweitern, wie es Larry Hodges, Ex-US-Nationaltrainer, empfiehlt, dann an ihnen vorbeiziehen, weil sie je nach Gegner und Spielsituation das Mittel wählen können, das den meisten Erfolg verspricht.
Ja, das kann so sein. Was in der Welt von 2200-2650 Punkte geschieht, kann ich nicht beurteilen, da ich mit Angriff da ganz oben keinerlei Erfahrungen habe.
Aber als ich jetzt nach 7 Jahren erstmals den Angriffsschläger wieder in die rechte Hand nahm und Timo Boll-Technik mit 100% Flip+Spin probierte, hatten die Gegner schlagartig ganz große Probleme, haben fast alle Flips gar nicht zurückbringen können, siehe meine letzte Sendung (fast alle Flips waren direkte Punktgewinne), während sie meine Def-Returns mit DefAll-Schläger vorher munter angriffen.

Die Welt ist ein Experiment. In der Politik und Wissenschaft ist alles geprägt von der MENSCHHEITSEPOCHE DES IRRTUMS, da sind wir uns im Weltrat sicher. Aber genau so sicher fürchten wir, dass sich Wahrheiten wahrscheinlich nirgends durchsetzen können, denn der zentrale Konstruktionsfehler unserer Welt wirkt weiter GEGEN ALLE Wahrheiten, und das Durcheinander wird bestehen bleiben, überall, fürchte ich... Und deswegen wird sich weder in der Gesellschaft noch beim Tischtennis irgendetwas durch meine Arbeit ändern, fürchte ich. Aber ich habe es halt mal spaßeshalber veröffentlicht, und viele Likes zeigen, dass es, wie beim Weltrat mit seinen umwerfend positiven schriftlichen Kommentaren ganz vieler http://weltrat-der-weisen.xobor.de/t30f ... ltrat.html , wenigstens ein bisschen positive Resonanz gibt, allerdings nicht dort, wo es entscheidend wichtig wäre. Beim Bundeskanzleramt bin ich noch nicht sehr viel weiter gekommen. Aber am Montag kommen wieder 2 Doktorinnen des Bundeskanzleramtes wieder aus dem Urlaub. Einfach weiter versuchen, was sollen wir beim Weltrat auch sonst machen.?...
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Re: TT-Schule auf youtube mit Lehr-Videos

Beitrag von Dylan »

zu Obigem noch Nachträge:

P.S.: Zur Tactical Toolbox fällt mir ein: Je größer die Zahl der verwendeten Aufschläge, desto schlechter die Qualität des einzelnen Aufschlages.

Das erlebe auch ich beim DefAll selber immer wieder, dass die Vielzahl der mir möglichen (und zu meiner Länge 193 cm passenden) Aufschläge die Qualität meines Aufschlagsspieles verschlechtert.

Würde ich noch Ding Nings Reverse Tomahawk dazunehmen, würde ich wahrscheinlich jeden Aufschlag mit noch geringerer Qualität durchführen.

Bei Timo-Boll-Technik mit linker und rechter Hand verwende ich nur noch max. 4 von Bolls Aufschlagvarianten, und das erlebe ich eher als Vorteil denn als Nachteil. Lieber weniger Varianten, aber die besser ausgeführt...

Ich vergaß auch, ganz zu Anfang zu erwähnen, dass meine Spielweise natürlich bei 193 Körpergröße anders aussehen muss als bei 160 cm. Was bei anderen vor der Brust stattfinden muss, findet bei mir vor meinem Becken statt, z.B. der RH-Topspin...
vhmlnox
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Re: TT-Schule auf youtube mit Lehr-Videos

Beitrag von vhmlnox »

Dylan hat geschrieben: Freitag 29. Juli 2022, 10:27 P.S.: Zur Tactical Toolbox fällt mir ein: Je größer die Zahl der verwendeten Aufschläge, desto schlechter die Qualität des einzelnen Aufschlages.
Selbst wenn dem so wäre: Ab einem gewissen Niveau (relativ früh sogar) spielt ja weniger die Qualität (insb. maximaler Spin/Schnitt) der Aufschläge eine Rolle, sondern eher, dass der Gegner nicht erkennt, was drin ist. Und bei mehr Aufschlägen aus verschiedenen Positionen kann er eben nicht so schnell erkennen, wie sich in Bewegungsdetails die Varianten des vermeitlich gleichen Aufschlags unterscheiden.
Und auch ein Dutzend verschiedener Aufschläge kann man so trainieren, dass sie zumindest annähernd dahin gehen, wo sie hinsollen, flach kommen und den Schnitt haben, den sie haben sollen (möglicherweise nicht maximal, aber das spielt keine so große Rolle, s.o.).
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