Lange Noppen für Nicht-Noppen-Spieler

Alles über lange Noppen mit normaler d.h. griffiger Oberfläche

Moderator: Noppen-Test-Team

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Maddien
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Lange Noppen für Nicht-Noppen-Spieler

Beitrag von Maddien »

Guten Tag,
um meine Jugendlichen auf die Welt der Erwachsenen vorzubereiten, möchte ich mit ihnen üben, wie man gegen lange Noppen spielt. Ich selbst spiele offensiv, eine Unterschnitthacke mit der Rückhand bekomme ich aber schon hin. Ich suche also einen Schläger mit langer Noppe auf der Rückhand, mit der man einfach schupfen und Unterschnittabwehr spielen kann. Mit langer Noppe Blocken lernen möchte ich nicht. Als Holz hätte ich ein Off- Vollholz, und schnellere Hölzer mit innerem und äußeren Carbon zur Auswahl.
Könnt Ihr mir bitte eine Empfehlung für einen Belag geben und welches der vorhandenen Hölzer sich am ehesten eignet?
Noppenspielerr
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Re: Lange Noppen für Nicht-Noppen-Spieler

Beitrag von Noppenspielerr »

Ich würde das Off- Vollholz nehmen, sonst kann es sein, dass die Bälle deutlich zu schnell werden und die Kontrolle fehlt. Belagstechnisch fällt mir sowas wie ein Friendship 755 ein der sich relativ einfach spielt und auch günstig zu haben ist. Falls es teurer sein darf wäre auch ein Feint Long 3 eine Überlegung der sich sehr nah an NI spielt, aber auch sehr langsam ist. Der 755 ist schneller und weniger griffig, aber noch griffig genug um damit vernünftig zu schupfen sowie abwehren zu können. Als Schwammstärke würde ich bei beiden Belägen jetzt einfach mal zu 1mm Schwammstärke tendieren, da sich das dann Noppen innen ähnlicher als ox spielt und man damit auch selbst einfacher Schnitt generieren kann.
Spinlord Ultra Carbon Def
Friendship Battle 2 2,1
Friendship 802 1,5
Maddien
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Re: Lange Noppen für Nicht-Noppen-Spieler

Beitrag von Maddien »

Danke, Noppenspielerr. Hab den Friendship bestellt.
Störnoppenfan
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Re: Lange Noppen für Nicht-Noppen-Spieler

Beitrag von Störnoppenfan »

Maddien hat geschrieben: Montag 1. April 2024, 21:39 Danke, Noppenspielerr. Hab den Friendship bestellt.
:ok: :hand: Alternativ käme auch der BTY Feint soft in 1,0 mm in Betracht.Der ist nur sehr viel teurer.
Holz:Butterfly Grubba Carbon,VH:Friendship Origin;2,1mm;RH:Bomb Talentl;ox
Holz:Butterfly Grubba Carbon,VH:Friendship Origin Soft;1,8mm;RH:Bomb Talent,ox
Maddien
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Re: Lange Noppen für Nicht-Noppen-Spieler

Beitrag von Maddien »

Hab jetzt einmal mit dem Friendship 755, 1mm, auf einem Primorac gespielt. Zunächst habe ich mich an einige Techniken an der Ballmaschine schrittweise an die richtige Bewegungen herangetastet. Eigentlich dachte ich Druckschupf und Unterschnittabwehr würden mir reichen, aber tatsächlich haben auch der Abstecher, der Seitenwischer und der Noppspin ziemlich gut funktioniert. Im Spiel gegen Menschen kamen der Noppspin, bei dem der Schläger während der Aufwärtsbewegung leicht geöffnet wird, und der Rückhandschuss erstaunlich sicher. Kurz dachte ich auf die dunkle Seite zu wechseln, aber ich konnte der Versuchung widerstehen. Den Druckschupf auf Unterschnitt und den Abstecher auf Überschnitt fand ich im Spiel allerdings deutlich schwieriger als an der Ballmaschine.
Was ich mit denen üben möchte, die Probleme haben gegen lange Noppen zu spielen, ist, dass man darauf achten muss, was man selber in den Ball an Spin reinsteckt und sich von der Bewegung des Noppenspielers nicht fehlleiten lassen darf. NI-Schupfball -> LN-Druckschupf -> Ball kommt mit Überschnitt zurück, obwohl der LN-Gegner eine Unterschnittbewegung macht. Geht man an diesen Ball fälschlicherweise mit einem Schupf ran, steigt der Ball wegen dem ankommenden Überschnitt hoch. Nun hatte ich aber den Eindruck, dass diese Spin-Weiterleitung bei diesem Belag, oder mit meiner Technik, nicht so ausgeprägt war, wie ich es aus dem Spiel gegen lange Noppen kenne. Liegt es eher an dieser Noppe oder eher an meiner Druckschupf-Technik? Im zweiten Beitrag heißt es, dass der Friendship genügend griffig ist, um anständig zu schupfen. Bedeutet das, dass der Schnitt wegen der Griffigkeit also nicht so gut weitergeleitet wird? Sollte es an der Noppe liegen, ist bei einem Feint Long 3 oder Feint Soft die Spin-Weiterleitung stärker?
bacchus6
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Re: Lange Noppen für Nicht-Noppen-Spieler

Beitrag von bacchus6 »

Der Friendship ist nicht die Noppe, die sehr viel Schnittweiterleitung zu läßt. Aber der Feint Long III hat noch weniger. Wenn Du also mit deinen Kindern übern willst, daß sie mit "fiesen" Noppen zurecht kommen, dann musst du auch eine "fiese" Noppe nehmen. Da führt kein Weg daran vorbei.

Eine Noppe, die sich näher an der Technik der Noppeninnenbeläge spielt verhält sich eben auch so.
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Störnoppenfan
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Re: Lange Noppen für Nicht-Noppen-Spieler

Beitrag von Störnoppenfan »

Von einer "fiesen" LN war im ersten Post nicht die Rede.Falls es eine solche sein soll ,würde ich den BT in rot und ox.nehmen.
Holz:Butterfly Grubba Carbon,VH:Friendship Origin;2,1mm;RH:Bomb Talentl;ox
Holz:Butterfly Grubba Carbon,VH:Friendship Origin Soft;1,8mm;RH:Bomb Talent,ox
Maddien
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Re: Lange Noppen für Nicht-Noppen-Spieler

Beitrag von Maddien »

Ich mache doch niemandem einen Vorwurf. Ich schrieb halt "einfach", und einfach zu spielen ist der Friendship. Ist doch besser, es ist der falsche Noppenbelag, als dass ich mich zu blöd angestellt hätte... Hätte ich gewusst, dass ich eine fiese Noppe suche, hätte ich natürlich danach gefragt.

Ich versuche nochmal zu beschreiben, wie ich mir die Übung und die Funktionsweise der Noppe vorstelle. Aber ich glaube, Ihr wisst schon, worauf ich hinaus will:
NI: halbwegs langer Aufschlag mit leichtem Unterschnitt in die Rückhand
LN: Druckschupf in die Rückhand -> hier ist der springende Punkt, dass der Unterschnitt der NI möglichst verlustfrei in Überschnitt durchgeleitet wird. Die Diskrepanz zwischen visueller Information für NI (LN mit Unterschnittbewegung) und tatsächlichem Überschnitt, soll deutlich sein.
NI: angeleierter Topspin mit wenig Spin in die Rückhand
LN: Hackblock oder Abwehr in die Rückhand
NI: Schupfball in die Rückhand
usw.
Wenn das sitzt, kann NI anfangen die Spin-Stärke zu variieren. Im nächsten Schritt soll dann der richtige Ball rausgesucht werden, um Druck zu machen.

Ich denke, die Übung macht Sinn, wenn der Schupf von der LN mit Überschnitt beim NI ankommt. Wenn NI diesen Ball nicht anzieht sondern sich verleiten lässt zu schupfen, dann soll der Effekt, dass der Ball hoch steigt, deutlich sein. Wie ich nun gelernt habe, scheint man dafür eben eine "fiese" Noppe zu benötigen, die den Unterschnitt des NI gut in Überschnitt weiterleitet. Wenn der Bomb Talent, ox, das kann, versuche ich den. Und dann muss ich den Hackblock eben üben. Ich muss nur vermeiden Noppspins zu spielen, sonst versaue ich meinen Rückhandtopspin.

Schönes Wochenende
Macki
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Re: Lange Noppen für Nicht-Noppen-Spieler

Beitrag von Macki »

Grau ist alle Theorie....
Maddien
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Re: Lange Noppen für Nicht-Noppen-Spieler

Beitrag von Maddien »

Macki hat geschrieben: Samstag 6. April 2024, 20:00 Grau ist alle Theorie....
Teurer Freund, ..., es gilt aber auch hier, dass es nichts Praktischeres gebe, als eine gute Theorie.

Wenn was nicht stimmt, nur raus mit der Sprache. Ist schließlich ein Tischtennis- und kein Zitate-Forum.
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Re: Lange Noppen für Nicht-Noppen-Spieler

Beitrag von Holg »

Maddien hat geschrieben: Samstag 6. April 2024, 17:31 LN: Druckschupf in die Rückhand -> hier ist der springende Punkt, dass der Unterschnitt der NI möglichst verlustfrei in Überschnitt durchgeleitet wird. Die Diskrepanz zwischen visueller Information für NI (LN mit Unterschnittbewegung) und tatsächlichem Überschnitt, soll deutlich sein.
Ich glaube, hier liegt schon der erste Denkfehler vor. Wie soll das mit einer griffigen LN funktionieren??
Verlustfrei durchleiten lässt sich die Rotation nur mit einem glatten Belag (ohne Reibung). Glatte Noppen gibt es aber nicht mehr und sind seit ca. 15 Jahren verboten. Für diesen Effekt müsstest Du eine Noppe nachbehandeln oder nen Glattanti nehmen.
Ich glaube, aber gar nicht, dass das nötig ist und Du das eigentlich simulieren möchtest.
Der Druckschupf hat nämlich keinen richtigen Topspin (Oder nur sehr wenig; Ausnahmen s.o.) sondern der Ball steigt dem Gegner nur hoch, weil er relativ leer ist und der Schnitt falsch antizipiert wird (mMn meist immer noch etwas US, nur eben viel weniger). Hierzu wäre meiner Meinung nach entscheidend, dass Du eine LN ohne Schwamm verwendest. Druckschupf ist mit Schwamm viel schwieriger und deutlich weniger effektiv.
NI: angeleierter Topspin mit wenig Spin in die Rückhand
Warum wenig Spin?
Lass die Kinder doch experimentieren und mit variablen Topspins in deine Noppe ziehen und Du wehrst die einfach nur ab (geht auch prima mit deiner Schwammnoppe) So können Sie ein Gefühl dafür bekommen, wieviel wann zurück kommt und lernen auch ihren eigenen Topspin besser kennen.
Ich mach das auch öfter mit Jugendlichen und irgendwann haben sie es meist raus und wissen dann, wie sie ziehen müssen, um mehrfach angreifen zu können oder wann sie eher ablegen/schupfen müssen etc.
Das Spiel gegen Noppen ist oft nur nur ein Problem, weil es unbekannt und ungewohnt ist.

Lange Rede kurzer Sinn:
Wenn du das Störspiel zeigen willst, kaufe dir ne entsprechende LN in OX (z,B, den schon genannten Bomb Talent, einen Palio CK531a oder nen Dornenglanz o.ä) und übe damit den Druckschupf und Hackblock.
Zum Spiel gegen Abwehr lass die kleinen Menschen ziehen und wehr ab s.o.
Hauptsache ist doch, ihr habt alle Spaß und die Kinder werden irgendwie ein wenig ans Thema herangeführt, um dem ganzen ein wenig den Schrecken zu nehmen.

LG und viel Spaß

Holger
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ardane
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Re: Lange Noppen für Nicht-Noppen-Spieler

Beitrag von ardane »

Daumen hoch für Holger. Genauso sehe ich es.
Zu den vorgeschlagenen OX-Belägen: da würde schon ein FS755, der Maddien nun bereits kennt, prima ausreichen.
Dieser Belag ist - für eine LN - ziemlich griffig (und außerdem qualitativ deutlich haltbarer als ein noch griffigerer 755-II-Mystery).
Nach der Rückrunde ist Belagwechsel- und Testeritis-Saison!
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Maddien
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Re: Lange Noppen für Nicht-Noppen-Spieler

Beitrag von Maddien »

Hallo Holger, soweit sind wir gar nicht voneinander entfernt.
Leider hab ich es mit der Zitatfunktion nicht ganz hinbekommen...
Holg hat geschrieben: Sonntag 7. April 2024, 07:51
Der Druckschupf hat nämlich keinen richtigen Topspin (Oder nur sehr wenig; Ausnahmen s.o.) sondern der Ball steigt dem Gegner nur hoch, weil er relativ leer ist und der Schnitt falsch antizipiert wird (mMn meist immer noch etwas US, nur eben viel weniger). Hierzu wäre meiner Meinung nach entscheidend, dass Du eine LN ohne Schwamm verwendest. Druckschupf ist mit Schwamm viel schwieriger und deutlich weniger effektiv.
Danke für die Erklärung
Warum wenig Spin?
Ich werde es ausprobieren, wie es mit den Kids am besten klappt. Ich selbst habe vor anderthalb Jahren nach 25 Jahren Pause wieder mit TT angefangen und hatte Anfangs arge Probleme gegen LN. Ich fand es anfangs leichter die Topsins seicht und wenig spinnig zu spielen, da das Risiko, dass der Ball zu lang wird, geringer ist. Außerdem kommt weniger Unterschnitt zurück. Aber sicherlich werde ich kein Kind zwingen, mit laschen Topspins anzufangen. Wenn es gut mit dem Rückschlag auf einen normalen Topspins klar kommt, dann soll es fester spielen. Und am Ende wäre der Schnitt ja eh zu variieren. Mir persönlich hat solch eine systematische Übung sehr geholfen, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren: Der Schnitt des Rückschlags hängt vorrangig von meinem eigenen Schnitt ab. Aber ich denke, ich bin flexibel genug, mich dem Trainierenden anzupassen
Das Spiel gegen Noppen ist oft nur nur ein Problem, weil es unbekannt und ungewohnt ist.
Sehe ich genauso, deshalb ja das ganze.
Hauptsache ist doch, ihr habt alle Spaß und die Kinder werden irgendwie ein wenig ans Thema herangeführt, um dem ganzen ein wenig den Schrecken zu nehmen.
Genau, als ich als Jugendlicher gegen alte Herren ran musste, hat mir das den Spass genommen. Tipps, wie man mit krummem Spiel zurecht kommt, habe ich nicht bekommen und Internet gab es nicht. Diese Erfahrung möchte ich den Kids ersparen.

Viele Grüße,
Martin
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